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  • Di., 21. Februar 2017, 09:27 Uhr
    Prächtige Kinder- und Jugendsitzung des SKK 50 zum Jubiläum 4x11 Jahre

    Die hohe Kunst der närrischen Unterhaltung früh geübt



    Das junge Prinzenpaar Anna I. und Jannic I. begrüßte das närrische Publikum souverän und heiter zur Jubiläumssitzung des Vereinsnachwuchses. Foto: Hannelore NowackiBÜRSTADT – Die „Flower Power“ blühte bei der Kinder- und Jugendsitzung des Spiel- und Kulturkreis 50 (SKK 50) voll auf. Der Elferrat hatte sich dem Motto entsprechend blumig in Schale geworfen, ganz so wie damals vor 44 Jahren die Blumenkinder von Kalifornien bis zum Rhein gefeiert haben. Wenig überraschend für Kenner der närrischen Szene – das Bürstädter Bürgerhaus war am Samstagnachmittag ausverkauft und das fantasiereich kostümierte Publikum über drei Stunden hinweg zum Lachen und Feiern aufgelegt. Wie es beim SKK 50 seit 44 Jahren Brauch ist, gestaltet die Vereinsjugend ihre eigene Sitzung, aber im Publikum sind alle Generationen vereint. Musikalisch verlieh die KKM-Hofkappelle unter der Leitung von Wolfgang Rothenheber und Kai Schneider der närrischen Hochstimmung Flügel. Mit dem Einzug von Präsidentin, Elferrat, Garden und edlen Tollitäten, schwungvoll begleitet mit dem Narrhalla-Marsch, formierte sich ein prächtiges Bühnenbild. Sitzungspräsidentin Viviane Mallig eröffnete die Kindersitzung und Stadtprinzessin Ann-Cathrin I. richtete ihre fröhlichen Grußworte an die kleinen und großen Gäste. Das junge Prinzenpaar Anna I. und Jannic I., im bürgerlichen Leben als Anna Schöcker und Jannic Reischert bekannt, begrüßten das Publikum in wohlgesetzten Reimen, entzückende junge Tollitäten, die ihren glanzvollen Auftritt souverän absolvierten und das Publikum begeisterten. Wie die großen Vorbilder im SKK 50 beherrschen auch die jungen Nachwuchstalente des Vereins die hohe Kunst, das Publikum in Sketchen pointenreich zu amüsieren und hinreißende Tanzvorführungen auf die Bühne zu bringen. Unterstützung bekommen sie hier und da von den Erwachsenen, wenn beispielsweise bei einem Sketch ein ausgewachsener Vater gebraucht wird und Mario Dingeldein „Die drei Hühner uff de Stong“, drei kesse Mädels bei den Hausaufgaben, mathematisch auf die Sprünge helfen soll. Unter den Helfern im Hintergrund und im Saal sind die Erwachsenen stark vertreten, zum Dank rief die Sitzungspräsidentin alle auf die Bühne, die gerade abkömmlich waren, KKM-Dirigent Wolfgang Rothenheber, Bühnenhelfer, Techniker für Licht und Ton, Texter Andreas Mallig, die Organisatoren und viele weitere fleißige Beteiligte. Regie führte Markus Heiser. Tanzmariechen Luisa Marie Morweiser beeindruckte wie schon bei der Prunksitzung des SKK 50 mit ihrer einzigartigen, figurenreichen Tanzvorführung. Die „Riwwelkigelsche“ boten einen schönen Gardetanz mit Musik von Anton aus Tirol. Die kleinen „Tanzmäuse“  zogen das Publikum mit ihrem getanzten ABBA-Medley in ihren Bann, eine nicht ganz leichte Aufgabe, die sie zauberhaft meisterten. Als sonnige Blumenkinder kostümiert  betrat die Gruppe „Konfetti“ die Bühne, eine hinreißende Vorführung zur Musik des Blumenwalzers, von Lovers on the Sun und Walking on Sunshine. Bald hielt es die Kinder im Saal nicht mehr auf ihren Stühlen, staunend aufschauend säumten sie die Bühne. Das Paradies öffnete seine Pforte für die „Young Stars“, die in farbenfroher Kostümierung als leichtfüßige Paradiesvögel über die Bühne schwebten und auf dem Trampolin Höhe gewannen. Altersgemäße Themen wie die „Daschegelderhöhung“ und das Zeitungaustragen beschäftigten Emmy und Emma (Louisa Wilms und Selina Kipfstuhl) in ihrem Sketch. Als Teenager mit einer Vorliebe für Rosa, brachten sie mundartlich und witzig den Saal zum Lachen. Verblüffende Effekte und eine spritzige Sitzungsführung erlebten die Zuschauer im Sketch der Morweiser-Geschwister Luisa Marie, Constantin, Laurin und Victoria. Bei dieser „Ruck-Zuck-Sitzung“ war auch Eile beim Lachen angesagt, denn die nächste Pointe folgte sogleich. Höchst unterhaltsam düsten die vier Geschwister als Rennfahrer auf dem Hockenheimring über die Bühne. Bevor die Zuschauer zur Polonaise durch den Saal aufbrachen, hatte das Fernsehballett des SKK 50 „Salt’n Pepper“ seinen Auftritt. Die Akteure erhielten Orden, wie es auch bei den Großen im Verein Tradition ist. Zum Thema Jubiläum spielte die Regie Videobotschaften auf die Leinwand. Landtagsabgeordneter Alexander Bauer sandte Grüße aus Wiesbaden und erzählte, dass er in der damaligen Bubengarde des SKK 50 aktiv war. Bürgermeisterin Barbara Schader, selbst als Kind im SKK 50 auf der Bühne aktiv, gratulierte zum Jubiläum vom Schreibtisch aus. Auch Opernsänger Thomas Mayer stand als Kind beim SKK 50 auf der Bühne. Wer in den vergangenen 44 Jahren seit der ersten Kindersitzung 1974 das Zepter führte, die närrische junge Gesellschaft im SKK 50 zusammenhielt und zu humoristischen und tänzerischen Höhenflügen befähigte, zeigte die Sitzungspräsidentin in einer Bildpräsentation als Reise durch die Zeit.

