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  • Fr., 23. Juli 2021, 09:46 Uhr
    VOGELPARK LAMPERTHEIM: 10.505 Euro Förderung vom Land Hessen aus dem Programm „Ehrenamt digitalisiert“ 

    Digitale Revolution mit Projekt „Vogelpark 4.0“ 

    Große Freude beim Vorstand des Vogelpark Lampertheim über den Förderbescheid des Landes Hessen, den Thomas Metz im Beisein des Ersten Stadtrats Marius Schmidt und des Landtagsabgeordneten Alexander Bauer dem Vereinsvorsitzenden Stephan Germann überreichte. Im Hintergrund der Spielplatz mit den neuen Spielgeräten.  Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Ein schöner Termin war es für alle Beteiligten, die sich am frühen Mittwochabend im AZ-Vogelpark unter freiem Himmel trafen. Die Vorstandsmitglieder freuten sich über den Besuch von Justizstaatssekretär Thomas Metz, der aus Wiesbaden einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 10.105 Euro mitgebracht hatte. Metz bekannte, dass er dies mit großer Freude tue. Damit gelinge es, den Verein mit dem Projekt „Vogelpark 4.0“ digital voranzutreiben und die Vereinsarbeit effizienter zu gestalten. Das Land Hessen unterstütze mit dem Programm „Ehrenamt digitalisiert!“ Vereine, um den ehrenamtlichen Einsatz anzuerkennen. Er sei als Vertreter der Region gekommen, der hier zuhause ist, nicht in seiner Funktion als Justizstaatssekretär, merkte Metz an. Zu Besuch waren auch der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer (CDU) und der Erste Stadtrat Marius Schmidt (SPD), der für den Bereich Bildung, Kultur und Ehrenamt zuständig ist. Nicht nur Unternehmen, auch Vereine müssten mit der Zeit gehen, betonte Metz, nur so bleibe man attraktiv. Die ehrenamtliche Vereinsarbeit sei mit viel Verantwortung verbunden. Da er sich zuvor mit der  Historie des AZ-Vogelparks beschäftigt hatte, wusste Metz auch vom Generationenwechsel im Vorstand vor zwei Jahren und von den neuen kulturellen und kulinarischen Angeboten des Vereins. Im Vorstand sind der Erste Vorsitzende Stephan Germann, die Zweite Vorsitzende Sandra Gogolok, Kassiererin Sarah Germann und Schriftführerin Melina Ochs. Wie haben die Vorgänger die Vorstandsarbeit organisiert? Die Generation im Alter um die 80 Jahre hat das analog gemacht, im Telefonbuch beispielsweise stand unter R der Zuständige fürs Rasenmähen und unter G derjenige, der grillt, berichtete Vorsitzender Germann den Besuchern. Die Umstellung auf das digitale Verwalten nennt er „eine kleine digitale Revolution“ und beschrieb, was gemeint ist: „Wir brauchen eine gemeinsame Datenablagestruktur und wir müssen schneller sein“. Mit der Fördersumme von 10.505 Euro und einem Eigenanteil von zehn Prozent könne der Vorstand seine Pläne für die digitale Verwaltung jetzt umsetzen. Den Antrag mit Kostenplan hatte Germann im Februar eingereicht. Zukünftig wird das Vereinsmanagement datenschutzrechtlich konform mit neuer Hardware für die Vorstandsmitglieder und einem zukunftsfähigen Programm die ehrenamtliche Arbeit unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Mitgliederverwaltung, Finanzbuchhaltung, Behördenkorrespondenz, Futtermittel- und Inventarlisten. Denn im Park gebe es viel zu tun, Tiere und Anlagen müssten gepflegt werden. Ziegen und Hühner gibt es und eine reiche Vogelwelt mit Wellensittichen, Zebrafinken und mehreren Sitticharten. Auf dem Gelände sind 16 Storchennester besetzt – die wild lebenden Störche haben in dieser Saison etwa 30 Jungstörche großgezogen, die es sich auch außerhalb des Vogelparks gemütlich machen. Bauer zeigte sich überzeugt, dass die Digitalisierung im stark belasteten Ehrenamt eine Erleichterung bedeutet und meinte: „Der Vogelpark hat es verdient“. Als zuständiger Dezernent wisse er, dass der AZ-Vogelpark-Verein sehr gut im Akquirieren von Drittmitteln ist, betonte Erster Stadtrat Schmidt, auch die Stadt freue es, dass sich der Verein neu aufgestellt hat, um nach innen und außen attraktiv zu sein. Vereinsvorsitzender Germann bedauerte, dass wegen Urlaubs nicht alle Vorstandsmitglieder kommen konnten. Nach dem offiziellen Teil führten Germann und die Vorstandsmitglieder die Besucher durch den Park, die von der gepflegten Anlage angetan waren. Der Tierbereich muss jedoch wegen fehlender Kranken- und Quarantäne-Station für die Öffentlichkeit noch geschlossen bleiben. Die Vögel zwitschern dennoch munter und die beiden Trauerschwäne im Teich drehen in aller Ruhe ihre Runden. Nachdem Susi ihren Partner durch einen Fuchsangriff verloren hatte, hat der Vorstand aus Bayern einen Nachfolger besorgt. Wenn Susi und Franzl sich verstehen, könnte es Nachwuchs geben. Allerdings sollte Franzl seiner Gefährtin nicht frech am Gefieder zupfen, das gefällt ihr gar nicht und sie nimmt Abstand. Hannelore Nowacki

    Die beiden Trauerschwäne könnten ein Liebespaar werden. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

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