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  • Do., 15. April 2021, 16:12 Uhr
    KREISSPITZE: Impfung schreitet weiter voran / Informationen zum Infektionsverlauf

    Deutlicher Appell zu fairem Umgangston mit Impfteam

    Das Team des Impfzentrums leistet nach Ansicht von Landrat Christian Engelhardt tolle Arbeit – um so unverständlicher findet er den rauen Ton, der immer öfter an den Tag gelegt wird. Archivfoto: oh


    KREIS BERGSTRASSE – Am Donnerstag informierten Landrat Christian Engelhardt, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug im Rahmen einer Videopressekonferenz über die relevanten Neuigkeiten in Bezug auf die Corona-Pandemie in der Region.

    Landrat Engelhardt hatte gleich zu Beginn eine positive Meldung: In den vergangenen Tagen wurde an fast jeden Tag deutlich mehr als 1.000 Impfdosen verimpft, mit dem Rekord von nahezu 1.400 Impfdosen am Mittwoch. „Dies ist der entscheidende Weg aus Pandemie, das Impfen geht immer schneller voran”, so der Landrat. Mit deutlichem Unverständnis und klaren Worten reagierte er hingegen auf den Umgang einiger Menschen mit dem Personal des Impfzentrums – hier kommt es immer wieder zu verbalen Ausfällen: „Das Impfzentrum hat viele tolle und engagierte Mitarbeiter, viele Menschen, die hier neben ihrem Beruf tätig sind. Leider wird der Ton bei vielen Kunden gegenüber dem Personal zunehmend rauer. Es kommen Leute, die keinen Termin oder einen Termin mit einem anderem Impfstoff haben und dort unmöglich auftreten. Das ist eine Zumutung gegenüber den Menschen, die sich dort engagieren. Das gesamte Team zeigt sehr viel Einsatz. Jeder, der sich im Ton vergreift, sollte sich lieber überlegen, was er stattdessen selbst zur Bekämpfung der Pandemie beitragen kann. Ich appelliere für einen zivilisierten Umganz mit denen, die sich für sie ins Zeug legen, dies wäre mehr als wünschenswert.”

    Mit Blick auf die leider wieder steigenden Infektionszahlen ergänzte Landrat Engelhardt, dass der Kreis schon immer frühzeitig Maßnahmen ergriffen habe, die über die vorgegeben Maßnahmen hinausgehen. Eine der Maßnahmen die sich bewährt habe, ist das Betretungsverbot von Kindertagesstätten und Schulen von Personen, die unter Quarantäne stehen. „Die Hessische Landesregierung hat in ihrer neuen Verordnung genau dieses in einer ähnlichen Form, aber angeregt durch die Maßnahme im Kreis Bergstraße, aufgenommen”, so Landrat Engelhardt. Als nächster Schritt seitens des Kreises wolle man darauf hinwirken, dass das Zusammentreffen von Personen in der gestatten Anzahl eingehalten wird. „Ich habe die  Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aufgefordert, dass nochmal in einem anderen Maß als bisher durchzusetzen und zu kontrollieren.

    Gerade im Frühling gibt es wieder größere Gruppen im öffentlichen Raum. Bitte halten Sie sich daran: Es dürfen sich maximal zwei Hausstände mit maximal fünf Personen treffen. Auch im privaten Umfeld ist dies wichtig, auch mit mit Blick auf die anstehenden Feiertage wie den 1. Mai.”

    Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz erläuterte, dass die Inzidenz am Donnerstag bei 148,27 liegt – „sie ist damit im Vergleich zur Vorwoche und zu vor Ostern klar gestiegen.” Hauptiunfektionsketten seien derzeit in Betrieben und im familiären Kontext zu finden. „Es gibt mehrere Betriebe mit nennenswerten Infektionszahlen, dies steht in Verbindung mit der britischen Mutation. Daher ist es sehr wichtig, diese Infektionsketten so früh wie möglich zu erkennen”, so die Gesundheitsdezernentin. „Im familiären Bereich spielt Ostern sicher eine größere Rolle. Bitte machen Sie such auch im familiären Umfeld Gedanken, mit wie viel Personen man sich wirklich trifft und welche Sicherheitsmaßnahmen man treffen kann – ein Test ist hier sicherlich ein zusätzlicher Schutz.”

    Der Infektionsverlauf gestaltet sich nach Erfahrungen des Quarantäneteams des Kreises bei den meisten Erwachsenen so, dass diese in der ersten Woche keine Symptome haben, bei meisten aber in der zweiten Woche Symptome auftreten. Bei Kindern gestaltet es sich dies etwas anders: Symptome treten eher zu Beginn auf, oftmals mit einem Tag Fieber: Hier richtet Diana Stolz den Hinweis an die Eltern, es bitte überprüfen zu lassen wenn eine kurze Fieberzeit auftritt. An diese schließt sich häufig ein Schnupfen an. Generell sei die Symptomatik bei Kindern geringer als bei Erwachsenen.

    Die Einrichtungen spielen derzeit aufgrund der Osterferien kaum eine Rolle mehr, aktuell ist keine Schule und eine Kita mit einer Person betroffen, zudem eine Pflegeeinrichtung mit zwei betroffenen Personen. Die Mutationen nehmen hingegen weiter zu: „Inzwischen sind wir bei knapp 80 Prozent Mutationsanteil in der Kalenderwoche 12”, so Diana Stolz weiter.

    Kreisdezernent Karsten Krug erläuterte, dass es derzeit sieben aktuelle Fälle in Gemeinschaftsunterkünften gibt, Zahl sei leicht gesunken. Dahingegen gibt es weiterhin einen moderaten Anstieg bei den Verfahren in der Bußgeldstelle. Benjamin Kloos

     
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