EISKALTER WEIHNACHTSZAUBER: Beim 14. Candlelight Shopping wenig los auf den Straßen – in den Geschäften traf man sich
Die Innenstadt im festlichen Licht
Der noch schneebedeckte Schillerplatz mit Weihnachtsbaum, Sterne über der Kaiserstraße und hell erleuchtete Schaufenster prägten beim Candlelight Shopping das Stadtbild. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Winter hatte Einzug gehalten und Lampertheim eine weiße Pracht beschert, die sich bis zum Candlelight Shopping am Freitagabend hier und da erhalten hatte. Zum Flanieren verlockte es nur wenige Menschen. Bei trockener eisiger Kälte von minus sieben Grad und klammen Fingern kamen die Angebote von Heißgetränken wie gerufen – bei Horlé kam der berühmte Bratapfelpunsch ins Glas, eine wärmende Animation zum Einkauf von Geschenken, die auf Wunsch schön verpackt wurden. „Die Stimmung war gut und viele Kunden froh, dass es wieder ein Candlelight Shopping gab, berichtete Mirjam Horlé von diesem gut gelaufenen Abend. Bei Oberfeld im Schokoladenhaus waren die zart schmelzenden Trüffelpralinen der Renner, ideale Geschenke auch die Kerzen, Engel und Tannenbäume aus bester Schokolade. Draußen am Glühweinstand wurde es beim dreiviertelstündigen weihnachtlichen Konzert der Katholischen Kirchenmusik unter der Leitung von Helmut Baumer zudem warm ums Herz. Im Reformhaus von Ute Henkelmann zogen weihnachtliche Rabatte die Kunden an. „Trotz Kälte waren viele tapfer unterwegs“, freute sich Ute Henkelmann, „wie in alten Zeiten“. Vor den Schaufenstern von Juwelier Bisch loderte ein wärmendes Feuer und signalisierte: Hier muss ich rein. Glanzvoller Schmuck auch für das kleine Budget macht als Geschenk Freude und sorgt für ein glückliches Strahlen. Im Institut für Schönheit und Hautgesundheit gleich neben der Stadt-Apotheke heizten nach einem eiskalten Bummel durch die Innenstadt Glühwein und Kinderpunsch ein, dazu gab es eine kostenlose Handmassage und Weihnachtsrabatt. Apothekerin Jutta von Amende und REVIDERM-Fachkosmetikerin Jutta Steinbrecher hatten Stammkunden zu Gast und eine Gruppe junger Leute schneite herein. Sie waren gerade aus einem Lokal gekommen und wunderten sich, warum Geschäfte geöffnet hatten. Das Candlelight Shopping kurz vor Weihnachten musste wegen der Coronapandemie zwei Jahre lang aussetzen – nicht alle Lampertheimer und Menschen aus der Region hatten, auch aufgrund mangelnder Werbung, wie kritisiert wurde, mitbekommen, dass es in diesem Jahr wieder stattfand und die Zeiten sind andere geworden: Die Domkirche, das Stadthaus und die St.-Andreas-Kirche blieben im Dunkeln unbeleuchtet, Energie muss gespart werden. Doch hell leuchtende Sterne und Lichtergirlanden hoch über der Kaiserstraße sorgen für vorweihnachtliche Eindrücke. Auf dem Schillerplatz steht ein prächtiger Weihnachtsbaum und in der Dunkelheit leuchteten die geschmückten Fenster der Schillerschule als Adventskalendertürchen. Aus dem Fenster mit der 16 spielte zur offiziellen Eröffnung mit Wirtschaftsförderer vom Stadtmarketing Michael Schmitt ein Trompetenensemble der Musikschule Weihnachtslieder. Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Marius Schmidt hatten zu gleicher Zeit andere Pflichten bei der Stadtverordnetenversammlung, dort wurde der Haushalt 2023 debattiert und verabschiedet. Am Stand des Fördervereins der Schillerschule waren schon vor dem offiziellen Beginn des Candlelight Shoppings die Wildschweinbratwürste und Heißgetränke gefragt. Was vermisst wurde waren die anderen Stände, die früher immer da waren, die Pfadfinder mit ihrer Jurte und dem Lagerfeuer und die Engel mit ihren Tombolaeimerchen, die früher beim Losverkauf vielfach für Freude gesorgt hatten. Hannelore Nowacki