
LAMPERTHEIM – Für das Schuljahr 2026/2027 werden in Hessen voraussichtlich rund 63.700 Kinder als Schulanfänger in die erste Klasse gehen. Die genaue offizielle Zahl wird vom Hessischen Statistischen Landesamt erst nach dem tatsächlichen Schulstart im Laufe des Schuljahres ermittelt und veröffentlicht. Im Kreis Bergstraße als Schulträger von 74 öffentlichen Schulen sind es erfahrungsgemäß zwischen 2.600 und 2.700 Erstklässler, die in der kommenden Woche eingeschult werden - mehrere Hundert davon in Lamnpertheim, Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim. Die Zahl der Erstklässler bewegt sich damit auf einem stabilen, leicht steigenden Niveau. Insgesamt wird erwartet, dass die Zahl der hessischen Grundschulkinder bis zum Schuljahr 2026/2027 ihren vorläufigen Höchststand von rund 263.000 Kindern erreicht. Mit dem Beginn dieses Schuljahres (2026/2027) greift erstmals der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für alle Kinder der 1. Klassenstufe. Der Kreis Bergstraße bietet hierfür an allen eigenen Grundschulen ein flächendeckendes Angebot (u. a. über das Programm „BErgSTräßer KIDS“). Es beinhaltet in der Regel eine Betreuung an Schultagen meist von 7.30 bis 16.30 Uhr, umfasst eine Mittagsversorgung, Hausaufgabenbetreuung sowie eine Ferienbetreuung.
Mit dem neuen Schuljahr beginnt für viele Kinder „der Ernst des Lebens“. Kinder wechseln vom freien Spiel im Kindergarten in den schulischen Alltag mit Pflichten, Regeln und regelhaftem Lernen. Für die Schulanfänger ist der Übergang mit vielen Herausforderungen verbunden. Die beginnen bereits mit dem Weg zur Schule beginnen. Oftmals sind Verkehrsregeln unbekannt, Geschwindigkeiten und Entfernungen werden schlecht eingeschätzt. Ablenkung ist Normalität, gefährliche Situationen werden nicht richtig erkannt oder falsch bewertet. Kinder im Straßenverkehr gelten daher als besonders gefährdet und bedürfen Schutz. Für Verkehrsteilnehmer gilt daher in sensiblen Bereichen und im näheren Umkreis von Schulen eine besondere Aufmerksamkeit und: runter vom Gas! Durch umsichtiges uns angepasstes Handeln lassen such viele Unfälle vermeiden. Nicht zuletzt Eltern können einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit ihrer Kinder leisten. Gemeinsam den Schulweg laufen oder auf Gefahrenstellen hinweisen hilft. Gedränge beim Bringen und Abholen der Kinder kann zu brenzligen Situationen führen. Die Elterntaxi-Mentalität beschwört so manche brenzlige Situation herbei.
Mit verstärkten Kontrollen an Schulwegen und im direkten Umfeld von Grundschulen wird die Polizei Präsenz zeigen. Eine wichtige Maßnahme, die der Sicherheit und Prävention dient. In den kommenden Wochen sind alle Akteure daher gefordert, gemeinsam mit Kindern auf sicheres Verhalten im Straßenverkehr aufmerksam machen. Aber nicht vergessen: Lernen darf, wie in der Schule, auch Spaß machen!
Steffen Heumann
Tipps zum Schulanfang
Den Schulweg mehrfach zu Fuß ablaufen
Das Überqueren von Straßen trainieren und Gefahrenstellen zeigen
Sichere Route wählen: Ampeln, Zebrastreifen auch wenn der Weg dadurch etwas länger ist
Sichtbarkeit erhöhen: Auffällige, helle Kleidung, Reflektoren oder Warnwesten anziehen
Kein Zeitdruck: Morgens rechtzeitig losgehen, damit Hektik vermieden wird
Gemeinschaft: Kinder in Laufgruppen zusammenführen
Für Autofahrer:
Tempo drosseln! In der Nähe von Schulen und auf Schulwegen die Geschwindigkeit deutlich verringern
Bremsbereit sein: Jederzeit mit unberechenbarem Verhalten von Kindern rechnen
Freie Sicht bewahren: Gehwege und Kreuzungsbereiche nicht durch parkende Autos blockieren
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