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Di., 30. August 2022, 09:00 Uhr
TRADITION: Kerwemontag bei der SGNoWA
Die Wattemer Kerb war do – gemeinsam essen, trinken und Spaß haben
Einzug der Kerweborsch mit Kranz und Kerwevadder an langen Tischreihen entlang mit etwa 80 erwartungsvollen Gästen. Foto: Hannelore Nowacki
WATTENHEIM – Die Wattemer Kerb 2022 war ein Ereignis, das nach zwei Jahren Pause wegen der Coronapandemie wieder zu begeistern wusste. An vier Tagen gab es kulinarische Genüsse, die sich die Wattenheimer schmecken ließen: Am Freitag zur Eröffnung durch das Kerwekomitee kamen bei der Freiwilligen Feuerwehr die legendären Koteletts auf die Teller, nebenan bei der SG NoWa wurde die Bar eröffnet. Am Samstag war bei der Feuerwehr Schnitzelabend und am Sonntag zum „Tag der offenen Tür“ hatte die Feuerwehr ihren Zwiebelrostbraten im Angebot. Der Vogel- und Naturschutzverein Wattenheim führte im Feuerwehrhaus die Cafeteria. Am Kerwemontag kam am Vereinsheim der SG NoWa der Abschluss mit Kerwerede von Kerwevadder Klaus Ruppert und Kranzaufhängen. Routiniert hatten die drei Kerweborsch Austen Bedford, Justin Keller und Philipp Grünig den Kerwekranz an seinen Platz gehängt, als aktive Fußballer kein Problem. Kerwevadder hatte die Taufe stilgerecht mit Klobürste und Eimer vollbracht. Selbst hatte er sich mit Zylinder und Frack in Schale geworfen. Gegenüber dem TIP hatte der Kerwevadder zuvor verraten, dass im Eimer kein Wein sein werde, weil zu kostbar. Den Fassanstich warteten nicht alle 80 Gäste ab, einige reihten sich lieber in die länger werdende Schlange bei der Essensausgabe ein. Hier gab es wunderbare Haxen, Hackbraten mit Soße, Rippchen, Bratwurst, dazu Beilagen und für den kleinen Hunger Fischbrötchen und Brötchen mit Hausmacherwurst. Seine Kerwerede hatte Kerwevadder Ruppert mit Informationen aus dem Ortsgeschehen gewürzt, aber „knackig kurz war heute die Rede“, gestand er am Ende ein. „Macht weiter so und lasst es krachen, sonst können wir nächstes Jahr keine Rede machen“. Wie es scheint, müssen sich die Wattenheimer mächtig ins Zeug legen. Ein paar lustige Trinksprüche hatte der Kerwevadder in seine Rede eingestreut, beispielsweise eine alte Weisheit: „Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, uff de Kerwe is es umgekehrt – Prost!“ Sein Hinweis zum Thema Corona: „Wenn dir noch das Bierchen schmeckt, hast du dich nicht angesteckt“. Ortsvorsteherin Sigrid Ambros hörte zu, Bürgermeister Volker Scheib grüßte amtlicherweise als „Eier Böjermoschder“ aus Polen „alle Leid“ mit mundartlicher Ansprache und wünschte „viel Spaß und Freid“. Hannelore Nowacki