    Werner Ofenloch (links) wurde mit dem zweithöchsten Orden im deutschen Karneval ausgezeichnet, auf der Bühne mit SKK-Präsident Michael Morweiser, Manfred Kreis von der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval und dem Ersten Vorsitzenden Markus Heiser. Foto: Hannelore Nowacki


    Alle elf Jahre führte ein junges Prinzenpaar durch die Kampagne. Viele Akteure kamen auf die Bühne. Für 1x11 Jahre Engagement wurden Sonja Kleinhans, Louisa Wilms und Natalie Fritsch geehrt. Eine besondere Ehrung wurde Werner Ofenloch zuteil, der den zweithöchsten Orden im deutschen Karneval erhielt. Hannelore Nowacki

    Ehrungen

    „Ohne Werner Ofenloch gebe es die Jugendsitzung sicher nicht“, sagte der Sonderbeauftragte der „Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval“ mit Sitz in Mainz bei der Jubiläumssitzung am Sonntagnachmittag. Werner Ofenloch, Mitbegründer der Kinder- und Jugendsitzung des Spiel- und Kulturkreises 50, und heute im Vereinsvorstand als Beisitzer und Schriftführer tätig. Für seine langjährige Pflege des Brauchtums im närrischen Karneval erhielt er aus der Hand von Manfred Kreis den zweithöchsten Orden im deutschen Karneval, den Verdienstorden in Gold mit Urkunde. Vor 4x11 Jahren, am 17. Februar 1974 fand die erste Kinder- und Jugendsitzung statt, damals noch nicht im Bürgerhaus.

     

     

      

     

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