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  • Do., 12. März 2015, 11:36 Uhr
    Vortrag der Brandschutzerzieher beim Seniorennachmittag in der Gemeinde St. Peter

    Die Feuerwehr informierte über Rauchmelder

    BÜRSTADT - Zu einem besonderen „ Einsatz“ wurde die Freiwillige Feuerwehr Bürstadt von Eleonore Röchner, Organisatorin des Seniorennachmittags der katholischen Gemeinde St. Peter, gerufen. Den Auftrag, einen Vortrag über Rauchmelder zu halten, nahm das Brandschutzerziehungsteam der Feuerwehr gerne an. Voll ausgerüstet mit Rauchhaus, Rauchmeldern und jeder Menge Informationen rückten. Siegfried Gebhardt und seine Mitstreiterin Christa Dexler an. Nach dem Kirchgang mit anschließendem Kaffee und Kuchen begrüßte Röchner die Feuerwehrangehörigen und dann ging es los. Siegfried Gebhardt, Leiter der Bürstädter Branderzieher, erklärte den Anwesenden, dass der Gesetzgeber in Hessen seit dem 01. Januar Brandmelder in allen Haushalten vorschreibt - in Neubauten besteht diese Pflicht bereits seit dem Jahr 2005 - Rauchwarnmelder müssen in Schlaf-, Kinderzimmern und in Fluren welche als Rettungsweg dienen angebracht sein. Ältere Häuser und Wohnungen mussten bis zum 31. Dezember 2014 nachgerüstet werden. Rauchmelder sind extrem wichtig, denn noch immer sterben Bundesweit rund 600 Menschen jährlich bei Haus- und Wohnungsbränden. Zwei Drittel dieser Brände entstehen nachts, wenn die Bewohner schlafen. Dabei sterben die Opfer nicht durch die Flammen, sondern an den Folgen einer Rauchvergiftung. Und hier setzen die Rauchmelder an: kommt es zu einem Wohnungsbrand, warnen die Geräte rechtzeitig vor den giftigen Rauchgasen, so dass sich die Bewohner schnell in Sicherheit bringen können. Rauchwarnmelder verhindern also keine Brände, sie können jedoch frühzeitig vor Rauchentwicklung in der Wohnung warnen und durch das laute Signal Schlafende wecken. Gerade in den Nachtstunden kommt es häufig zu gefährlichen Brandausbrüchen in Wohnungen, bei denen sich der Rauch innerhalb von Sekunden ausbreiten kann. Durch die Rauch- und Brandgase verlieren Schlafende bereits nach kurzer Zeit das Bewusstsein ohne nochmals aufzuwachen. Christa Dexler las aus zwei aktuellen Zeitungsberichten vor. In einen der geschilderten Fälle kam es zum Tod einer Mutter mit ihren Zwillingen durch eine Rauchgasvergiftung. Im anderen Fall wurden die Schlafenden durch eine Katze geweckt, als der Wäschetrockner im Keller zu schmoren begann, aber nicht jeder hat eine Katze. Anhand des Rauchhauses demonstrierten die Feuerwehrangehörigen, wie sich der Rauch im Haus ausbreitet und warum man immer die Türen schließen soll. Neben Tipps zu Einbau und Wartung der Melder erklärten sie auch, wer bei Mietwohnungen für die Einhaltung des Gesetzes zuständig ist und beantworteten die Fragen der Anwesenden. zg

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