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Do., 10. April 2014, 09:19 Uhr
Inthronisierung von Spargelkönigin Melanie I. im Heimatmuseum /Gefühlvoller Abschied von Sabrina I. – der neuen Hessischen Spargelkönigin
„Der Lampertheimer Spargel ist der beste der Welt“
Melanie Krämer, die neue Spargelkönigin Melanie I. mit Tochter Leonie (im Bild: Bürgermeister Gottfried Störmer (links), der ihr zur Inthronisation die königliche Schärpe umlegte, Amtsvorgängerin Sabrina Sieveritz und Landrat Matthias Wilkes). Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Schönes Spargelwetter bestimmte den Tag der Inthronisation von Spargelkönigin Melanie I. Das Fachwerk des Heimatmuseums schimmerte im goldenen Glanz der Abendsonne, als Bürgermeister Gottfried Störmer der neuen Spargelkönigin Melanie I. im Beisein zahlreicher geladener Gäste aus Politik, Stadtverwaltung, Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben auf der Bühne des Festzeltes feierlich die königliche Schärpe umlegte. Der Bürgermeister stellte die charmante 26-jährige Melanie Krämer vor, die mit Leib und Seele Lampertheimerin sei. Wie ihre Amtsvorgängerin ist auch sie Mutter. Als ausgebildete Kauffrau für Marketingkommunikation arbeitet die neue Spargelkönigin bei der Werbeagentur Schaller in Mannheim. Reiten und Tanzen beim CGT sind ihre Hobbys, auch das Basteln und Backen komme nicht zu kurz. In ihrer Antrittsrede berichtete Melanie Krämer, nun Melanie I. und elfte Lampertheimer Spargelkönigin, wie es in den ersten Tagen nach ihrer Wahl durch den Spargelrat weiterging. Während ihre Tochter die Bewunderung ihrer Mitschüler genießen konnte, kaufte sie die königliche Garderobe ein und erhielt bei Marita Billau eine Einführung in den Spargelanbau und die Jungpflanzenzucht. Beeindruckend fand sie „mit welcher Hingabe die kleinen Spargelpflänzchen“ behandelt werden. „Der Lampertheimer Spargel ist der beste der Welt“, findet die neue Spargelkönigin und will diese Botschaft in die Welt hinaustragen. Ihr Wahlspruch nach Ernst Ferstl, einem österreichischem Lehrer und Dichter: „Jede neue Herausforderung ist das Tor zu neuer Erfahrung“. Am Tag der Inthronisation hat sie gearbeitet und auch vor der Eröffnung des Spargelhäuschens auf dem Schillerplatz am Donnerstag werde sie arbeiten, erzählte sie.
An der Zeremonie und dem anschließenden geselligen Teil des Abends mit kulinarischen Spargelköstlichkeiten aus dem „Deutschen Haus“ nahmen Gäste aus der Lokalpolitik, Wirtschaft und weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens teil. Margit Karb, Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins, begrüßte in ihrer Rede Bürgermeister a. D. Erich Maier, den Lampertheimer Ehrenbürger Heinrich Karb und die Spargelköniginnen der vergangenen Jahre. Landrat Matthias Wilkes, der Spargelkönigin Sabrina I. bei vielen Veranstaltungen getroffen hat, dankte ihr für das ehrenamtliche Engagement und freute sich, dass mit Melanie Krämer wiederum eine Mutter Spargelkönigin ist. Mit einem Referenzschreiben an Ministerin Hinz habe er die Kandidatur von Sabrina zur Hessischen Spargelkönigin unterstützt. Für die Landfrauen wünschte Anja Reitz der neuen Spargelkönigin in ihrer Amtszeit viel Spaß: „Genieße das Jahr in vollen Zügen“. Den musikalischen roten Teppich rollte Matthias Karb stilvoll am Keyboard aus. Blühender Frühlingszauber sorgte für süße Blütendüfte. „Danke für Ihr großes Engagement“, sagte Bürgermeister Störmer der scheidenden Spargelkönigin Sabrina I., „Sie haben unsere Stadt würdig vertreten“. Auf eine bisher einmalige Besonderheit wies Störmer hin: Sabrina I. ist die erste Lampertheimer Spargelkönigin mit zwei Saisoneröffnungen während ihrer Amtszeit. Denn der warme März sorgte für frühzeitiges Spargelwachstum, so dass die zarten weißen Stangen schon zwei Wochen früher gestochen werden wollten. Auch wurde Sabrina Sieveritz am 26. März in der Nähe von Darmstadt noch während ihrer Amtszeit als Lampertheimer Spargelkönigin von der hessischen Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz zur „Hessischen Spargelkönigin 2014“ gekrönt. So wurde innerhalb weniger Jahre zum zweiten Mal eine Lampertheimer Spargelkönigin zur „Hessischen Spargelkönigin“ gekürt. In ihrer letzten Rede als Lampertheimer Spargelkönigin gab Sabrina I. Einblicke in das vergangene Jahr, die zeigten, dass das Ehrenamt viel Zeit erfordert, aber auch viel Spaß mit sich bringt. Schnell reichte Bürgermeister Störmer ihr ein Taschentüchlein aus dem Päckchen, das sie zum Rednerpult mitgebracht hatte. Über 80 Termine hatte sie wahrgenommen, darunter Ereignisse von regionaler und lokaler Bedeutung wie das Spargelfest, die Spargelwanderung und der offizielle Rundgang auf dem Mannheimer Maimarkt. Sie nahm an der Eröffnung des Internationalen Deutschen Turnfestes am Wasserturm in Mannheim teil und besuchte den Hessentag in Kassel. Zwei besonders lustige Erlebnisse schilderte sie, einmal war ein halber Liter Wein im Spiel, ein anderes Mal hatten 22 Bürgermeister mit ihren Königinnen einen Tanz vorzuführen. Mit rund 300 Hoheiten aus ganz Deutschland war sie beim eindrucksvollen Königinnentag in Hamburg. Sabrina Sieveritz dankte allen, die sie unterstützt hatten: Dirk Eichenauer vom Fachbereich Kultur und Gudrun Ganter vom Stadtmarketing, die sie immer anrufen konnte sowie Bürgermeister Erich Maier und seinem Nachfolger Gottfried Störmer, dem Spargelrat, ihrer Familie und vielen anderen. Töchterchen Anna Lena habe ihr mit ihrem Lächeln immer neue Kraft gegeben, erzählt sie sehr bewegt, und die Mutter, Friseurin von Beruf, habe öfter schon um fünf Uhr morgens die königliche Frisur gesteckt. Hannelore Nowacki