Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » „Die Howwemer Kerb is do – was sin´ die Leit´ so froh"
So., 13. September 2015, 13:10 Uhr
Beliebtes "Volksfescht" startet mit Kerberedd und Kranzaufhängung am Alten Rathaus
„Die Howwemer Kerb is do – was sin´ die Leit´ so froh"
In Hofheim wird die Kerb auch in diesem Jahr mit Inbrunst gefeiert: zur offiziellen Eröffnung kommentierte Kerbevadder Alexander Scholl das abgelaufene Jahr und taufte den Kranz am Alten Rathaus. Foto: Eva Wiegand
HOFHEIM - Am Samstagabend war es wieder soweit, die Howwemer Kerb öffnete offiziell ihre Pforten für ein abwechslungsreiches Wochenende und lockte die Howwemer in großer Zahl an das Alte Rathaus. Alle beteiligten Vereine sind bis Montagabend an ihren Ständen damit beschäftigt, die Gäste auf der Kerb mit deftigem Essen und diversen Getränken zu verwöhnen und auch die traditionelle Eröffnungsfeierlichkeit wurde in diesem Jahr wieder hingebungsvoll zelebriert: nachdem der evangelische Posaunenchor vor dem Alten Rathaus aufgespielt hatte, setzte sich kurz darauf der Kerbevadder und seine Kerbeborscht und –mädels mit dem Kerbekranz, musikalisch begleitet vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt-Hofheim, in Bewegung. Für die „Feiertage“ erhielt der Kerbekranz seinen traditionellen Platz und wurde mit der obligatorischen Flasche Wein getauft. Kerwevadder Alexander Scholl ließ das vergangene Jahr aber zuvor in seiner Kerberedd, die diesmal vom katholischen Kirchenchor und Gesangsverein „Cäcilia“ und Rosel Halkenhäuser am Akkordeon musikalisch untermalt wurde, nicht unkommentiert. Hier hatte die Stadt Lampertheim aus seiner Sicht wieder genügend Kanonenfutter geliefert. Im letzten Jahr sei die Kerbe aufgrund einer „musikalischen Misere - zu laut, zu lang und unerträglich“ in Misskredit gefallen, berichtete der Kerbevadder und machte dafür auch die Stadt Lampertheim mitverantwortlich. So habe das Ordnungsamt an neun Vereine verschiedene Briefe verschickt, mit verschiedenen Zeiten, zu denen die Musik zu enden habe und so verkündete Scholl: „ Als Fazit stell ich dazu fest am Ende, die Stadt kann keine Briefe an neun Vereine mit em gleiche Inhalt versende.“ Aber auch für die Bürger hatte er deutliche Worte und forderte zumindest für die wenigen Tage der Kerbe, ein wenig Verständnis. “ Einmal im Jahr an ganze drei Tage, muss man auf de Howwemer Straße auch mal Musik ertrage. Man muss dann auch das sind keine Posse, Fünfe auch mal grad sein losse“, forderte der Kerbevadder und ließ sich anschließend auch noch über das neue Spargelhäuschen in Howwe, die fünf Blitzanlagen und noch einiges mehr aus. Schließlich lud er alle zum Feiern ein: „Unterstützt jetzt alle und besucht jeden Verein, die SPD, die Egerländer, CNC, die Kerbeborsch und de Fußballverein, de Kirchechor, de HCV, de Reitverein, die Feuerwehr und de Turnverein, feiert und macht Umsatz, so muss das sein.“ Mit heiteren Worten grüßte anschließend der erste Stadtrat Jens Klingler von der Leiter herunter, dann erklärte Ortsvorsteherin Rita Rose nach ihren Ausführungen die Kerb´ mit Freibier, gestiftet von Familie Metzler, für offiziell eröffnet. Eva Wiegand