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  • Do., 04. März 2021, 09:14 Uhr
    LANDRAT ENGELHARDT: „Partnerschaft mit DRK funktioniert gut”

    Deutsches Rotes Kreuz baut neue Rettungswache für 1,6 Millionen Euro

    Landrat Christian Engelhardt und Bürgermeisterin Barbara Schader (Mitte), gemeinsam mit Fachbereichsleiter Rettungsdienst Jörg Oberkinkhaus vom Kreis Bergstraße (links), DRK-Kreisverbandsvorsitzender Arno Gutsche und DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Christian Keilmann rammten ihren Spaten beherzt in die schwere Erde. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Das Wetter meinte es am Dienstagabend gut beim ersten Spatenstich für den Neubau der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in der Römerstraße. Nicht loser Sand war zu bewegen, wie häufig bei einem ersten Spatenstich, der Untergrund für die neue DRK-Rettungswache ist schwere Erde. Die Planungen gehen auf das Jahr 2019 zurück, doch nun sei alles sehr schnell gekommen, teilte der DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Christian Keilmann, der auch Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Bergstraße ist, im Gespräch mit der Presse mit. Daher auch die sehr kurzfristige Einladung zu dem Ereignis. Zu diesem Anlass waren auf dem Platz von DRK und Feuerwehrstützpunkt mit Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeisterin Barbara Schader, dem DRK-Kreisverband Bergstraße sowie Vertretern der begleitenden Firmen WSW Baubetreuung und BBG Wohn- und Gewerbebau aus Bensheim alle Akteure zusammengekommen, die in dieser Angelegenheit etwas zu sagen haben. Neben dem 2. DRK-Vereinsvorsitzenden Siegfried Schack und weiteren DRK-Mitarbeitern der Rettungswache war die benachbarte Freiwillige Feuerwehr Bürstadt Mitte mit Stadtbrandinspektor Uwe Schwara, dem stellvertretenden Wehrführer Christian Schembs und dem stellvertretenden Feuerwehrvereinsvorsitzenden Uwe Jakob vertreten. Das neue Gebäude der DRK-Rettungswache entsteht entlang der Römerstraße auf einem etwa 400 Quadratmeter großen Gelände der Stadt Bürstadt, vom DRK für 40 Jahre in Erbpacht übernommen. Durch die zweigeschossige Bauweise werde die bebaute Gesamtfläche 600 Quadratmeter betragen, erläuterte Markus Zimmermann von der WSW Baubetreuungs GmbH. Im Erdgeschoss werden die Fahrzeughalle, das Desinfektionslager, Aufenthaltsräume und ein Seminarraum Platz finden, im Obergeschoss sind die Bereitschaftsräume und Räume für den Notarzt geplant. Anfang nächster Woche sollen die Erdarbeiten beginnen „und wenn alles gut läuft“, werde die neue DRK-Rettungswache Ende des Jahres fertig sein, stellte Zimmermann in Aussicht. Landrat Engelhardt wies in seiner Rede darauf hin, dass die Kapazitäten stetig optimiert werden, weshalb es 2017 zur Umstrukturierung des Rettungswesens mit Verlagerung des Notarztstützpunktes von Lampertheim nach Bürstadt gekommen sei. Auch die Leitstelle sei ausgebaut worden. Dem DRK-Kreisverband dankte er, dass nun eine neue Rettungswache errichtet werde und betonte, dass die Partnerschaft mit dem DRK sehr gut funktioniere, was Gutsche mit der Aussage „die Zusammenarbeit ist hervorragend“ bestätigte. Rettungsdienstträger ist der Kreis Bergstraße, der die Leistung ausgeschrieben hatte, das DRK ist Leistungserbringer in einem Investorenmodell, erklärte Engelhardt, letzten Endes sei es ein Dreieckssystem mit den gesetzlichen Krankenkassen, die neben dem Kreis hauptsächlich für die Finanzierung aufkommen. Das sei auch der Grund für langwierige Verhandlungen. Kostentreiber sind laut Gutsche die drei Rettungsfahrzeuge mit den Personalkosten. Zehn Mitarbeiter seien für 24 Stunden nötig. In Bürstadt werden 5.300 Einsätze jährlich bewältigt, Tendenz steigend, der  Notarztwagen komme auf 2.000 Einsätze, eine Steigerung um 3 bis 4 Prozent jährlich. Während der Corona-Krise habe es zwar weniger Verkehrsunfälle gegeben, dafür mussten weitere Strecken bis nach Mittelhessen gefahren und wegen Corona nach jeder Fahrt aufwändig desinfiziert werden. Eine Echtzeitkontrolle zeige, ob zusätzlich ehrenamtliche Rettungseinsätze nötig sind, erklärte Engelhardt. In Bürstadt sei  ein Rettungstransportwagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Notfallkrankentransportwagen stationiert, der jedoch nur tagsüber ausrücke. Ein viertes Fahrzeug werde als Ersatz in der Halle vorgehalten. Mit der direkten Verkehrsanbindung von DRK-Rettungswache und Feuerwehr an die B 44 sieht die Bürgermeisterin, die auch 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins ist, den bedeutenden Vorteil des Standorts Bürstadt. Das Bauvorhaben sei wieder ein großer Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung. Hannelore Nowacki

     

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