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Di., 28. April 2015, 10:25 Uhr
Erich-Kästner-Schule: 1. Bauabschnitt fertig und eingeweiht
„Die neue Schule finden wir richtig, richtig gut“
Schulleiter Dr. Helmut Kaupe begrüßte die Gäste zur Feierstunde und im Besonderen Landrat Matthias Wilkes, der auch Schuldezernent des Kreises Bergstraße ist. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Zur Einweihung des 1. Bauabschnitts strahlte die Frühlingssonne und setzte die neue Gestaltung der Erich-Kästner-Schule besonders schön in Szene. Die Feierstunde mit Musik der Schulband und anschließendem Imbiss vom gut bestückten Büffet aus der Schulküche und Umtrunk fand in der Mensa statt. Unter den vom Schulträger eingeladenen Gästen waren Bürgermeisterin Barbara Schader, Magistratsmitglieder und Stadtverordnete, Peter Gärtner, der Rektor der benachbarten Schillerschule, Lehrkräfte und Mitglieder des Fördervereins. Schulleiter Dr. Helmut Kaupe freute sich besonders, dass Landrat Matthias Wilkes an der Feierstunde teilnahm und dankte ihm für sein Engagement im Sinne der Schulentwicklung im Kreis Bergstraße sowie im Besonderen für die Erich-Kästner-Schule. In seiner Rede gab Kaupe einen Überblick über den Verlauf der Gesamtsanierung, von der mit dem Ende der Osterferien das erste Viertel geschafft ist. „Schon allein die Außenfassade kann sich mehr als sehen lassen“, lobte Kaupe begeistert das nach außen sichtbare Ergebnis. Die gesamte Sanierung mit den noch folgenden drei Bauabschnitten werde als „Operation am offenen Herzen“, also bei laufendem Unterricht, fortgeführt. Verzögerungen habe es vor allem durch Einbrüche und Vandalismus gegeben. Allerdings hatte diese Großbaustelle Auswirkungen auf die Anzahl der Neuanmeldungen im 5. Jahrgang. In der Summe konnte ein leichtes Plus an Schülern verbucht werden, aber im Gymnasialzweig seien die Zahlen rückläufig, was Kaupe auf die fast flächendeckende Einführung des G9-Angebots im Kreis Bergstraße zurückführt. An den Landrat, der als Schuldezernent des Kreises Bergstraße für das gesamte Schulwesen zuständig ist, hatte Kaupe eine Bitte: Die Kosten in Höhe von 8.000 Euro für die notwendige Verdunkelungsmöglichkeit der Aula, die im 3. Bauabschnitt saniert werde, mögen nicht dem Förderverein aufgebürdet werden. Als überzeugendes Argument führte Kaupe die Einsparungen an, die durch schulinternes Management für den Schulträger erzielt werden konnten. Tatsächlich konnte der Kostenplan bisher eingehalten werden, erklärte Landrat Wilkes in seiner Rede und beschrieb die bereits sichtbaren, eindrucksvollen Sanierungsergebnisse nach der fast zweijährigen Bauzeit. Trotz der Verzögerungen durch die unvorhersehbaren Ereignisse rechnet Wilkes mit der Fertigstellung Ende 2017. Für den ersten Bauabschnitt war ein Budget von 6,5 Millionen Euro vorgesehen. Für die gesamte Maßnahme stehen 18,8 Millionen Euro zur Verfügung. Von den erteilten Aufträgen in Höhe von genau 6.284.638,29 Millionen Euro erhielten Firmen und Büros aus dem Kreis und der Region etwa 63,3 Prozent. Eine Zusage machte Wilkes zur Freude des Schulleiters auch: Der Kreis wird die 8.000 Euro für die Verdunklung übernehmen. „Die Erich-Kästner-Schule wird sehr schön und einer der modernsten Schulstandorte im Kreis Bergstraße“, freute sich Bürgermeisterin Schader in ihrem Grußwort. Als Gäste sprachen auch Schulsprecher David Pischotta und Architekt Andreas Janouschkowetz. Und was meinte die Klasse 6Ra zur gelungenen Sanierung? Nach ihrem temperamentvoll vorgetragenen Musikstück „Hit the road, Jack“ unter der Leitung von Ulrike Baumann überraschten sie ihr Publikum mit einem hitverdächtigen, dynamischen Lied, dessen Text sie selbst verfasst haben: „Die neue Schule finden wir richtig, richtig gut“ – mit der Steigerung im Refrain: „Die neue Schule finden wir richtig geil“. Hannelore Nowacki
Zahlen und Fakten zur Sanierung
Am 1. November 2013 holte Landrat Wilkes zum „1. Hammerschlag“ aus. Im ersten Bauabschnitt entstand der gesamte naturwissenschaftliche Bereich im Obergeschoss neu, Verwaltung und Lehrerzimmer wurden im Erdgeschoss komplett umgestaltet. Haupteingang und Foyer wirken nun deutlich einladender. Die zurückgesetzte Glasfassade gibt dem natürlichen Licht Raum. Zwei Fluchttreppentürme wurden errichtet. Der Personenaufzug ist eingebaut, kann aus baulichen Gründen aber erst nach der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts in Betrieb genommen werden, voraussichtlich Anfang 2016. Die Schule wird dann bereits komplett barrierefrei sein. Im 2. Bauabschnitt werden zurzeit Fachräume für Kunst und Werken, die Lehrküche und Klassenräume saniert. In den Bauabschnitten 3 und 4 folgen Aula, die Fachräume Musik und alle restlichen Klassenräume.
Der Haupteingang der Erich-Kästner-Schule und die Fassade mit den beiden roten Treppentürmen sind schon saniert und umgestaltet. Foto: Hannelore Nowacki