Sogenanntes Oberdorf im Fokus / Ab sofort bei den bekannten Stellen erhältlich
Der Lampertheimer Kalender 2020 ist da!
Frisch aus dem Druck erhielt Bürgermeister Gottfried Störmer (2.vl.) den Lampertheimer Kalender 2020 aus der Hand von Margit Karb, Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins (3.v.l.) – sehr zur Freude von Hans-Michael Platz (l.), Ludwig Franz vom Freundeskreis „Alt Lampertheim” (2.v.r.) und Rolf Hecher (r.) Foto: Nadine Schütz
LAMPERTHEIM – Das Titelbild zeigt den Blick in die Römerstraße der 1930er Jahre. Zwölf weitere, nicht minder historische Schwarz-Weiß-Aufnahmen zieren das Innere. Der Lampertheimer Kalender 2020 thematisiert – in Fortsetzung an seinen Vorgänger mit dem Unterdorf – in bildhafter Weise das Oberdorf, wie der Bereich um die Römerstraße zwischen Kaiserstraße und Römereck (Einmündung in die Neuschloßstraße / Alte Viernheimer Straße) einstmals betitelt wurde.
Mit der Auswahl der Fotos hatte sich wieder der Freundeskreis „Alt Lampertheim“ befasst, der beim Pressegespräch durch Ludwig Franz vertreten war. Bereits seit rund fünf Jahren sammeln er und Gleichgesinnte alte Fotografien von Lampertheim. „Wir haben schon etwa 2.500 Bilder“, schwärmt Franz und erklärt, welche Mühe dahintersteckt, diese zu digitalisieren und in Aktenordnern nach Straßen sortiert abzulegen. In Absprache mit der Vorsitzenden des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins Lampertheim, Margit Karb, habe man sich für die nun veröffentlichten Fotos entschieden und die Begleittexte verfasst. Hinweisen möchte sie ganz besonders auf die germanischen Monatsnamen, die zusammen mit den geläufigen Namen abgedruckt sind. Man erkenne in ihnen den Bezug der Menschen zum jeweiligen Monat: „Im Heuert wurde das Heu gemacht“, verrät Karb. Die Typographische Werkstätte in Biblis übernahm letztendlich die Gesamtherstellung.
Bürgermeister Gottfried Störmer freute sich über die Veröffentlichung des neuen Kalenders, „auf den ganz viele Lampertheimer schon warten.“ Er weiß, sie machten sich mit den Inhalten gut vertraut und hätten ein gewisses Heimatbewusstsein entwickelt. Der Lampertheimer Kalender schaffe es sogar bis in die USA, wo sich ehemalige jüdische Lampertheimer angesiedelt haben. Rolf Hecher, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Ehrenamt, lobte die konzeptionelle Arbeit, denn die Themen der verschiedenen Jahre knüpften aneinander an. Auch im Kleinen sei ein inhaltlicher Bogen zu erkennen, ergänzte Franz: Die Fotografien seien von der Kaiserstraße zum Römereck hin sortiert. „Der Kalender ist eine tolle Grundlage, um Wissen weiterzugeben“, knüpfte Hecher an.
Ab sofort ist der Lampertheimer Kalender für 10 Euro im Rathaus-Service, bei Zigarren Derst, in der Bücherkiste und im Heimatmuseum erhältlich. Der Gewinn aus dem Verkauf werde – wie in den vergangenen Jahren – einer ortsansässigen oder regional tätigen, gemeinnützigen Organisation zugehen, so Karb. Nadine Schütz