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  • Do., 17. März 2016, 13:10 Uhr
    Spargelkönigin Elena I. lernte bei Helmut Steinmetz die Spargeljungpflanzen kennen

    Das Spargeljahr in der Spargelstadt Lampertheim

    Das königliche Gemüse ist zu Beginn seines Werdegangs noch ganz unscheinbar und sammelt mit seinen Speicherwurzeln Kraft in der Lampertheimer Erde und bildet anfänglich nur dünne Triebe aus. Spargelkönigin Elena I. ließ sich von Landwirt Helmut Steinmetz die Jungpflanzenaufzucht erklären. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Nur noch gut zwei Wochen, dann kann das Spargelessen losgehen. Endlich spendet die Frühlingssonne so viel Wärme, dass sich die leckeren weißen Stangen in ihrem Erdwall wohlfühlen und munter wachsen. Echte Frische hört sich quietschvergnügt an - wenn man erntefrische Spargelstangen in die Hände nimmt und ein wenig aneinander reibt. Wie aber wachsen die jungen Spargelpflanzen und wie sehen sie eigentlich aus? Spargelkönigin Elena I. wollte es ganz genau wissen und ließ sich am Dienstag von Landwirt Helmut Steinmetz in die unterirdische Welt des Spargels einweihen. Beeindruckt vom Werdegang der Spargeljungpflanzen waren auch Dirk Eichenauer vom Fachbereich Kultur und Carmen Daramus, beim Stadtmarketing der Stadt Lampertheim als Projektbeauftragte zuständig für das Tourismuskonzept. Bei Temperaturen unter neun Grad will Spargel nicht wachsen, erklärte Helmut Steinmetz. Und bei vier oder fünf Grad über Null, die das Thermometer gerade zeigte, war es auch den Menschen nicht warm genug. Neben dem Spargelanbau ist der Familienbetrieb Steinmetz auch auf die Anzucht von Jungspargelpflanzen und den Verkauf in mehrere europäische Länder spezialisiert. In Deutschland gebe es nur zehn Betriebe, betonte Helmut Steinmetz, allein in Lampertheim mit Landwirt Billau sind es zwei Betriebe, die Spargeljungpflanzen für den Verkauf ziehen. Eingepflanzt werden die Jungspargelpflanzen mit Maschinenhilfe, während später die Ernte reine Handarbeit ist. Die junge Spargelpflanze, aus Saatgut vom Züchter bei Steinmetz auf eigenen Feldern gezogen, sammelt mit ihren langen Speicherwurzeln in der Lampertheimer Erde Saft und Kraft für die weitere Entwicklung. Aus der unterirdischen „Krone“ sprießen sogleich die Triebe, aus denen erst im zweiten Jahr die Spargelstangen in ihrer bekannten Genussdicke geerntet werden, zur Schonung der Pflanze jedoch nur für zwei Wochen. Erst im dritten Jahr werden die Spargel während einer halben Saison geerntet, später bis ungefähr ins achte Jahr wird eine ganze Saison lang geerntet. Dann sind unterirdischen Kronen auch schön in die Breite gegangen. Der Anbau unter Folien habe mehrere Vorzüge, machte Helmut Steinmetz deutlich: So ist der Spargel vom Wetter unabhängiger, wächst früher und es gibt kein Unkrautproblem. Der weiße Spargel, der als König der Gemüse gilt und schon immer bei königlichen Tafelrunden beliebt war, fängt ganz unscheinbar an – eine faszinierende Entwicklung. Spargelkönigin Elena I. meinte: „Das ist wirklich extrem spannend“. Die offizielle Eröffnung der Spargelsaison in Lampertheim beginnt am 5. April mit dem Anstich. Auf dem Kleinen Schillerplatz wird wieder das Verkaufshäuschen stehen und am 24. April steht die Spargelwanderung auf dem Programm. Der sportliche Spargellauf findet am 4. Juni statt. Beim Spargelfest vom 10. bis 12. Juni wird am ersten Tag die Inthronisierung der neuen Spargelkönigin gefeiert. Ein mehrseitiges Faltblatt der Stadt Lampertheim zum Spargeljahr mit einem Vorwort von Bürgermeister Gottfried Störmer und Rezept für eine Spargel-Quiche vom Männerklochklub sowie vielen weiteren Informationen, auch zu Erzeugern und Gastronomie, liegt im Rathausservice und in vielen Geschäften aus. Hannelore Nowacki

     

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