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Mo., 20. September 2021, 12:31 Uhr
POPAKADEMIE GOES LA: Kooperation zwischen Popakademie Baden-Württemberg und cultur communal unterzeichnet / Konzertauftakt am 18. November
„Die Stars von morgen schon heute in Lampertheim erleben”
BUZ: Unterzeichneten zur Freude von Hans-Jürgen Gölz, Nils Max (Popakademie) und Kulturbereichsleiter Rolf Hecher (hintere Reihe v.l.) den Kooperationsvertrag zwischen der Popakademie BadenWürttemberg und der Stadt Lampertheim: Der Business-Direktor der Popakademie Hubert Wandjo und der Erste Stadtrat Marius Schmidt (vorne v.l.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Die Popakademie Baden-Württemberg und cultur communal der Stadt Lampertheim möchten in Zukunft als Kooperationspartner im Rahmen des Projektes „Popakademie goes LA” zusammenarbeiten und bereits bestehende Synergien nutzen und ausbauen. Ziel der Zusammenarbeit ist unter anderem, in Lampertheim ein neues Kulturangebot zu etablieren und somit die Angebotspalette der Stadt und der Musiker-Initiative Lampertheim zu erweitern. Der Schwerpunkt soll dabei auf den Interessen von jungen musikbegeisterten Menschen liegen. Deshalb sollen bei dieser Projektreihe besonders Schüler und Studenten als Teilnehmer, Zuhörer und Besucher gewonnen werden. Am Montag unterzeichneten beide Partner im Alten Rathaus den entsprechenden Kooperationsvertrag.
Geplant ist eine Konzertreihe mit den unterschiedlichsten Formationen der Popakademie im Schwanensaal. Die Studenten der Popakademie und die dort entstandenen Bands haben so die Gelegenheit, ihre unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen und ihre eigenen Kompositionen einem jungen Publikum zu zeigen und Bühnenerfahrungen zu sammeln. Ebenfalls können durch die Kooperation Studierende der Popakademie, die dort ihre Marketingausbildung absolvieren, anhand von Werbung und Pressearbeit ihre theoretischen Kenntnisse in praktische Arbeit umsetzen und so Erfahrungen für ihr Studium sammeln.
Musikalischer Auftakt am 18. November
Der Auftakt der Konzertreihe findet am Donnerstag, 18. November, um 20 Uhr im Schwanensaal statt – für das erste Konzert konnten die jungen Popakademie-Absolventinnen Henny Herz und Shelly Phillips gewonnen werden. Henny Herz zählt zu den umtriebigsten Songwriterinnen der Münchner Musikszene. Ihr Debütalbum „Back Into Space“ hat viel zu bieten: Feinfühlige Arrangements, jazzig angehauchten Folk-Pop und eine Stimme direkt aus dem Orbit. Die Musik von Henny Herz ist genauso wie sie selbst: Nachdenklich, feinfühlig und zart. Ihre Songs haucht sie nur so ins Mikrofon und wirkt dadurch unglaublich nah und vertraut. Sie erschafft mit ihrer Musik ein fragiles Kleinod zwischen Pop, Folk, Jazz und Chanson, in dem man träumen, grübeln oder sich einfach nur von den feinen Arrangements verzaubern lassen kann.
Die Leichtigkeit, mit welcher Shelly Phillips auf der Bühne auftritt, ist zum Teil das Ergebnis mehrerer Jahre Erfahrung, zu welcher unter anderem Support-Shows für Künstlerinnen wie Namika & Lary gehören. Authentisch, natürlich und echt treffen Shelly und ihre Band somit Herz und Ohren – und hinterlassen ihren bleibenden Eindruck. Identität, im und abseits des großen Trubels, Geschichten aus dem echten Leben, mit all seinen kleinen und großen Freuden und großen Schmerzen, davon erzählt die deutsch-amerikanische Songwriterin in ihrem modernen Pop-Sound.
Karten sind im Vorverkauf für 13 Euro ab dem 4. Oktober ausschließlich an der bekannten Vorverkaufsstelle Horlé – Mode und mehr in der Kaiserstraße 19 in Lampertheim erhältlich.
Neue Farbe in Kulturlandschaft
„Wir sind in Lampertheim auf Pionierpfaden unterwegs. Denn wir sind die erste Kommune, die einen solchen Vertrag mit der Popakademie schließt”, betonte der Erste Stadtrat Marius Schmidt. „Wir haben uns vorgenommen, zwei Konzerte pro Halbjahr in Lampertheim von aktuellen Studenten und von Absolventen der Popakademie zu veranstalten. Damit können schon heute die Stars von morgen in Lampertheim erlebet werden! Wir wollen so neue Farbe in die Kulturlandschaft bringen. Es soll eine nachhaltige Zusammenarbeit werden, so sollen ab 2022 Coachingangebote mit aufgenommen werden. Durch diese sollen Lampertheimer junge Musiker und Bands durch Studenten der Popakademie Unterstützung erfahren” blickte Marius Schmidt auf weitere Ziele der Zusammenarbeit und erhofft sich einen Impuls aus der Popakademie für die lokale Musikszene.
Der in Lampertheim geborene und in Hüttenfeld aufgewachsene Hubert Wandjo, Popakademie Business Direktor, freute sich, das in sein seiner Heimatstadt ein solches Projekt realisiert wird. „Seit 50 Jahren bin ich mit Hans-Jürgen Götz befreundet, er kam zu mir nach Mannheim mit der Idee, Popakademie-Bands in Lampertheim vorzustellen. Es gab gute Gespräche mit der Stadt Lampertheim und wir haben hier eine tolle Möglichkeit, unseren jungen Bands eine Live-Auftritt zu bieten. Dies ist sehr attraktiv für uns. Ein Teil der Ausbildung unserer Künstler ist, dass sie selbst Bands und Musiker coachen, dies findet ab dem kommenden Jahr ebenfalls im Rahmen der Kooperation statt. Junge Musiker helfen anderen jungen Musikern auf die Sprünge, eine ideale Kombination. Die Popakademie gewinnt eine Bühne und Lampertheim tolle Konzerterlebnisse und Unterstützung für seine Bands.”
Auch Hans-Jürgen Götz, der als wichtige Kontaktperson fungiert, ist begeistert. „Es geht nicht nur darum, Bands spielen zu lassen, sondern auch um die Nachwuchsmusiker in Lampertheim, denen auf diesem Weg geholfen werden kann”, ist das MIL-Urgestein überzeugt.
Nils Max, bei der Popakademie unter anderem für den Bandpool verantwortlich, erläuterte, dass die Popakademie als Hochschule ihren Studenten musikalische Jobs vermittelt, mit denen diese ihr Studium und ihren Lebensunterhalt finanzieren können. 300 Auftritt können so im Jahr vermittelt werden. Er dankte der Stadt Lampertheim für „den Mut und das Vertrauen in diesen ganzheitlichen Ansatz.“
Kulturbereichsleiter Rolf Hecher betonte abschließend, dass „Kultur durch Beziehungen funktioniert. Wir möchten hier gerade jungen Menschen einen kulturellen Mehrwert schaffen und dass diese Zugang zu uns finden.“ Benjamin Kloos