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  • Mi., 13. Dezember 2017, 13:22 Uhr
    SOS-RETTUNGsdose nun auch in Lampertheim erhältlich

    Die „Rettung aus der Dose“ spart Zeit und rettet Leben

    Während das Pressegespräch im ersten OG stattfand, vergnügten sich die Besucher der Seniorenbegegnungsstätte am Dienstagnachmittag in der Cafeteria beim Bingo. Ihnen wurde die SOS- RETTUNGsdose vorgestellt. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Was ist „RETTUNG aus der Dose“? Das Prinzip ist ganz einfach – man besorgt sich für zwei Euro eine schmale Dose mit Drehverschluss, füllt das gerollte Formular mit allen wichtigen Gesundheitsdaten aus, klebt ein aktuelles Porträtfoto ein und bewahrt die  rot-weiß gestaltete Dose in der Innentür des Kühlschranks auf. Ein kleiner Aufkleber innen an der Wohnungstür und einer auf der Kühlschranktür weisen die Rettungskräfte auf diese wertvolle Informationsquelle hin. Auch eine Medikamentenliste mit Einnahmeangaben, die in jeder Praxis erhältlich ist, sollte in die Dose kommen. Besonders für Ältere und Alleinstehende ist eine SOS-RETTUNGsdose von Vorteil, aber auch für alle anderen Menschen kann diese schnell verfügbare Kurz-Information im Notfall nützlich sein. Ab Samstag ist die  SOS-RETTUNGsdose in Lampertheim erstmals verfügbar – beim Lampertheimer Adventsmarkt in und an der Notkirche in der Römerstraße 94 kann man die Rettung aus der Dose am Glühweinstand des Lionsclubs im Innenhof kaufen (am Samstag von 13 bis 20.30 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr). Ab Mitte Januar wird der Seniorenbeirat die SOS-RETTUNGsdosen zu den Öffnungszeiten der Cafeteria für Senioren in der „Alten Schule“ in der Römerstraße 39 dienstags und donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Verkauf anbieten. Die Idee, diese SOS-RETTUNGsdosen in Lampertheim einzuführen, hatte Dieter Diehl vom Lampertheimer Seniorenbeirat und Kreisseniorenbeirat, wie die Seniorenbeiratsvorsitzende Gerlinde Hellmuth bei einem Pressegespräch mit allen Beteiligten in der „Alten Schule“ berichtete. Er war mit seiner Idee an den Lionsclub herangetreten. Dort war er auf offene Ohren gestoßen. Der Präsident des Lampertheimer Lionsclubs Dieter Herb hat dem Seniorenbeirat bereits die Zusage gegeben, dass der Lionsclub die Anschubfinanzierung zur Einführung für mehrere hundert Rettungsdosen übernimmt. Für das Lampertheimer Ärztenetz GALA sprach der Lampertheimer Allgemeinmediziner  Dr. Walter Seelinger, der die Ärzteschaft über das Projekt informiert. Auch die Rettungsdienste werden informiert. Vom Seniorenbeirat nahmen neben der Vorsitzenden der Ideengeber Dieter Diehl und Herbert Tiefel teil. Während die SOS- RETTUNGsdosen jetzt in Lampertheim Premiere haben, sind habe sie der Wormser Lionsclub schon länger erfolgreich in Umlauf gebracht, berichtete Präsident Herb. In Deutschland hat der Lionsclub Hanau Schloss Philippsruhe die rechtlich geschützte Lizenz für die SOS- RETTUNGsdosen erworben. Auf einige wichtige Einträge ins Datenblatt wies Dr. Seelinger hin wie Angabe des Hausarztes und ob eine Patientenverfügung vorhanden ist. Im kommenden Jahr wird es in der Seniorenbegegnungsstätte einen Defibrillator zur Lebensrettung geben, der von den GALA-Mitgliedern gespendet wird und von jedem Laien bedient werden kann. „Da kann man nichts falsch machen“, versicherte Neurologe Dieter Herb, da das Gerät alle Anweisungen erklärt. Ein solcher „Defi“ in der Seniorenbegegnungsstätte sei eine sinnvolle Einrichtung, freute sich Hellmuth.

    Hannelore Nowacki

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