SOZIAL: Diakonie-Stiftung Lampertheim leistet Hilfe mit Zinserträgen
Der Stifterbaum wächst und trägt Früchte
Neue Zustifter und der Vorstand der Diakonie Stiftung Lampertheim vor dem Stifterbaum in der Hospitalstraße. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Stifterbaum wächst jedes Jahr, dabei setzt der Stamm keine Jahresringe an, es sind die Namen der Zustifter, die ihn höher werden lassen. Sechs neue Zustifter konnten am Donnerstag bei einer kleinen Feier unter freiem Himmel am Stifterbaum zur Urkundenübergabe begrüßt werden.Die Diakonie-Stiftung hat zehn Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 2012 eine Gemeinschaft von 72 Stiftern und Firmen vereint, die gemeinsam zum beachtlichen Stammkapital beigetragen haben. Mit den jährlichen Zinserträgen hat die Diakonie-Stiftung in der Vergangenheit neben der Diakonie-Station in der Hospitalstraße 1 und der Tagesbetreuung „Meine Zeit“ in der Kaiserstraße 38 auch andere karitative Einrichtungen wie die Tafel mit Zuwendungen bedacht, auch für das Ahrtal wurde gespendet, doch die Coronakrise hat auch hier ihre Spuren in Form von Defiziten hinterlassen, daher konzentrierte sich die Diakonie-Stiftung im letzten Jahr auf die Unterstützung der Diakonie-Station. Wie Martina Seelinger berichtete, handelte es sich um Hilfsmittel, Anschaffung von Ausrüstung und Fortbildungen für Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer. Auch in das Herzensprojekt der Diakonie-Stiftung, die Tagesbetreuung „Meine Zeit“, wurde investiert, Bälle für die Sitzgymnastik und Bastelmaterial angeschafft. Ein Ruhesessel sei als nächstes im Blick und für die Diakonie-Station werde an ein E-Bike gedacht. Nach der Coronazeit kommen nun wieder mehr Menschen in die Einrichtung. Zurzeit stehen für Zuwendungen über 20.000 Euro jährlich aus Zinserträgen zur Verfügung. Auch Zeit zu schenken wie es die ehrenamtlichen Mitarbeiter in „Meine Zeit“ tun sei wertvoll, betonte Martina Seelinger. Bei der Andacht zu Beginn des Treffens erinnerte Pfarrerin Sabine Sauerwein an die Stifterin Herta Albrecht, die mit ihrem Erbe diese Stiftung ermöglicht hatte. Zwei Lieder hatte sie sich von Matthias Karb sinnbildlich passend zum Anlass gewünscht, der sie auf dem Keyboard spielte: „Alt wie ein Baum“, ein Lied der Puhdys, und den international bekannten Hit „Lemon Tree“. Ein kurzer Sturm schüttelte die Baumkronen kräftig durch und fegte durch die Hospitalstraße, dann konnte die Feier bei hochsommerlicher Wärme ruhig weitergehen. Werner Hahl berichtete zur aktuellen Situation und den Finanzen. Das Stiftungskapital betrage 680.000 Euro. DasSparschwein, das beim Tag der offenen Tür bei „Meine Zeit“ durch Spenden für den Kuchengenuss gefüllt wurde, habe 185 Euro erbracht. Die neuen Zustifter sind Dr. Bärbel Kilian, Else Keller und Helmut Glinka, Elke Günderoth, die Firma Reifen Service Mast, Dr. Tim Eichenauer und Herbert Eichenauer. Aus beruflichen Gründen konnten nicht alle Stifter teilnehmen, Helmut Glinka ist verstorben. Im Stiftungsvorstand sind die Vorsitzende Martina Seelinger, Sibylle Fath, Andreas Förster, Werner Hahl, Pfarrerin Sabine Sauerwein und Uta Herwig. Hannelore Nowacki