Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Die „Einheitsesche“ steht für Festigkeit und Optimismus
Mo., 05. Oktober 2020, 14:39 Uhr
30 JAHRE DEUTSCHTE EINHEIT: Lampertheimer Bündnis für Demokratie spendet Baum
Die „Einheitsesche“ steht für Festigkeit und Optimismus
Die Einheitsesche hat noch viel vor sich, bis ihr schlanker Stammt einmal dick geworden ist und eine starke Krone tragen kann. Mit dem symbolischen Angießen hat das Lampertheimer Bündnis für Demokratie ein Signal für Demokratie und Optimismus gegeben. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Esche ist im deutschen Wald vertreten, aber dank der Baumspende des Lampertheimer Bündnisses für Demokratie als Signalgeber zur Erinnerung an 30 Jahre deutsche Einheit hat nun ein junges Exemplar am Grünzug beim Spielplatz in Rosenstock III einen prominenten Platz erhalten. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine Esche, das Bündnis für Demokratie nennt den Baum „Einheitsesche“, zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober von Mitgliedern als Sinnbild für eine gute gemeinsame Zukunft Deutschlands gespendet. Die Einheitsesche hat bei guten Bedingungen die Aussicht auf ein langes Baumleben von 300 Jahren und kann als mächtiger sommergrüner Laubbaum eine Höhe von 35 bis 40 Metern erreichen. Sie kann auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wie Lokalpolitiker und Bündnismitglied Marius Schmidt (SPD) am Samstagnachmittag beim symbolischen Angießen im Kreise weiterer Mitglieder anmerkte. Der junge, hoch aufstrebende Baum mit dem schlanken Stamm und der schmalen Krone, lateinisch passend Fraxinus excelsior benannt, war von der Stadtgärtnerei eingepflanzt worden und wurde am Wochenende mit reichlich Regenwasser von oben verwöhnt. Tiefgraue Regenwolken hingen über Lampertheim, als die Gruppe sich an der Einheitsesche zum symbolischen Akt des Angießens versammelt hatte. Doch der gezeigten Zuversicht folgend, hörte der Regen nach den Ansprachen auf. Einen Tag der Demokratie und Freiheit nannte Schmidt den Tag der deutschen Einheit. Die Esche sei mit ihrer Festigkeit ein ganz besonderes Holz und verbreite durch sein Wachstum Optimismus und Fortschritt. Ein Nutzholz, das die Verbindung zweier Staaten ausdrücke, aber wie Willy Brandt einst sagte: „Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört“. Der staatlichen Einheit könne die Einheit in den Köpfen folgen. Bürgermeister Gottfried Störmer freute sich als Schirmherr des Bündnisses für Demokratie ganz besonders über die Einheitsesche, weil sie Entwicklung, Leben und Wachstum bedeute. Der Anregung von Schmidt folgend, könnte der mit Wildpflanzen bewachsene Platz rund um Einheitsesche als Platz der Ruhe optisch noch optimiert werden, räumte der Bürgermeister ein. In den letzten Tagen habe er viel gelesen, erzählte Störmer, und ist der Frage nachgegangen, was die Menschen erfreut. Ein Zitat von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte Störmer, das ihn ermutigt habe. Demokratie lebe von einer breiten Öffentlichkeit, dazu gehöre, dass über getroffene Maßnahmen immer wieder diskutiert werde, aber man sollte sich an Fakten und Tatsachen orientieren. Zum Thema deutsche Einheit meinte Störmer, nicht die Unterschiede sollen betont werden, die jedoch angesprochen werden können, wenn gewünscht, auf die Übereinstimmungen komme es an. Hannelore Nowacki
Die junge „Einheitsesche“ kann zu einem eindrucksvollen Baum heranwachsen – als Sinnbild der deutschen Einheit in Demokratie und Freiheit. Foto: Hannelore Nowacki