Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Digitales Leben und Lernen an allen Schulen im Ried
Mo., 20. September 2021, 16:55 Uhr
MEILENSTEIN: Sieben Kilometer Glasfaser werden verlegt / 28 Schule im Kreis werden angeschlossen / Symbolischer Spatenstich an EKS
Digitales Leben und Lernen an allen Schulen im Ried
Es ist geschafft: Mit dem symbolischen Spatenstich an der EKS wurde der offizielle Startschuss für den Anschluss von 28 Schulen an das Glasfasernetz vollzogen – darunter 17 Schulen in Biblis, Bürstadt, Groß-Rohrheim und Lampertheim. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – Es war ein besonderer Tag und ein digitaler Meilenstein an der Erich Kästner-Schule (EKS) in Bürstadt, aber gleichzeitig auch für insgesamt 28 Schulen im Kreis Bergstraße, darunter alle Schulen im Ried, die bisher noch nicht über einen Glasfaseranschluss verfügen: Am Montag starteten die Bauarbeiten zum Breitbandausbau durch Glasfaseranschluss, um die Schulen mit „schnellerem Internet” zu versorgen. Dabei wird künftig digitales Lernen und Leben mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s möglich sein. An der EKS wurde hierfür ein symbolischer Spatenstich durchgeführt.
Insgesamt werden rund sieben Kilometer Glasfaser verlegt und 21 Glasfaser-Netzverteiler angeschlossen. Der Kreis Bergstraße ist damit einer der ersten Landkreise bundesweit, der seine Schulen flächendeckend mit dieser zukunftsweisenden Infrastruktur ausstattet.
Die Schülerinnen und Schüler der EKS begrüßten dabei die zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft mit einem Lied: „Wir wollen schnelles Internet und Glasfaser” war hierbei die Kernaussage – und Landrat Christian Engelhardt sicherte ihnen zu, dass sie Glasfaser jetzt auch bekommen. „Dies ist ein großer Tag. Wir beginnen heute offiziell mit dem dritten Block der Glasfaserverlegung, danach werden wir fertig sein”, strahlte Landrat Engelhardt mit der Sonne um die Wette, die passend zum Beginn des Spatenstichs den Weg durch die Wolken fand. „Zwei Themen sind mit besonders wichtig, und beide kommen hier zusammen: Bildung und Digitalisierung. Und beide Themen sind elementar für die Zukunft. Wir haben 12.000 Computer an unseren Schulen und frühzeitig die entsprechende Software besorgt. Was wir aber noch gebraucht haben war der Anschluss an die Datenautobahn an einigen Schulen. Bereits vor 2,5 Jahren war uns klar, dass wir Glasfaser benötigen. Wir wollen jedem Haushalt und jedem Gewerbebetrieb ein Angebot für Glasfaser bin ins Haus anbieten, aber wir beginnen mit den Schulen, da hier sehr viele Daten fließen. Wir brauchen eine Autobahn und kein normales Internet. Denn es ist für die Schülerinnen und Schüler wichtig, das Internet im Unterricht nutzen zu können. Alle Klassen sollen gleichzeitig die Möglichkeit haben, über das Internet zu lernen. Hierfür benötigt man Power und diese bekommen wir jetzt.” Landrat Engelhardt erläuterte, dass man zunächst eine Markterkundung durchgeführt habe und anschließend nach entsprechenden Fördermöglichkeiten geschaut habe. „Diese haben wir auch bekommen, insgesamt investieren wir drei Millionen Euro in die Versorgung der Schulen mit Glasfaser.” In der Ausschreibung hat die Deutsche Telekom das beste Angebot abgegeben und erhielt den Auftrag für diesen Ausbau.
Wichtig war es Landrat Engelhardt zu betonen, dass „alles schon vor Corona begonnen hat und jetzt umgesetzt wird. Wir sind dann einer der ersten Landkreise weit und breit, der es geschafft hat, Glasfaser an jede Schule zu bringen. Damit schaffen wir den Schulen die Möglichkeiten, im Unterricht auf das Internet zugreifen zu können. Hier wird die moderne Grundlage für die Zukunft gelegt .”
Die Schulleiterin der EKS, Stephanie Dekker, freute sich, dass in Bürstadt stellvertretend für 28 Schulen der Spatenstich durchgeführt wurde. „Wir hoffen und freuen uns, dass wir bald schnelles Internet haben. Hierfür kämpfen wir seit fünf Jahren, es war der ausdrückliche Wunsch des Kollegiums, digital arbeiten zu können. Dabei haben wir uns in vielen Workshops intensiv mit dem Thema digitaler Unterricht auseinandergesetzt.”
Bürgermeisterin Barbara Schader betonte, dass die Digitalisierung ein zentrales Thema für die Zukunft der Schule ist, perfekt ausgestattet für die Zukunft und die Digitalisierung zu sein. „Sobald der Anschluss erfolgt ist, können wir an der EKS starten, weil wir hier ein entsprechendes Konzept haben. Die Schulgemeinde wartet auf diesen Start!”
Anschließend erfolgt der symbolische Spatenstich, über den sich neben den Lehrerinnen und Lehrern auch die anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie die neue Schülervertretung um Schülersprecher Serkan Turan, Carolina Cita, Azra Keyvanoglou und Pavel Schmidt freuten. Benjamin Kloos