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  • Di., 09. Mai 2023, 08:01 Uhr
    DOMKIRCHE: Begeisterter Applaus beim Benefizkonzert zugunsten der Lukasgemeinde-Jugend und Musikschule 

    Der Dom rockte – ein hinreißendes Musikerlebnis 

    Auf ihre große Blaue musste Heike Ittmann beim gemeinsamen Spiel vor dem Altar verzichten, an der E-Gitarre Musikschulleiter Joachim Sum, an den Drums Hans-Jürgen Götz und am E-Bass Frank Willi Schmidt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Mit der „Fanfare“ von Emerson, Lake & Palmer begann das Konzert in der Domkirche, ein musikalischer Weckruf für alle positiven Emotionen und erster Anlass für begeisterten Applaus. Joachim Sum mit Akustik- und E-Gitarren im Wechsel, Hans-Jürgen Götz an den Drums, Frank Willi Schmidt am E-Bass und Heike Ittman an der großen Blauen, der Vleugels-Orgel der evangelischen Domkirche mit allen Registern, waren am Sonntag die Rockgruppe, die mit ihrem Musikprogramm aus zehn Stücken plus Zugabe aus dem Film „Blues Brothers“ auch auf der Bühne einer großen Halle Eindruck gemacht hätten. „Der Dom rockt“ hieß das mehr als einstündige Programm, das ohne Pause und ohne Worte von einem Höhepunkt zum nächsten eilte. Man hätte noch mehr vertragen von diesen saftigen Rhythmen, den leidenschaftlichen Gitarrenriffs und den umwerfend kunstvollen Trommelsoli, von den berührenden Klängen der Orgel und dem vorwärtstreibenden Bassspiel. Im Cross-over-Stil waren die Musikrichtungen verschmolzen, Procol Harum mit Bach, dann „Don’t“, die Funk-Eigenkomposition von Joachim Sum, die „Sarabande“ von Händel mit rasantem Orgelspiel oder gegen Ende der „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan in einem wunderbaren Wahnsinnstempo. Bei King Crimsons „The Court of  the Crimson King“ bewies Bassist Frank Willi Schmidt auch seine Gesangsqualitäten. Den Titel „Music“ von John Miles begleitete Heike Ittmann mit engelsgleichem Gesang. Alles spielte sich auf der Empore ab, doch hatten die Zuschauer auf den recht dicht besetzten  Kirchenbänken ein großes Bild auf der Leinwand vom Geschehen vor Augen, für diese Aufgabe war Tobias Rohatsch von Young Dimension zuständig. Für die Tontechnik sorgte Rudi Weinacker. Das Benefizkonzert zugunsten der Lukasgemeinde-Jugend und der Musikschule Lampertheim mit jeweils einem Euro von jeder Eintrittskarte wurde unterstützt von cultur communal der Stadt Lampertheim. Ganz bewusst hatten sich die Musiker für den puren Musikgenuss entschieden, ganz ohne Ansagen und Wortbeiträge. Für die letzten drei Stücke wechselte die Band an die Instrumente vor dem Altar, während Heike Ittmann noch „King oft the Road“ von Roger Miller solo auf der Orgel spielte. Bassist Schmidt beeindruckte mit riesiger Tuba beim Einzug und Joachim Sum unterstützte sein mobiles Gitarrenspiel mit tragbarem Verstärker, Schlagzeuger Götz musizierte ebenfalls mobil im Gehen. Das grandiose Schlagzeugsolo von Hans-Jürgen Götz und alle Musiker zusammen machten den Titel „Europa“ von Carlos Santana zu einem besonderen Erlebnis. Rolf Hecher, Fachbereichsleiter Kultur, Bildung und Ehrenamt, gratulierte der temporären Band zu ihrem Erfolg.  Hannelore Nowacki 

     

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