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Do., 16. Juli 2015, 12:40 Uhr
42 Optimisten sammelten Punkte für die A und B Klasse
Die Jugend flitzt über den Riedsee
Die jüngste Klasse der neun bis 14-jährigen lieferten sich beim Segeln professionelle Wettkämpfe. Foto: oh
BIBLIS -„Dies ist das kleinste Drei-Mann-Boot der Welt“, so kommentierte Regattabüro-Leiter Hartmut Wagner schmunzelnd die Bootsklasse der Optimisten. Und tatsächlich die jungen Nachwuchssegler werden mit Rat und Tat bei ihrem sportlichen Engagement von ihren Eltern unterstützt. Vom Ufer oder auch vom Wasser aus. Die erfahrene Wettfahrtleitung unter Jens Krauß und Marco Colombo hatte damit allerdings einiges zu klären. „Schon die Kinder und Teenager gehen an die Regatta hochprofessionell ran“, erklärt Colombo. „Die Manöver an der Tonne sind schon so hart wie bei den olympischen Finns.“ Und so wurde es auch gleich im ersten Lauf eng: An der dritten Tonne kam ein Troß auf Vorwind, während die ersten schon passiert hatten. Damit wurde eine junge Seglerin eingeklemmt und rammte eine weitere. Glücklicherweise gab es außer einem Kratzer keine weiteren Schäden. Allerdings wurde deshalb Protest eingelegt. Das Protestgericht tagte im Anschluss über eine Stunde und beriet sich mit den Betroffenen. „Da jedoch die Regularien für einen Protest nicht gegeben waren, musste das Gericht den Protest ablehnen“, erklärt Schiedsrichter und Obmann Georg Feurer den Sachverhalt. Nachdem am Samstag der Tag mit einer großen Flaute begann, vergnügten sich die Kids zunächst auf der Wasserrutsche und lässigem Chillen. Am Abend kam dann doch Wind auf und so konnte um 17.30 Uhr noch ein Lauf absolviert werden. Am Sonntag war dagegen Starkwind für die kleinen Boote angesagt. In Böen bis zu fünf Beaufort aus Süd oder Südwest. Der Wind stark drehend und so musste hin und wieder eine Boje im Dreiecks-Kurs verlegt werden. Es konnten noch drei Läufe gesegelt werden mit sechs, vier und fünf Runden. „Ein anspruchsvolles Programm bei dem jetzt schon Ranglistenpunkte für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft gesammelt werden konnten“. Sabine Wagner beaufsichtigte auf dem Regattaboot die Zieleinläufe der A und B Klasse. „Generell wird die Wertung in A und B getrennt. Erst ab einer bestimmten Punktzahl darf in Klasse A gesegelt werden, die dann wieder Ranglistenpunkte für die Deutsche Meisterschaft bringen,“ erläutert sie. Die Wagner-Kinder Annina und Jasper segeln seit Jahren an der Weltspitze mit und gehören zu den Deutschen Segel-Profis im Sailing Team Germany. In Biblis siegte in der A Klasse Christian Heyne vom Yachtclub Bayer Leverkusen vor Robin Rockenbauch vom SCNS und Ben Kuhlemann vom SCC. In der B Klasse konnten die Strohfeldts punkten: Emily Strohfeldt vor Jesper Fleischer und Paul Strohfeldt. Da war dann auch der Protest nicht mehr so wichtig. Emily konnte mit dem Streicher aus dem ersten Lauf und beiden ersten Plätzen die Regatta ganz klar für sich entscheiden. Mit strahlenden Gesichtern fand am Sonntagnachmittag die Siegerehrung statt und die hübsche Siegerin wurde standesgemäß „gewässert“. Ein großes Lob gab es noch für das Versorgungsteam. „Aktive und Begleiter stellten dieses Mal eine große Herausforderung dar.“ Jens Krauß dankte dem Team um Rainer Blüm, denn es war für alle mit gesundem Obst und Salat bestens gesorgt und die Regatta war wieder ein voller Erfolg. zg