Viel Neues an vier Tagen / Kinderprogramm dank Sponsoren
Die Wattremer Kerb war doo
Besonders auf die Kinder warteten bei der Wattremer Kerb zahlreiche neue und attraktive Angebote. Foto: Hannelore Nowacki
WATTENHEIM – Umleitung hieß es für den Verkehr an der Schulstraße, denn hier wurde auf der Straße bis zum Feuerwehrgerätehaus Kerwe gefeiert – das war neu. Die angekündigte Überraschung, wer der neue Kerwevadder wird, erfuhren die Wattenheimer am Freitag, als Joachim Bormuth seinem Nachfolger Siegbert Ochsenschläger die Schärpe übergab. Zuvor gruben sie gemeinsam mit den Kerweborsch die Kerwe aus, ein wiederbelebter Brauch. Das Kerwekomitee hatte sich noch mehr einfallen lassen und mehrere Sponsoren gefunden. Am Samstagnachmittag waren die Kinder zu einem Unterhaltungsprogramm mit Zauberer Peter Pepper aus Worms eingeladen. Die Bibliser Bürgerstiftung hat diese Attraktion finanziert. Der Zauberkünstler war von Wattenheim sehr begeistert, ebenso die große Kinderschar, die auf den Bänken Platz vor dem Dorfzentrum genommen hatte. Auch nach der Show war der Zauberer noch gefragt, denn er kann als Ballonkünstler Kinderwünsche erfüllen. Die vierjährige Maja hatte schon ein schönes Marienkäferarmband bekommen, dann hatte sie noch eine Idee: Ein Schwert mit Gürtel. Das wünschte sich auch der fünfjährige Philip. Sein Opa erhielt eine Zauberaufgabe, an der auch die Oma mittüftelte. Große Freude bei Silke Maringer und Stefanie Reis aus Wattenheim, die beide im Handharmonikaclub aus Groß-Rohrheim musizieren – im Dorfzentrum hatten sie die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen übernommen. Am späten Nachmittag waren alle 28 Kuchen und Torten verkauft. 15 Prozent des Erlöses will der Club für die Außenrenovierung der Wattenheimer Kirche spenden. Am Sonntag bewirtete der Würfelklub die Kerwegäste mit Kaffee und Kuchen. Stefanie Reis, Mitglied im Kerwekomitee, zog eine erste Bilanz: „Es war ein richtig guter Tag, am Samstag war es noch nie so voll“. Weitere Sponsoren für das Kinderprogramm seien die Raiffeisenbank und die Sparkasse. Im Zelt der Geopark-Ranger aus dem Odenwald waren Kinder und Erwachsene in Aktion. Die Hände im Schaumwasser, filzten sie, was das Zeug hielt. Heraus kam nach einer dreiviertel Stunde Arbeitsvergnügen zum Beispiel ein formschöner Apfel oder Kürbis. Elaine, aus Kaiserlautern zu Besuch, formte aus mehreren Filzschichten eine Perlenkastanie. „Wir wollen mit unserem Aktionsstand altes Handwerk vermitteln“, erklärte Rangerin Dorothee Klein. Auf dem Rücken großer Pferde gefiel es den Kindern beim Reiten in der Schulstraße, wo sie auf dem Reitplatz Runden drehten und Spaß an kleinen Kunststücken hatten. Hannelore Nowacki