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  • Di., 19. Juli 2022, 08:40 Uhr
    KERWE: Riedrode feiert ein rauschendes Festwochenende mit vielen Besuchern

    „Dorfkerwe dehoam“ ist passé, die Freude des Wiedersehens ist groß

    Nach zwei Jahren Entzug feierten die Riedroder mit ihren Besuchern eine gelungene Kerwe. Foto: Eva Wiegand


    RIEDRODE - Zwei Corona-Jahre mit Alternativ-Kerwe in Riedrode sind nun Geschichte, endlich ist wieder alles so, wie es vorher war. Nur wenige, kleine Neuerung gab es dann doch: Traditionell wurde sonst einige Tage vor der Kerwe der Dorfbrunnen als Einstieg in das Geschehen geschrubbt. Doch in diesem Jahr war eher handwerkliches Geschick statt das Talent zum ordentlichen Putzen gefragt, denn im Neubaugebiet stellten die Kerweborsch und -mädels zwei neue Fahnenmaste auf, die auf zukünftige Feste im Ort hinweisen sollen. Ansonsten setzte die Kerwemannschaft erstmal auf Bewährtes, das Treiben verlief an den drei Festtagen nah am Vor-Corona-Original. Los ging es am Freitag mit dem obligatorischen Ausgraben der Kerwe durch Kerwevadder Fabian Kreiling und seiner Mannschaft, gefolgt von den lustigen Gaudi-Spielen. In diesem Jahr schauten dazu besonders viele Riedroder in der Ortsmitte vorbei, auch viele neu zugezogene Familien wurden gesichtet, so dass gleich Bekanntschaften geknüpft werden konnten. Schließlich feierten die Besucher bei bester Partystimmung mit Musik der Band District Lounge bis in die frühen Morgenstunden. Am Samstagabend ging es mit guter Laune weiter, da heizte wieder der Bergsträßer Schlägerkönig Rico Bravo gemeinsam mit Howie und Rosie den Besuchern ein, diesmal nicht auf Distanz von einem fahrenden Gefährt, sondern mitten in der Menge. Der Sonntag startete wie gewohnt mit dem Frühschoppen und dem Kerwetalk, zu dem sich dann erneut das Festzelt füllte. Zum Höhepunkt des Kerwetreibens weihte der Kerwevadder schließlich am Mittag den Kerwekranz, der anschließend mit vereinten Kräften am Dorfbrunnen platziert wurde. Nach dem Einzug ins Festzelt bedankte sich Kreiling dann auch gleich bei den treuen Kerwe-Anhängern, die auch in den beiden Corona-Jahren die Arbeit der Kerwemannschaft mit ihren Bestellungen unterstützt haben. Diesen Zusammenhalt wünschte sich der Kerwevadder auch für die Zukunft: „Unterstützt die Riedroder Vereine, denn jedes Bier, jede Bratwurst trägt dazu bei, dass das, was wir hier in Riedrode haben, am Leben erhalten werden kann.“ In seiner Kerweredd, die Kerweopa Bernd Deckenbach wieder mit heißer Nadel und „à la minute“ gestrickt hat, gestattete Kreiling dann wieder tiefe Einblicke in das Dorfgeschehen. Und da gab es wie gewohnt einiges zu berichten. 15 Seiten füllten die Geschichten aus dem Dorf und über die Dorfbewohner, die sich mit abgebrannten Beinhaaren beim Grill anzünden und betrunkenen Autofahrern im Odenwald herumschlagen mussten. Schließlich wurde noch das Schätzspiel aufgelöst, das den ein oder anderen Euro in die Kerwekasse gespült hatte. Nicht zu vergessen: Die Riedroder Kerwe hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein Maskottchen. Ortsvorsteher Helmut Dietz kürte die junge Mitbürgerin Lisa Walter für ein Jahr. Bleibt festzuhalten: für die Kerwecrew sowie die Besucher war es ein äußerst gelungenes Wochenende. Eva Wiegand 

     

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