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  • Do., 23. Mai 2019, 09:43 Uhr
    Regine Nieter und Martina Seelinger überreichen 1.401 Unterschriften an Bürgermeister Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Stass

    Deutlich sichtbares Zeichen für Kulturraum am Campus Biedensand

    Freuen sich über die zahlreichen Unterschriften für einen Kulturraum am Campus Biedensand: Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, die beiden Initiatorinnen der Unerschtenaktion Martina Seelinger und Regine Nieter sowie Bürgermeister Gottfried Störmer (v.l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es ist eine möglicherweise einmalige Chance für die Kultur, für die Vereine, für die Menschen und für die Stadt Lampertheim, die sich im Zuge der Entwicklung des Campus Biedensand bietet: Die Gelegenheit, hier einen Kulturraum oder ein Bürgerhaus zu installieren, welches gleichzeitig durch die Schulen aber auch die Bürger und Vereine genutzt werden kann. Aus diesem Grund hatten Regine Nieter und Martina Seelinger eine Unterschriftenaktion gestartet, um sowohl bei den Bürgern als auch bei der Stadtverwaltung für dieses Projekt zu werben. Sechs Wochen wurden Unterschriften gesammelt, das Ergebnis ist erstaunlich – besonders da dieses Thema der Diskussion bedarf: Insgesamt 1.401 Unterschriften konnten am Mittwoch an Bürgermeister Gottfried Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass übergeben werden. 

    „Wir appellieren mit der heutigen Übergabe der Unterschriften an die Entscheidungsgremien der Stadt Lampertheim, sich rechtzeitig für den Bau eines Kulturraums am Standort Campus Biedensand zu entscheiden. Für uns und viele Personen in unserem Umfeld ist dies eine einmalige Chance, die wir für Lampertheim sehen. Wir wollten, dass das Thema Bürgerhaus und Kulturstätte am Campus Biedensand rechtzeitig diskutiert und in den entsprechenden Gremien behandelt wird. Mit der Unterschriftenliste wollen wir eine Entscheidungshilfe geben. Unser Ziel war eine vierstellige Zahl, diese haben wir erreicht: Insgesamt können wir heute 1.401 Stimmen überreichen”, strahlten Regine Nieter und Martina Seelinger. „Wir sind sehr froh über diese Zahl, denn wir sehen in dem Projekt viele Vorteile. Die Lage ist attraktiv, mit vielen positiven Effekten was die Naherholung und den Nahtourismus betrifft, es würde die Stadtentwicklung unterstützten und eine Öffnung hin zum Biedensand ermöglichen. Gleichzeitig können sich so die Schulen in Richtung Stadt und Bürger öffnen. Weitere Pluspunkte sind, dass es wenig Lärmbelästigung für die Anwohner gibt und durch den Bau des Campus eine Infrastruktur mit ausreichend Parkraum gewährleistet wird.” Beide Initiatorinnen der Unterschriftenaktion sehen den Campus als hessisches Vorzeigeobjekt, bei dem die Stadt dabei sein sollte. „Es gilt, Ressourcen zu bündeln und einen Raum für Vereine, Bürger und Schulen zu schaffen. Wir haben viel Zustimmung erhalten, aber es gab auch Zweifel und Ablehnung, besonders bezüglich fehlender Details, der möglichen Kosten und dem Straßenverkehr sowie dem Standort im Allgemeinen. Aber es geht jetzt zunächst nicht darum, wie es aussehen soll, sondern zunächst um sich für den Standort zu entscheiden, die Ausgestaltung erfolgt in einem zweiten Schritt. Danke an alle, die unsere Unterschriftenaktion durch Auslegung der Listen und ihre Unterschrift unterstützt haben.”

    „Wir freuen uns, die Interessenbekundung der Bevölkerung für eine Kulturstätte entgegennehmen zu können”, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer. „Ich persönlich fände es gut, wenn eine Kulturstätte in Verbindung mit dem Campus Biedensand entstehen könnte, auch um Synergien mit den Schulen, der Musikschule und Vereinen zu nutzen. Die Entscheidung über eine Ansiedlung einer Kulturstätte oder eines Bürgerhauses ist politisch und wird durch die Stadtverordnetenversammlung entschieden. Aber die Unterschriftenliste ist ein nicht zu übersehendes Element, dass ist Ihnen zu verdanken. Ich freue mich, dass wir das Ergebnis Ihres Einsatzes überreicht bekommen.” 

    Auch Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass zeigte sich angesichts des bürgerschaftlichen Engagements begeistert: „Es ist immer toll, wenn Bürger sich für eine Sache einsetzen und es zeigt die Bedeutung des Themas sowie das Interesse an der Entwicklung der Stadt Lampertheim besteht. Der Wunsch nach einem Bürgerhaus ist verständlich, und es wäre schön wenn wir so etwas hätten. Auch der Standort am Campus ist ideal. Der Landrat möchte eine Entscheidung seitens der Stadt haben, wir werden uns mit diesem Thema daher auseinandersetzen. Hierzu werde ich die Unterschriftenaktion in der nächsten Stadtverordnetenversammlung lobend erwähnen.” Benjamin Kloos

     

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