Abschluss der Sternsinger-Aktion der Pfarrgemeinden Maria Verkündigung und St. Andreas am Dreikönigstag in der Kirche Maria Verkündigung
Den Segen weitergeben und miteinander teilen
Mehr als 20 Sternsinger der beiden Pfarrgemeinden St. Andreas und Maria Verkündigung waren im Stadtgebiet unterwegs, um den Segen in die Häuser zu tragen und Spenden einzusammeln – der gemeinsame Gottesdienst am Dreikönigstag war der krönende Abschluss der Aktion. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Feierlich zogen die mehr als 20 Sternsinger der beiden Pfarrgemeinden St. Andreas und Maria Verkündigung, begleitet von Pfarrer Erhard Schmitt und Pfarrvikar Claus-Peter Stockh und sieben Messdienern, am Dreikönigstag in die Kirche ein, um gemeinsam mit den Kirchenbesuchern den Gottesdienst als krönender Abschluss der Sternsinger-Aktion zu begehen.
Seit dem 2. Januar waren die Kinder und Jugendlichen als Sternsinger eifrig im Stadtgebiet unterwegs, um den Segen in die Häuser zu tragen und Spenden für arme Kinder in der Welt zu sammeln. Das teilweise windige und regnerische Wetter der vergangenen Tage konnte der Freude der Kinder dabei nichts anhaben. Im Rahmen einer Heiligen Messe wurde das Fest der Erscheinung des Herrn gemeinsam gefeiert.
„Ihr seid mit euren Sternen von Haus zu Haus gegangen – ein Stern hat auch die Heiligen 3 Könige zu Jesus geführt, dem König der Könige“ – mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Schmitt die fleißigen Kinder in ihren Königsgewändern. „Werde Licht Jerusalem, Halleluja – dein Licht ist uns erschienen“ wurde gemeinsam gesungen mit dem Gebet für Gerechtigkeit und Friede auf Erden – wichtige Anliegen in unserer heutigen Zeit.
Pfarrer Schmitt las die Geschichte aus dem Matthäus-Evangelium vor. Herodes, der regierende König der Juden, erschrak, als er von der Geburt des Messias erfuhr, und ließ sogleich nach ihm suchen – nach dem neugeborenen König der Juden, dem Hirten des Volkes Israel. Ein strahlender Stern führte die Gesandten nach Betlehem – mit Freude erfüllt knieten sie nieder und brachten ihm Schätze wie Gold, Weihrauch und Myrrhe. Danach gingen sie nicht wieder zu Herodes zurück, sondern kehrten auf einem anderen Weg zurück in ihre Heimat. „Die Waisen aus dem Evangelium gehören seit Jahrhunderten zu unserer Weihnacht'“ merkte Schmitt an. Auffallend bei den Heiligen 3 Königen war deren fremdartige Kleidung, die zeigte, dass sie von weit her kamen. Einer von ihnen hatte eine dunkle Hautfarbe – es waren einfach Fremde, „Ausländer“ würde man heute sagen. Schmitt erklärte, dass dies in keinster Weise diskriminierend gemeint war, sondern verdeutlichen soll, dass Jesus für alle Menschen geboren ist – niemand ist ausgeschlossen von seiner Liebe. Ausgegrenzte hat Jesus auch als seine Vorbilder ernannt – er hat Respekt und Barmherzigkeit gepredigt und gelebt.
„Auch ihr Kinder habt die Menschen in unserer Stadt erfreut, beschenkt und den Segen in die Häuser gebracht – wichtig ist, den Segen weiterzugeben und miteinander zu teilen“, ergänzte Schmitt. Die Fürbitten wurden von den Sternsingern vorgetragen, bevor der Pfarrer sich nochmals bei den Kindern und Jugendlichen bedankte und auch bei den erwachsenen Begleitern und Helfern der Aktion. Mit „Stern über Betlehem – zeig' uns den Weg“ endete der feierliche Gottesdienst. Die Kollekte der Sternsinger-Aktion wird, wie in den vergangenen Jahren, auch wieder für ein Hilfsprojekt in Afrika gespendet. Sigrid Samson