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  • Mo., 18. Februar 2019, 16:15 Uhr
    Über 300 Lampertheimer Kinder entdecken bei Mitmachausstellung die spannende Welt am und im Wasser

    Der „Wunderwelt am Teich“ auf der Spur

    Mehr als 300 Lampertheimer Kinder entdecken bei der Mitmachausstellung „Wunderwelt am Teich” die Natur vor der eigenen Haustür wie etwa am Biedensand. Neben vielen Informationen kommt auch der Spaß wie hier in Form des Basteln von Lebensräumen für Teichrohrsänger nicht zu kurz. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es ist eine besondere Ausstellung, die noch bis zum Freitag im Info-Punkt in der Biedensandstraße 58 in Lampertheim gezeigt wird und die mehr als 300 Lampertheimer Kindergartenkinder und Schüler besuchen werden: Denn bei „Wunderwelt am Teich” steht nicht nur die faszinierende Natur vor unserer Haustür im Mittelpunkt, sondern es ist ausdrücklich das Mitmachen erlaubt und erwünscht – hier können Kinder erleben, wer im und am Teich zu Hause ist. An sechs verschiedenen Stationen können die Kinder aktiv werden, basteln, beobachten, experimentieren. Gerade in Lampertheim gibt es – nicht nur – dank des Biedensandes eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren, die am, im und mit dem Wasser leben. Diese Naturlandschaft näher zu bringen ist eine der wichtigen Aufgaben der Ausstellung.
    Passend zu den einzelnen Stationen gibt es Fragebögen, die zum Entdecken der Wunderwelt am Teich herausfordern und an jeder Station können die Kinder selbst aktiv werden. Die Mitmach-Ausstellung wird durch die Diplom-Biologinnen Martina Biennek und Nicole Stockhusen begleitet. Nach einer Einführung ins Thema werden die Stationen erklärt und die Kinder können mit der Erkundung beginnen. Zur Ergänzung erhalten angemeldete Teilnehmer vorab kostenloses Material zum Thema Amphibien.
    An einer Station können die Kinder die Stimmen von Fröschen und ihren Verwandten kennenlernen und zudem einen lustigen Quarkfrosch basteln. Dabei lernen die Kinder, dass viele Tiere auf die Kleingewässer als Laich- und Brutgebiet angewiesen sind, nicht nur die Frösche sondern auch Libellen oder Schilfrohrsänger. Das Projekt „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken”, welches die Ausstellung anbietet, schützt einheimische Arten, indem neue Tümpel angelegt und alte wieder renaturiert werden.
    Eine weitere Station beschäftigt sich mit den Seerosen: Hier können aus einem Bastelbogen Seerosen ausgeschnitten und in einer Schüssel schwimmen gelassen werden – unter dem Aspekt der Frage: „Was passiert?”. Zudem können an einer anderen Station weitere Wasserpflanzen kennen gelernt werden, beispielsweise in einem Memory-Spiel, in dessen Verlauf die Kinder lernen, welche Pflanzen am Wasser wachsen.
    Tierisch geht es an der Station „Wasserläufer” zu: Denn auf und unter der Wasseroberfläche leben viele Tier- und Pflanzenarten, so wie der Wasserläufer. Er läuft auf dem dünnen Oberflächenfilm des Wassers. Anhand von Bildern lernen die Kinder dieses faszinierende Tier besser kennen und können dabei selbst versuchen, eine Büroklammer auf dem Wasser schwimmen zu lassen. Gleichzeitig gehen sie der Frage nach, was passiert, wenn das Wasser mit Seife vermischt wird. Denn für den Wasserläufer ist wie für die anderen Tiere auch ein sauberes Gewässer wichtig. Der NABU setzt sich daher für die Reinhaltung der Gewässer sowie die Stärkung der Selbstreinigungsmöglichkeiten der Gewässer ein. Und auch Wasserflöhe spielen in der Ausstellung eine Rolle, unter einem Binokular können diese beobachtet werden.
    Eine weitere Bastelstation beschäftigt sich mit dem Lebensraum von Teichrohrsängern, Höckerschwänen und Libellen. Diesen soll ein Lebensraum gebastelt werden, zudem kann gemessen werden, wie lange ein Schilfhalm ist.
    Stadtrat Gottlieb Ohl war „froh, dass wir als Stadt Lampertheim diese Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können. Es ist fantastisch, was hier gemacht wird, die Kinder können sich spielerisch mit der Umwelt und der Natur vor Ort beschäftigen. Es ist wichtig, hier so früh wie möglich anzusetzen und die Kinder sowohl in der Kita als auch in der Schule zu diesem wichtigen Thema zu informieren. Wir können in 1.000 Büchern lesen, dass beispielsweise Wasserläufer über das Wasser laufen können, aber hier sehen und erleben die Kinder es und die Informationen bleiben haften.”
    Bereits zum zweiten Mal arbeite die Stadt Lampertheim mit der „Lebensader Oberrhein” zusammen, wie Carmen Daramus, beim Stadtmarketing für Tourismus- und Freizeitmanagement zuständig, erläuterte. „Dieses Mal haben wir eine Mitmachausstellung, bei der die Kinder Themen entdecken, die sie vor Ort auf dem Biedensand entdecken können. Jeden Tag werden drei Gruppen die Ausstellung besuchen, Hierzu haben wir ehrenamtliche Unterstützung durch Ute Striebinger aus Lampertheim und Margarethe Becker aus Rheinland-Pfalz erhalten.” Letztere hofft, dass viele Kinder sich ihre Eltern oder Großeltern „schnappen und sich das wunderschöne Naturschutzgebiet vor der Haustür anschauen.” Benjamin Kloos

     

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