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  • Di., 13. Mai 2014, 09:38 Uhr
    Weinprobe des Fördervereins zur Renovierung der Domkirche führte nach Österreich

    „Der Wein erfreut des Menschen Herz“

    Da hört man gerne zu – Dekan Karl Hans Geil präsentiert die einzelnen Weine mit vielen inspirierenden Anmerkungen und Wissenswertem zum Anbaugebiet und zur Geschichte. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Stimmungsvoll erleuchtet war der Raum, erfüllt von angeregten Gesprächen, die heiteren Tischrunden in Erwartung immer neuer Genussfreuden. Das Bühnenbild zu Beginn: Vor dem blauen Vorhang ein Stuhl, ein zierlicher Beistelltisch mit zwei entzündeten Kerzen und ein Weinglas. Wer schon öfter eine Weinprobe des Fördervereins zur Renovierung der Domkirche miterlebt hat, weiß – einige schöne Stunden sind zu erwarten. Die Unterhaltungen werden stetig  beschwingter, während die Köstlichkeiten aus Kellerei und Küche für das leibliche Wohl sorgen. Das freundliche Bewirtungsteam des Fördervereins schenkt die Weine aus und Dekan Karl Hans Geil präsentiert die Weine auf wunderbare Weise mit Freude und Fachkunde erzählend, dass allein das Zuhören die Vorfreude steigert. So war es wieder am Freitagabend in der ehemaligen Notkirche, als über 150 Gäste der Einladung des Fördervereins zur Renovierung der Domkirche gefolgt waren und für einen Kostenbeitrag von 25 Euro pro Person in den Genuss sorgsam ausgesuchter, fein ausgebauter Weiß- und Rotweine aus den Weinanbaugebieten Burgenland, Südsteiermark und der Wachau kamen. Vereinsvorsitzender Herbert Eichenauer begrüßte die Gäste und dankte den Gönnern und Sponsoren des Fördervereins für ihre Unterstützung. Der Erlös aus den Einnahmen komme der Zahlung für die Orgel zugute. Über zwanzig Helfer und Helferinnen des Fördervereins kümmerten sich um das Wohl ihrer Gäste. Als Motto hatten die Weinspezialisten „trun’t in der Wachau“ gewählt. Angereichert und abgerundet war die Weinprobe mit österreichischen Spezialitäten vom Büffet wie Schnitzel Wiener Art mit einem pikanten Kartoffelsalat und zartem Rindersaftgulasch mit Semmelknödeln, dazu ein fein abgeschmeckter Krautsalat. Warmer Apfelstrudel mit Vanilleeis läutete den kulinarischen Schlussakkord ein. Als Auftakt für die folgende Probe der Rotweine schenkte das freundliche Bewirtungsteam eine Selection  Blauer Zweigelt aus dem Jahr 2012 vom Weingut Lenz Moser aus dem Burgenland aus. Am Schluss kam ein Blaufränkischer Hochäcker aus dem Burgenland in die Gläser, der vierte Rotwein, nachdem in der ersten Runde vier Weißweine probiert wurden. Dekan Geil empfahl als Einstellung zum Wein den Rat eines Dr. Paulus, der als Experte meinte: „Der Wein erfreut des Menschen Herz“, auch sei „nicht die Weinwissenschaft die Hauptsache, sondern der Wein“. Eine ebenfalls fundierte Meinung vertrat der Dichter Wilhelm Busch - das Zitat war auf der Weinkarte zu lesen: „Ein Trinkgefäß, sobald es leer, machte keine rechte Freude mehr“. Und was sagte Martin Luther? Dekan Geil klärte auf: Der Reformator schätzte den Wein als „gesegnet in der heiligen Schrift“, dagegen sei das Bier menschliche Tradition. Der Dekan erinnerte auch an den Glykol-Skandal, der Mitte der 1980er Jahre die Welt der Weingenießer erschütterte, jedoch zum Wendepunkt wurde. Die österreichischen Kellereimeister verlegten sich nun darauf, das Lesegut qualitativ auszubauen, mit dem neuen Ziel Qualität nach Weltstandard anzubieten. Hannelore Nowacki

    Gute Stimmung ist bei der erlesenen Weinprobe garantiert. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

     

     

     

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