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  • Do., 03. November 2016, 09:33 Uhr
    Gesundheitsamt Kreis Bergstraße setzt auf Prävention in Sachen Zucker

    Der „Zuckertisch“ macht die Süße sichtbar

    Der informative „Zuckertisch“ bewies beim Hoffest seine große Anziehungskraft und verblüffte die Betrachter mit den Zuckermengen, die vielfach gut „versteckt“ sind. Gesundheitsdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz wies mit Spargelkönigin Stefanie II. auf gesundheitsbewusste Ernährung hin. Foto: Hannelore Nowacki

    Der informative „Zuckertisch“ bewies beim Hoffest seine große Anziehungskraft und verblüffte die Betrachter mit den Zuckermengen, die vielfach gut „versteckt“ sind. Gesundheitsdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz wies mit Spargelkönigin Stefanie II. auf gesundheitsbewusste Ernährung hin. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Zum schaurigen Erschrecken taugt Halloween, aber auch der „Zuckertisch“ hat starke emotionale Wirkung. Wer kann schon cool bleiben, beim Anblick von Zuckerwürfelbergen, die sich in Kinderhörnchen, Cola-Getränken, Cornflakes oder vielen Müslis verstecken. In Vollmilchschokolade steckt so viel Zucker, wie es kaum jemand vermutet. Ein  süßes Leben mit Zucker im Übermaß genossen, kann schwere gesundheitliche Folgen haben – angefangen von Karies bis zum gefährlichen Übergewicht. Das Gesundheitsamt Kreis Bergstraße setzt daher auf Prävention und den eindrucksvollen „Zuckertisch“. Schon seit zehn Jahren habe sich die Zusammenarbeit mit Landwirt Helmut Steinmetz bewährt, machte die Gesundheitsdezernentin des Kreises Bergstraße, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, bei ihrem Besuch des Hoffestes am Dienstag deutlich: „Ich bin sehr dankbar, dass wir hier unsere Arbeit präsentieren können“. Es komme darauf an, sehr früh und nahe an den Menschen zu informieren, daher werde der „Zuckertisch“ häufig in Schulen und Kindergärten gezeigt. Die beachtliche Zahl von 12.000 Menschen jährlich erreiche das Gesundheitsamt mit seiner Information. Beim Hoffest von Familie Steinmetz stand der „Zuckertisch“ im Blickpunkt – wer dem Bauernladen einen Besuch abstattete, wurde allein durch die Präsentation zur Erkundung angeregt, denn niemand steht dabei, um etwas zu erklären – der „Zuckertisch“ ist unbegleitet und im besten Sinne selbsterklärend. Ein Vorteil hier beim Hoffest, auf den Zahnärztin Reinhild Zolg hinwies: Familien, Kinder und ihre Eltern, alle Menschen werden erreicht. Beim Gesundheitsamt ist sie für den Zahnärztlichen Dienst zuständig und weiß von Schuleingangsuntersuchungen, wie viele Kinder schon übergewichtig sind. Zucker solle nicht verteufelt werden, aber ein vernünftiger Umgang in Maßen sei wichtig. „Wissen, wo Zucker drin ist, auf den versteckten Zucker achten“ ist die Botschaft. Da in den Zutatenlisten auf den Verpackungen häufig andere Begriffe auftauchen, die auf den ersten Blick gar nicht nach Zucker aussehen wie Glukosesirup oder Dextrose, ist der Zuckergehalt gar nicht so einfach zu erkennen – es sei denn, man achte auf den Kohlehydratgehalt. Gemüse und Obst zu essen ist dagegen eine gesunde Empfehlung. Besonders die regionale Erzeugung von Nahrungsmitteln von hoher Qualität und deren Wertschätzung durch die Verbraucher ist ein weiteres Anliegen. Von der guten Resonanz auf den „Zuckertisch“ waren Helmut und Sandra Steinmetz keineswegs überrascht. Auch Spargelkönigin Stefanie II. wirbt um die Verbrauchergunst für heimisches und regional angebautes Gemüse. Hannelore Nowacki

    Versteckte Zuckerberge in Lebens- und Genussmitteln sowie in Getränken werden auf dem „Zuckertisch“ sichtbar gemacht. Foto: Hannelore Nowacki


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