Mo., 12. September 2016, 10:58 Uhr
Helfer stoßen an ihre Grenzen/ Infoabend am 21. September
Der Asylkreis Groß-Rohrheim bittet um Hilfe
GROSS-ROHRHEIM - Die rund 35 Flüchtlinge in Groß-Rohrheim haben mittlerweile ein enge Beziehung zu den Betreuern des Asylkreises Groß-Rohrheim aufgebaut und sind froh und dankbar, was hier alles für sie getan wird. Doch im Moment kommen die Ehrenamtlichen durch ihr Engagement an ihre persönlichen Grenzen. Von den circa 25 Menschen, die noch bei den ersten Treffen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert haben, liegt die Hauptlast mittlerweile auf sechs Personen, die nahezu jeden Tag bis zu drei Stunden mit Belangen der Asylbewerber beschäftigt sind. Vor allem die Kommunikation mit diversen Stellen und Ämtern kostet Zeit. Ein syrischer Asylant hat inzwischen seine Familie nachgeholt und da musste zum Beispiel neben der administrativen Tätigkeit auch noch ganz praktisch nach Möbeln und nach einer Wohnung gesucht werden. Integrationskurse, Schulanmeldungen, Fahrten zum Jobcenter, Anrufe bei diversen Botschaften, Begleitung zu Ärzten, Organisation von Dolmetschern sind einige der Aufgaben. Ein monatlicher Begegnungstreff in einer Teestube ist mittlerweile gut etabliert. Besuche bei einer Bürstädter Anwältin für Asylrecht schaffen Rechtssicherheit. Die Begegnungen mit den Menschen, die hier eine Heimat suchen, kommt dabei leider etwas zu kurz. Deshalb appelliert der Asylkreis erneut an die Groß-Rohrheimer, sich zu überlegen, ob sie kleine Aufgaben übernehmen könnten. Der Zeitaufwand soll natürlich für jeden überschaubar sein. Ob es zwei Stunden im Monat sind, gelegentliche Autofahrten, ein bis zwei Stunden in der Woche oder auch mehr, das bleibt jedem selbst überlassen. Folgende Aktivitäten könnten durchgeführt werden vonb weiteren Helfern: Sprachpate werden, das heißt einmal pro Woche Gespräche führen mit dem Schwerpunkt Wortschatzerweiterung, Sport jeglicher Art, wie Fußball, Frisbee, Federball, Boccia oder ähnliches, Gesellschaftsspiele, Spazieren gehen, als Familie mit einer Asylantenfamilie etwas unternehmen, Einkaufen und vieles mehr. Vielleicht könnte jemand auch mehr Zeit aufbringen und die regen Helfer unterstützen. Zu diesem Zweck gibt es am 21. September um 20 Uhr ein Treffen im katholischen Pfarrheim, bei dem sich Interessierte erst einmal unverbindlich informieren können. Dazu lädt der Asylkreis ganz herzlich ein. Weiterhin wurde ein Spendenkonto eingerichtet, von dem zum Beispiel Anwaltskosten, Fahrtkosten, Lehrbücher und weiteres finanziert werden. Spendenkonto: IBAN: DE97 5089 0000 0066 3276 39, Volksbank Darmstadt. zg