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  • Fr., 07. November 2014, 12:18 Uhr
    Gerd Dudenhöfer begeisterte in Bürstadt mit seinem neuen Programm

    „Das Wohnzimmer abstauben- das ist eine Frauenbewegung"

    BÜRSTADT - Seit einigen Jahren gastiert Gerd Dudenhöfer als Heinz Becker mit seinem Bühnenprogramm regelmäßig auch in Bürstadt . Am Donnerstag war es wieder soweit - und die Zuschauer im Bürgerhaus wurden in die Gedankenwelt des  Heinz Beckers  mitgenommen.

    „Die Welt rückt näher"  heißt das aktuelle Programm, welches die Zuschauer gute zwei Stunden zum Lachen - und manchmal auch zum Nachdenken brachte. Dudenhöfers  ständige Wechsel von platten Stammtischparolen zu häufig  tiefgründigen Überlegungen sind einfach unnachahmlich.

    Und so weiß man gelegentlich gar nicht so recht , ob man sich  lachend amüsieren kann oder die Wahrheit doch bitterer Ernst ist.

    So erklärte Dudenhöfer anhand verschiedener Erlebnisse und Erfahrungen, warum „Die Welt näher rückt". Da werden zum einen „die Grundstücke immer kleiner. Und die Menschen zusätzlich immer dicker". Europa wird wirklich zu einem Europa, „wenn Paris die Hauptstadt ist, die Engländer sagen, wo es langgeht, und die Deutschen alles bezahlen".

    Und Putin solle man nicht „Puderzucker hinten rein blasen". Statt dessen ,so Heinz  Becker, „solle man lieber  Brennstäbe nehmen - dann ginge Putin vielleicht ein Licht auf." Und man hätte zugleich das Problem gelöst,wo der ganze Abfall hin soll. Natürlich ist bei Becker auch die Rolle der Frau klar definiert - sie liegt den Männern ja ohnehin ab der Hochzeit nur auf der Tasche. Und bei Hitler war ja auch nicht alles schlecht. Schließlich gab es da noch viele Kinder und die Mütter wurden fürs Gebähren belohnt.

    „Die Welt rückt näher!”: Gerd Dudenhöffer-Fans kamen am Donnerstag im Bürstädter Bürgerhaus auf ihre Kosten. Foto: oh


    Auch die  Missbrauchsfälle in den großen Kirchenorganisationen waren Thema . Der „Nachbar hatte Glück - die haben sich vom Schmerzensgeld ein neues Auto gekauft." Und  Becker fragt sich, ob er da eine Chance vertan hat, denn schließlich war Sohn Stephan nach der Beichte immer erkältet gewesen. „So kalt ist es in der Kirche…", sinnierte Becker. Die Zeugen Jehovahs standen ebenfalls an Heinz Beckers Tür. „Ich habe ihnen  aber keinen Wachtturm oder Erwachet abgekauft", witzelte er. Und weil er gerade den Rasen mähen will, möchte er sich auch nichts aus der Bibel vorlesen  lassen. „Die hat so viele Seiten, da wird mein Rasen ja zum Urwald", lässt er die Zuhörer an seinen Gedanken teilhaben. „Und weil de Zeugen Jehovahs nicht mit Hitler kooperiert haben", so Becker, „will mit denen heute keiner was zu tun haben". flm

     

     

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