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  • Mo., 26. Januar 2015, 20:49 Uhr
    Prunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß mit großem Spaß-Angebot

    Das närrische Leben der Marktschreier

    „Das närrische Leben der Marktschreier“ lautete das Motto der Prunksitzung des 1. CC Rot-Weiß Lampertheim - nach der Pause war auf und vor der Bühne buntes Markttreiben zu erleben. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Sonst werden nur wichtige Staatsgäste von einem Gardespalier begrüßt und empfangen, beim 1. Carneval-Club Rot-Weiß am Samstagabend zur Prunksitzung in der Hans-Pfeiffer-Halle kamen alle Besucher in den Genuss des besonderen Empfangs. Die Prunksitzung konnte auf zahlreiche Ehrengäste zählen, unter ihnen Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Jens Klingler, der wie Stadtverordneter Helmut Hummel Senator ist. Nach diesem ersten vielstimmigen und freundlichen  „Helau“ tauchten die Besucher ein in den rot-weißen Farbenrausch, der signalisierte, was Ehrenpräsidentin Margit Selb zur Begrüßung in den voll besetzten Saal rief: „Wir wollen Spaß und Freude vermitteln, gemeinsam bringen wir den Saal zum Kochen“. Inmitten des Elferrats nahm Margit Selb auf der Bühne Platz, ausnahmsweise führte sie als Sitzungspräsidentin mit Witz und Elan durch das fünfstündige Programm. Ganz spontan und immer wieder gab es von ihr eine große Extraportion Humor und ein Feuerwerk der Witze. Wieder einmal ist bewiesen: Wer Karneval regelmäßig feiert, hat viel Spaß im Leben. So bunt und prall wie sich das Markttreiben in südlichen Gefilden darstellt, ging es in der Hans-Pfeiffer-Halle zu. „Das närrische Leben der Marktschreier“ als Motto dieser Kampagne 2014/2015 hatte die Besucher animiert, sich nach Lust und Laune zu verkleiden. Die prächtigen rot-weißen Uniformen hatten Elferrat und Sitzungspräsidentin Margit Selb nach der Pause eingetauscht gegen Kittel und Schürze. Auch als Zitrone und Aubergine machten die Damen eine gute Figur. Margit Selb hatte einen dicken Tulpenstrauß in der Hand, Ilonka Grosch schwenkte laut anpreisend dicke Fische aus Pappe in die Höhe. Stadtprinzessin Heike II. hatte vorerst ihre majestätische rote Robe abgelegt. Als entzückende Marktfrau im Dirndl, geschmückt mit süßen Stückchen, machte sie einen tollen Eindruck. Zu Beginn hatten die beiden Tanzmariechen, Sophie und Sophia mit dem kleinen Gardeoberst Fabian ihren großen Auftritt. Die Funkengarde und die Juniorengarde zeigten ihr Können im traditionellen Gardetanz. Modern tanzte die Minigarde sich in die Herzen der Zuschauer. Nach der Geschichte von „Bibi Blocksberg“ zeigten sie als kleine Hexen mit großer Freude, wie man den Hexenbesen nutzt – eine zauberhafte Vorführung. Die eigenen Tanzformationen „New Generation“, das Männerballett und „Fantasy“ versorgten die Zuschauer mit einem besonderen Augenschmaus. „Lehnen Sie sich zurück, lassen Sie sich überraschen“, rief die Sitzungspräsidentin dem närrischen Publikum zu.

    Die prächtigen rot-weißen Uniformen hatten Elferrat und Sitzungspräsidentin Margit Selb nach der Pause gegen Kittel und Schürze eingetauscht. Foto: Hannelore Nowacki


    Das aber ließ sich lieber von den Stühlen reißen. Der Saal tobte und lachte auch, wie bei den witzigen „Seeperlchen“ aus Eich, die nach Freigabe durch die Sitzungspräsidentin eine Zugabe tanzen mussten. Mit ihrem grandiosen Showtanz im New Yorker Central Park kam die Formation „Galaxy“ vom Carneval-Club Eich ebenfalls zu einer Zugabe. Der Saal bebte, johlender Beifall. Originell zeigte das „etwas andere Ballett“ mit den Requisiten Vorhang, Stühlen und etlichen Beinen, dass auch die leiseren Töne zum Erfolg führen. Monumentale Musik mit fetzigem Biss übernahm mit der Mannheimer Guggenmusik „Newwlfezza“ die Gute-Laune-Herrschaft im Saal. Glamourös und „Atemlos“ setzte Rosi Deluxe, alias Rainer Anthes, den vorletzten Schlussakzent vor dem Finale. Vier Bütten und eine Doppelbütt waren in das musikalische Programm eingestreut. Ilonka Grosch als Frau Schnadderich hat Treppenangst, was ihr zu einem sensationellen Auftritt mit Bauchrutscher verhalf. Ihre mundartlichen Wortsalven zu übertreffen, dürfte schwerfallen. Jesina Litters wechselte lieber ins Hochdeutsche, um bei der geplanten Kreuzfahrt nicht aufzufallen. Das Toto-Tippen und der Fußballplatz waren Franz Hofmann ein Rätsel. Zum Schluss, der nach etlichen Spielverlängerungen erreicht war, meinte Sitzungspräsidentin Selb: „Also Toto spiele mer kaans mehr“. Die musikalische Animation zu den Schunkelrunden und in der Pause kam von den „Zwoa Spitzbuam“. Ganz schön „Atemlos“ rockte der Saal zum nächsten Stimmungshöhepunkt.  Nach dem Finale freuten sich viele Besucher auf die große Aftershow-Party im Foyer mit DJ Spanish Fly. Hannelore Nowacki

    Die kleinen Hexen der Minigarde verzauberten das Publikum mit ihrer Tanzvorführung nach der Geschichte von „Bibi Blocksberg". Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

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