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  • Di., 09. Juni 2015, 09:39 Uhr
    Interessengemeinschaft Ringstraße mit Vertretern der Fraktionen im Gespräch

    Das „Wie“ möglicher Flüchtlingsunterkünfte im Fokus

    Soll hier in direkter Nachbarschaft zum letzten Wohngebäude auf dieser Seite der Ringstraße (mit Blick auf das sogenannte „Gleisdreieck“) eine Flüchtlingsunterkunft mit Barackencharakter in Fertigbauweise entstehen? Die Anwohner befürchten es und erhoffen sich von Gesprächen mit den Fraktionsvorsitzenden Klärung. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Flüchtlinge kommen nach Deutschland und müssen untergebracht werden. Auch Lampertheim ist zur Aufnahme verpflichtet, doch es mangelt an Wohnraum für die dezentrale Unterbringung. Wäre an der Ringstraße Platz für Flüchtlingsunterkünfte? Anwohner der Ringstraße waren alarmiert und organisierten sich in einer Interessengemeinschaft, kurz „IG Ringstraße“ genannt. Auf zwanzig Mitglieder ist die IG mittlerweile angewachsen. Die Sprecher Andreas Ott, Evelin Rees und Rolf Schumacher hatten den TIP am Dienstag zu einem Pressegespräch eingeladen, um über neue Entwicklungen zu berichten. Vor etwa vier Wochen hatte die IG der Stadtverwaltung einen offenen Brief zukommen lassen, in dem sie ihrem Unmut über die ihrer Meinung nach lückenhaften Informationen Luft machten und um Klärung ihrer Fragen nachsuchten. Sie wollen keinen sozialen Brennpunkt in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, den aber sehen sie kommen, wenn hier Unterkünfte mit Baracken- oder Containercharakter entstehen würden, die den Flüchtlingen zwar ein Obdach, aber keine Lebensqualität ermöglichen würden – mit allen Folgen, die unzufriedene Nachbarn haben können. Nachdem die von der Stadtverwaltung zugesagte Prüfung noch auf sich warten lässt, hatte sich die IG Ringstraße an die vier Fraktionsvorsitzenden im Stadtparlament gewandt. Schon am Freitag war Dieter Meyer (CDU) zu einem zweieinhalbstündigen Gespräch gekommen, am Montagabend dieser Woche wurden Thomas Bittner (FDP) und Hans Hahn (SPD) zu Gesprächen erwartet. Mit Helmut Rinkel (Die Grünen) gab es telefonischen Kontakt, nach seinem Urlaub soll ein Gespräch stattfinden. Die IG hatte sich Gesprächstermine vor dem 9. Juni gewünscht, denn die Sprecher befürchteten, dass bei der Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses am Dienstag dieser Woche schon unumkehrbare Entscheidungen gefällt werden, die dann von der Stadtverordnetenversammlung nur noch „abgenickt“ würden – Entscheidungen, die ihren Interesse an einem intakten Wohngebiet zuwiderlaufen würden. Wie Sprecher Ott erfahren hat, werde der Tagesordnungspunkt Flüchtlingsunterkünfte nun auf den August vertagt. Die Sprecher der IG Ringstraße haben sich aus dem Informationssystem der Stadt Lampertheim im Internet mit Sitzungsergebnissen und Vorlagen versorgt und darin Informationen entdeckt, für die sie nach wie vor Klärungsbedarf sehen. Hannelore Nowacki

     

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