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  • Di., 17. Mai 2022, 09:07 Uhr
    JUBILÄUM: 10 Jahre Diakonie Stiftung Lampertheim gefeiert

    Der Stifterbaum wächst stetig - 10 neue Zustifter 

    Neue Zustifter und der Vorstand feierten das 10-jährige Jubiläum der Diakonie Stiftung Lampertheim. Der Vorstand: Vorsitzende Martina Seelinger, Sibylle Fath, Andreas Förster, Werner Hahl, Uta Herwig und Pfarrerin Sabine Sauerwein. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Mit einem Gottesdienst hat die Diakonie Stiftung Lampertheim ihr 10-jähriges Jubiläum am Sonntag in der Domkirche gefeiert. Die Morgensonne strahlte und auch das erste gemeinsam gesungene Lied am Sonntag Kantate „Die güldene Sonne“ hatte die Sonne im Sinn, sie „bringt Leben und Wonne, die Finsternis weicht“. Pfarrerin Sabine Sauerwein begrüßte die Gemeinde, die zahlreich die Kirchenbänke füllte, ohne jedoch gar zu eng beieinanderzusitzen. Alle Vorschriften waren aufgehoben, singen ohne Maske wieder möglich. Freunde der Diakonie Stiftung, Stifter und Zustifter waren gekommen. „Komm, baue ein Haus, das uns beschützt, pflanze einen Baum, der Schatten wirft, beschreibe den Himmel, der uns blüht“, mit diesen Worten führte Pfarrerin Sauerwein hin zum Stifterbaum, der in diesen 10 Jahren des Bestehens der Diakonie Stiftung Lampertheim schön gewachsen sei. In der Predigt ging Pfarrerin Sauerwein einer ganz besonderen Kleiderfrage nach, die mit Geisteshaltung und Verhalten zu tun hat und nicht so viel mit der Auswahl im Kleiderschrank, wenngleich es nicht egal ist, welches Gewand getragen wird, wie sie am Beispiel der frühchristlichen Erwachsenentaufe deutlich machte. „Was steht dir gut zu Gesicht, Christenmensch?“ war die Frage. Die Antwort: Ein weißes Gewand, der Farbe Christi, das sich mit Demut, Sanftmut und Geduld verbinden lässt, zusammengehalten vom Band der Nächstenliebe. Tätige Nächstenliebe ist auch die diakonische Idee, der sich die Diakonie Stiftung verschrieben hat. Pfarrerin Sauerwein nannte Beispiele wie die Unterstützung der Tafel und die Fluthilfe für die Sozialstation in Ahrweiler. Und auch in der Vorgeschichte der Stiftungsgründung unter dem Dach der Kirche war es um den Wunsch zu helfen gegangen, als Herta Albrecht ihre Immobilie der Diakoniestation aus Dankbarkeit vererbte. Deren Erlös wurde der Grundstock für die Stiftung mit dem Ziel der langfristigen Wirkung. Auch in der Schriftlesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser 3. Kapitel 12-17, die Patrick Bienhaus vom Kirchenvorstand vortrug, geht es um inniges Erbarmen, Rechtschaffenheit, Demut, Sanftmut, Langmut, das Band der Liebe und den Frieden im Herzen. Für die Fürbitten trat der Stiftungsvorstand vor den Altar. Ergreifendes Orgelspiel begleitete die Lieder und umrahmte den Gottesdienst mit Orgelvorspiel und Orgelnachspiel. Beim Umtrunk an der Domwiese nach dem Gottesdienst verkündete Martina Seelinger, Vorsitzende der Diakoniestiftung, eine gute Nachricht: Das Ziel, im Jubiläumsjahr 10 neue Zustifter zu gewinnen, konnte zu guter Letzt erreicht werden. 65 Zustifterinnen und Zustifter hat die Stiftung bis heute, die dazu beigetragen haben, das Stammkapital von ursprünglich 200.000 Euro auf etwa 700.000 Euro zu steigern, die bei der Evangelischen Kirchenbank mit zurzeit 3 Prozent Zinsen gut angelegt seien. Mit dem zuletzt erreichten Zinsertrag von etwa 20.000 Euro konnte die Diakonie Stiftung die Tafel, gemeinnützige Einrichtungen wie die Lebenshilfe einschließlich eines Zirkusprojekts und die Caritas-Sozialstation im Ahrtal nach der Flut unterstützen. Auf stetige Hilfe kann sich die Diakoniestation verlassen. Für Hilfsmittel, T-Shirts, Fahrzeuge, Fortbildung von Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern gibt es Unterstützung. Die neuen Zustifterinnen und Zustifter erhielten von Martina Seelinger eine Urkunde, die Auskunft über den gestifteten Betrag gibt, mindestens 500 Euro. Beträge darunter werden als Spenden verbucht, wie Martina Seelinger erklärt. Bürgermeister Gottfried Störmer überbrachte seine herzlichen Glückwünsche, verbunden mit einem Spendenumschlag und Worten der Anerkennung für „ein breites Spektrum an Hilfen für Menschen, die eine Hand brauchen“. Martina Seelinger erinnerte an den Aufbau der Tagesbetreuung „Meine Zeit“ und deren fortlaufende Unterstützung auch in Zeiten der Pandemie, die den Bestand der Einrichtung finanziell gefährdet hatte. Mit den neuen Namensschildern  wird der künstlerisch gestaltete Stifterbaum an der Ecke Hospitalstraße/Martin-Kärcher-Straße weiter wachsen. Jedes Jahr findet hier das Jahrestreffen unter freiem Himmel statt. Hannelore Nowacki

     

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