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    NATUR WAHRNEHMEN: NABU Lampertheim prämierte die besten Bilder vom Fotowettbewerb „Bodenlebewesen“

    Die Schönheit von Schnecken, Wanzen und Käfern entdeckt

    Freude über die Preise – die Gewinner waren mit Familie gekommen, einige konnten jedoch nicht an der Preisverleihung teilnehmen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – In und um Lampertheim ist der Boden lebendig und die Aufmerksamkeit dies zu entdecken beachtlich, wie sich bei der Preisverleihung am Samstagnachmittag auf dem wildromantischen NABU-Vereinsgelände zeigte. In der Erwachsenen-Kategorie gefielen der NABU-Jury drei Bilder und auch zwei Kinder hatten sich mit ihren Bildern für die Preisverleihung qualifiziert. Diesmal hatte der NABU Lampertheim ein ziemlich  herausforderndes Ansinnen in der Einladung zum Fotowettbewerb formuliert - gesucht wurden Bilder von am Boden oder bodennah lebenden Tieren wie Würmer, Schnecken, Käfer, Asseln, Spinnen, Ameisen, Tausendfüßer usw. Die kann man zwar mit bloßem Auge sehen, aber sind diese Tierchen der Makrofauna wirklich sehenswert? Die Fotos beweisen: Schnecken, Wanzen und Käfer strahlen das gewisse Etwas aus, wenn man sie mit der Kamera gekonnt einfängt. In der Einladung hatte der NABU zudem erklärt, dass die Bodenlebewesen, die man nicht mit dem bloßen Auge erkennen kann, zur Mikrofauna gehören, diese Kleinstlebewesen aber Großes leisten. Andrea Hartkorn, die Erste Vorsitzende der NABU-Gruppe Lampertheim, erklärte im Rahmen der Preisverleihung im Beisein von Pressewartin Beate Hoffmann und Wasserwartin Gabriela Pietraß, dass diese Lebewesen die großen Aufräumer in der Natur seien, die im Kreislauf der Zersetzung den Humus schaffen, damit neue Pflanzen wachsen können. Dazu gehöre auch der schillernde Mistkäfer, den Jessica Hassenzahl im Stadtwald zwischen Lampertheim und Viernheim aufgenommen hatte. Sie hatte sich einfach sehr darüber gefreut, einen so schönen Käfer zu Gesicht zu bekommen. Das hübsche Tier verwertet  Tierkot, wie der Name nahelegt. In der Erwachsenen-Kategorie brachte ihr das Foto den Platz 3 ein. Allerdings konnte sie an der Preisverleihung nicht teilnehmen. Familie Götz hat einen Garten, in dem die fünfjährige Helen Feuerwanzen und interessant gemusterte Käfer an einer Stockrose fotografiert hatte, wo sie sich gerne aufhalten. Der Jury hatte besonders gefallen, dass auf dem Foto zwei Arten zu sehen sind. Schwester Jule, acht Jahre alt, holte sich eine Snackgurke für die Schulpause aus dem Garten und begegnete dabei einer Weinbergschnecke. Für Helen, die nicht kommen konnte, und Jule gab es Schokoküsse und Gutscheine für Eis von Oberfeld, die sie mit leuchtenden Augen entgegennahm. Gewinner bei den Erwachsenen ist Jochen Stern, der bei einer Fahrradtour zwischen Einhausen und Riedrode im Vorbeifahren einen stattlichen Hirschkäfer am Wegrand entdeckt hatte und sogleich umdrehte. Zum Glück hatte er seine Kamera dabei. Zum ersten Mal hatte er einen Hirschkäfer in der Natur gesehen, berichtete er. Erster Preis war ein  Gutschein und ein schön gewachsener Pfirsichsalbei im Topf. Hanni Schneider hatte ein „Schneckenfrühstück“ fotografiert, das ihr Platz 2 einbrachte. In den frühen Morgenstunden im Garten war sie der Weinbergschnecke begegnet, die hungrig ihren Hals ganz lang gereckt hatte. „Mich fasziniert, wie groß und lang sich die Tiere machen, um an ihr Ziel zu kommen“, hatte sie als Kommentar geschrieben. „Ein lebhaftes Bild“, fand die NABU-Vorsitzende. Als Preis gab es einen Gutschein und blühenden Roten Strauchbasilikum“. Beim anschließenden Rundgang durch das grüne Tier- und Pflanzenparadies führte Andrea Hartkorn die Preisträger und ihre Familien zunächst ins Vereinsheim, hier sind an den Wänden noch Bilder aus der Zeit zu sehen, als das Gelände noch Storchenaufzuchtstation war. Plakate zeigen die Schönheiten der Natur, zum Beispiel die „Wundersame Welt der Wanzen“. Weiter ging die Führung zum Teich, der vom Grundwasser gespeist wird. Erle und Weide haben trockene Füße bekommen, nachdem durch die Trockenheit der Wasserspiegel um etwa einen Meter abgesunken ist. In den hohen Bäumen im Hintergrund brüte im Sommer der seltene Pirol, erzählte Hartkorn. Gabriele Pietraß berichtete im Gespräch mit dem TIP, dass sie als Schwalbenbeauftragte und Ansprechpartnerin in Schwalben-Angelegenheiten für den NABU im Kreis Bergstraße immer wieder besetzte Schwalbennester an Häusern entdecke, aber die Hausbesitzer sich noch nicht bei ihr wegen einer Plakette und Urkunde gemeldet haben, die sie als Anerkennung vergibt.   Informationen unter www.nabu-lampertheim.de Hannelore Nowacki

     

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