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  • Do., 12. August 2021, 11:43 Uhr
    Ferien: Spaß in der Zehntscheune – „alles bunt“ in der ersten Woche

    Die fröhliche Welt des Bastelns und Knetens

    Eine Gemeinschaftsaufgabe für die ganze Woche – Malerei nach Herzenslust mit blauen Hemden als Arbeitskleidung. Das Motto des Freiwilligentags „wir schaffen was“ passte zur Malbegeisterung. Foto: Hannelore Nowacki


     

    LAMPERTHEIM – Eine Woche eintauchen ins Farbspektrum, das machte den Kindern zwischen sechs und elf Jahren beim „Ferienspaß 2021“ einen Riesenspaß – immer vormittags wurde es seit Montag in der Zehntscheune bunt. Harmonisch abgestimmt auf Rot waren die Kinder am Dienstag mit roten Hemden und Hosen gekommen, so wie sie es am Vortag gemeinsam bestimmt hatten. Aber auch der leckere Snack zum Abschluss des Vormittagsprogramms hielt sich an die gewählte Farbgebung. Susanne Camus vom Fachdienst Jugendförderung und Nele Camus, die gerade ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Lampertheimer Jugendförderung leistet, hatten einen Teller mit schönen roten Himbeeren belegt und schnippelten rote Paprikaschoten. Apfelscheiben mit rotbackiger Schale und Tomaten machten das Obst- und Gemüsebüffet perfekt. Auf dem Wochenplan an der Wand kamen noch Grün, Gelb und Blau an die Reihe. Zum blauen Freitag passten Blaubeeren und Pflaumen. Nele Camus erklärte im Gespräch mit dem TIP, dass es in den drei Wochen U12-Ferienspaß vormittags unter dem großen MINT-Dach spielerisch um naturwissenschaftliche Themen geht – gemeinsam geplant mit Susanne Camus. Nachmittags heißt es in der ersten und letzten Woche „aus alt macht neu“. Originelle Bastelideen, die Nele Camus in Bastelbüchern der Stadtbücherei gefunden hat und noch aus der eigenen Kindheit weiß, setzen die Kinder begeistert um. Am Vortag hatten die Kinder aus Kaffeefiltertüten mit Farben und Wasser bezaubernde Blüten gebastelt, die auch zu Girlanden aufgereiht werden können. Eine ganze Reihe Luftballons wartete darauf, mit noch mehr Schichten Zeitungspapier und Kleister in eine Leuchtkugel verwandelt zu werden. Dann nur noch Löcher in die Kugel machen und eine LED-Kerze einsetzen. Auf den Tischen verlockte eine riesige Auswahl an Handwerkszeug, Bastelmaterial und Farben zur Umsetzung vieler neuer Ideen. In der Küche unter Anleitung von Betreuerin Jennifer Fröhlich wurde Zaubersand aus Vogelsand, Maisstärke und Wasser hergestellt. Die Mischung muss aufgekocht und kalt werden, wird auf ein Brett aufgetragen und zum Beispiel mit Muschelschalen belegt. Fest wird das Kunstwerk nach ein paar Tagen an der Luft. Knete aus Mehl, Wasser und Salz wie einen Kuchenteig selbst herzustellen war am Dienstag der Renner. Mit ein bisschen blauer Lebensmittelfarbe sieht die Knete schon nicht mehr wie Kuchenteig aus. „Ist versalzen“, stellte Lina nach einer Geschmacksprobe fest, also lieber nicht essen, sondern unermüdlich mit Vergnügen kneten, „das trainiert die Hände“, freute sich Lina. Für die ganz geheimen Dinge ist eine kleine Schatztruhe von Vorteil, die sich in einem ausgedienten Buch aus der Stadtbücherei versteckt. Im weitläufigen Erdgeschoss und auf dem Innenhof ist Platz für allerlei Aktivitäten. Beliebt ist der Tischkicker und draußen auf Stelzen zu laufen und Ball zu spielen. Mit Pinsel und Farben füllten die Kinder nach und nach eine große weiße Papierfläche auf dem Boden mit bunten Motiven, ein späteres Wandgemälde in Gemeinschaftsarbeit. Ausflüge zu Vereinen sind in der zweiten Woche nachmittags dran. Doch auch beim Ferienspaß sind Coronaregeln zu beachten. Das könnte anstrengend werden, hatte Nele Camus vorher gedacht, aber die Kinder hätten sich schon daran gewöhnt. Geschwisterkinder und Freunde dürfen beim Basteln zusammensitzen, die anderen Kinder müssen die Abstände einhalten, nur draußen kann man ohne Maske spielen. Trotzdem liegt gute Stimmung in der Luft. Hannelore Nowacki

    In der Farbenwoche stand am Dienstag Rot auf dem Programm. Auch die Himbeeren, Tomaten, Paprika und Äpfel für den erfrischenden Snack leuchteten rot. Foto: Hannelore Nowacki

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