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  • Di., 17. März 2020, 10:24 Uhr
    Mitarbeiterkinder haben Spaß während Mama und Papa arbeiten

    Denken und Handeln an erster Stelle 

    Die Kinder nehmen die neue Lage gelassen und sind schon früh am Morgen in bester Stimmung. Frühstücken, malen, spielen, Hausaufgaben machen und vieles mehr ist im großen Konferenzraum möglich. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Schulen, Kindergärten und Horte haben geschlossen und an der Universität Mannheim wird nicht mehr gelehrt, aber in vielen Firmen wie auch bei der GS Gebäudesystemtechnik wird gearbeitet. Die Corona-Pandemie soll eingedämmt werden, da ist besonnenes Denken und Handeln gefragt, wie GS-Chef Timo Ofenloch es in seinem Schreiben an die Mitarbeiter formuliert hat. Da er selbst Vater ist, weiß er um die Probleme, wenn Eltern mit ihren Kindern wie gerade jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie auf sich allein gestellt sind. Seit Montag hat er die Lösung für die Mitarbeiter in die Praxis umgesetzt. Im großen Konferenzraum sind die Mitarbeiterkinder schon früh morgens ab halb acht in bester Stimmung versammelt. Das sei schon am Montag so gewesen, berichtet Jana Gugumus, Studentin der Soziologie an der Uni Mannheim, die sich über ihre neue temporäre Aufgabe in der Kinderbetreuung freut. Im Sommer hatte sie bei der Stadtjugendförderung in Lampertheim schon zweimal die Ferienspiele begleitet. Am Dienstagmorgen, als der TIP bei der Gebäudesystemtechnik um 8 Uhr zu Besuch war, widmete sich Emily, die in die dritte Klasse geht, ihren kreativen Malarbeiten. Wie Melina, die das Rudi-Stephan-Gymnasium in Worms besucht, hat Emily von ihrer Lehrerin per E-Mail Hausaufgaben erhalten, die kommen auch noch dran. Wenn sie Fragen haben, können sie sich jederzeit telefonisch oder per E-Mail an ihre Lehrerin wenden. Gestern haben sie viel gespielt erzählen die beiden Mädchen, auch Verstecken in der großen Ausstellung. Alexander hat sich vorgenommen mit seinen mitgebrachten Legobausteinen zu spielen, nach den Sommerferien kommt er in die erste Klasse. Wie es aussieht, freut er sich darauf. Schwesterchen Elisabeth ist bei ihm, es ist ihr erster Tag in ungewohnter Umgebung, die gute Laune muss noch kommen. Abstand so weit wie möglich werde eingehalten, erklärte Jana Gugumus, auch das Desinfektionsmittel steht bereit. Prokurist Thomas Engert rechnet angesichts der Lage in Deutschland sogar mit einer Ausgangssperre, dann müssten die Mitarbeiter wohl zuhause bleiben. Bis dahin oder falls es überhaupt so weit kommt, gelten bei GS Regeln zum bestmöglichen Schutz der Mitarbeiter wie Schichtarbeit im Büro und auf sechs Stunden verkürzte Arbeitszeiten. In allen Bereichen werde auf Abstand und alle empfohlenen Hygieneregeln geachtet, betonte Engert. Sollte ein Kind mal zu Mama oder Papa ins Büro wollen, sei das möglich. Aber wie sich am Dienstagmorgen zeigte, waren die Kinder viel zu beschäftigt, um Lust auf eine Auszeit bei Mama oder Papa zu haben. Hannelore Nowacki

     

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