Politischer Aschermittwoch der SPD Lampertheim mit politischen Themen, buntem Programm und geselligem Beisammensein
„Die Superhelden sind auch wieder gelandet“
Heike Hildebrand (stellvertretende Ortsvorsteherin in Hofheim), bekannt aus der Hofheimer Fastnacht und dem Fernsehen, sorgte mit ihrem närrisch-politischen Beitrag für gute Unterhaltung der Gäste am politischen Aschermittwoch der SPD. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Die Lampertheimer Sozialdemokraten ließen eine alte Tradition aufleben, denn erstmals nach vielen Jahren gab es erneut einen politischen Aschermittwoch.
Marius Schmidt, Spitzenkandidat der Lampertheimer SPD, konnte sich gemeinsam mit vielen Gästen im Vereinsheim des Odenwaldklubs auf unterhaltsame Momente mit der aus der Hofheimer Fastnacht und dem Fernsehen bekannten Heike Hildebrand freuen. Die närrische Zeit wurde mit politischen Themen und gleichzeitig unterhaltsam beendet. Den Anwesenden wurde zum geselligen Beisammensein Hering mit Pellkartoffeln gereicht.
„Die Superhelden sind auch wieder gelandet“ – mit diesem Hinweis auf das Faschingsmotto, dem sich auch Marius Schmidt, Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler und weitere Parteigenossen angeschlossen hatten, eröffnete Schmidt die Veranstaltung und gab den Startschuss für die heiße Phase des Wahlkampfs in den kommenden drei Wochen. Als Wohnzimmer bezeichnete Schmidt scherzhaft das Vereinsheim des Odenwaldklubs, da er im OWK seit vielen Jahren neben seiner politischen Tätigkeit ebenfalls engagiert ist. Er verwies auf die aktuellen Geschehnisse des Zugunglücks in Bad Aibling, die besonderen Frohsinn nicht zuließen und ihm die Zugespitztheit in Bezug auf andere Parteien ein wenig verleitete. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, einen Blick auf die AfD zu werfen. „Ein in Erwägung gezogener Schusswaffeneinsatz zur Sicherung der deutschen Grenzen ist für uns Demokraten eine beschämende Situation“, wandte er sich an die anwesenden Gäste und warb um die Absage an Extremisten sowohl der rechten, als auch der linken Seite. In Bezug auf die CDU kritisierte er, dass diese nur zwei Frauen auf der Kandidatenliste habe. Die Listen sollten seines Erachtens die gesellschaftliche Situation widerspiegeln, in der es hälftig Frauen und Männer gibt. Die SPD hingegen stehe diesbezüglich mit sieben Frauen und acht Männern auf der Kandidatenliste deutlich besser da.
Zum Thema Innenstadtbelebung betonte Schmidt, dass hier in den nächsten Jahren dringend etwas getan werden müsse – durch entsprechende Förderungen und Schaffung von zusätzlichen Anreizen möchte er gemeinsam mit seinen Parteimitgliedern ein „liebevolles gutes Herz“ der Kernstadt Lampertheims schaffen. Ein wenig frotzelte er über die Themen der anderen Parteien. „Bürger für Bürger“ sei die große Qualität der SPD, die Verantwortung für Lampertheim in vieler Hinsicht übernehmen möchte. Dabei sei es besonders wichtig, direkt bei den Bürgern nachzufragen, „wo der Schuh drückt“, um entsprechend reagieren zu können – die Nähe zu den Vereinen sei in diesem Zusammenhang besonders zu erwähnen.
Das Wahlplakat mit dem Titel „Unsere Zukunft gestalten“ wurde kurz vorgestellt: „Voller quietsch-bunter Bilder, gestaltet von Kindern, denn unsere Politik steht auch und vor allem für unseren Nachwuchs, die Kinder“ ergänzte Schmidt. „Wir sind engagiert mit Herz und Verstand“ schloss er seine Ansprache und dankte allen Parteimitgliedern, in der Hoffnung, gemeinsam so harmonisch wie bisher den Weg weiter gehen zu können. Er leitete zum „nach-närrisch politischen Beitrag“ von Heike Hildebrand über. Die stellvertretende Orstvorsteherin aus Hofheim gab sich als Beamtin bei der Stadt Lampertheim aus und sang das „Lieblingslied aller Beamten“: mit „Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu“, vorgetragen mit einer Gießkanne, sorgte sie für großes Gelächter. Sie gab auf großen Beifall hin noch eine „nach-fastnachtliche Zugabe“ und beendete scherzhaft die „SPD Faschingssitzung“. „Per Applaus buchen wir Dich für die nächsten politischen Aschermittwoche“ fügte Schmidt hinzu und leitete zum gemütlichen Teil der Veranstaltung über. Sigrid Samson