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  • Fr., 05. Juni 2020, 09:36 Uhr
    HOFHEIMER CARNEVAL VEREIN: Vorstand zieht bei seiner Jahreshauptversammlung positive Bilanz  / Entscheidung über Fastnacht steht noch aus 

    „Die Kampagne wird stattfinden – die Frage ist nur wie“

    Der Vorstand des HCV – mit Abstand. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – Beim Hofheimer Carneval Verein (HCV) haben die Mitglieder bereits die Termine für die Kampagne 2020/21 erhalten. Allerdings unter Vorbehalt. Denn ob Veranstaltungen stattfinden, ist noch nicht entschieden. „Aus unserer Sicht ist es aktuell noch zu früh, um abzusagen“, teilte Sitzungspräsident Alexander Scholl bei der Jahreshauptversammlung mit. 

    Wie es sich gehört, erschallten zu Beginn drei donnernde „Howwe Helau“ im Saal des Bürgerhauses, wo die verordnete Abstandsregel eine großzügige Umsetzung fand. Nach der Totenehrung des Gründungsmitglieds Otto Scholl, der 1988 die Gründungsversammlung geleitet hatte, blickte der Erste Vorsitzende Edwin Stöwesand auf das letzte Jahr zurück. Der 308 Mitglieder starke Verein –Tendenz steigend – war auch außerhalb der närrischen Zeit präsent. Davon zeugten das Sommerfest an der Grillhütte sowie die Teilnahme an der Kerb, am lebendigen Adventskalender und dem Weihnachtsmarkt der Howwemer Vereine. An die Kinderklinik Worms wurden 1 500 Euro für ein mobiles Röntgengerät gespendet, im August erhielt der HCV von der Stadt den Vereinsförderpreis in den Kategorien Kultur und Jugendgruppen. „Darauf sind wir richtig stolz“, so Stöwesand. 

    „Wir haben noch mal ein kleines i-Tüpfelchen draufgesetzt“, freute sich Alexander Scholl über die erfolgreiche Kampagne, die am 11.11. gemeinsam mit den Fastnachtern vom Canisiushaus am Ausschellerdenkmal eröffnet wurde. Die beiden Prunksitzungen seien innerhalb von anderthalb Tagen ausverkauft gewesen, für die Hexennacht hätte es vier Wochen vorher keine Karten mehr gegeben. Nach einer proppenvollen Kinderfastnacht, der Teilnahme am Bürstädter Fastnachtsumzug und Besuchen der hiesigen Kinderbetreuungseinrichtungen am Rosenmontag, bei denen insgesamt 400 Euro übergeben wurden, setzte das Heringsessen am Aschermittwoch den Schlusspunkt hinter die närrischen Tage. „Erfolg ist auch verdammt viel Arbeit“, dankte er allen Mitgliedern für ihren Einsatz.    

    Seit Corona steht das Vereinsleben still. Keine Nachbesprechung, keine Sitzungen, der Trainingsbetrieb ist bis zu den Sommerferien ausgesetzt. Fällt auch die Fastnacht dem Virus zum Opfer? „Die Kampagne wird stattfinden, die Frage ist nur wie. Vielleicht sind kreative Ideen gefragt“, sagte der Sitzungspräsident. Da bei den  Prunksitzungen ausschließlich Akteure aus den eigenen Reihen das Programm gestalteten, müsse man sich jetzt noch nicht festlegen. Unklar ist darüber hinaus die Proben-Situation der rund 150 Aktiven. Das bleibt auch die nächste Zeit so, denn der HCV wird sich nach den Empfehlungen des Dachverbandes in Mainz, der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval, richten. Dort wartet man ab, wie die Fallzahlen sich entwickeln, im August soll dann über die kommende Kampagne entschieden werden. Zunächst einmal sind die Termine Grillfest und Kerb gestrichen. „Man muss auch da warten, wo die Reise hingeht“, merkte Scholl mit Blick auf die Kirchweih an. Die Versammlung des Arbeitskreises der Hofheimer Vereine werde für Klarheit sorgen. Petra Gahabka

    Mund-Nasen-Schutz gespendet

    Der HCV hat Ende April an die Nibelungenschule 100 wiederverwendbare Stoffmasken, die in Hofheim genäht wurden, übergeben. 

     

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