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Di., 17. Januar 2017, 20:30 Uhr
1. Carneval-Club Rot-Weiß feierte Ordensfest mit vielen Lieblichkeiten und Tollitäten
Drei donnernde Helau stimmungsvoller als Kölner Alaaf
Stadtprinzessin Christiane III. vom 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß Lampertheim verlieh beim Ordensfest auch den ganz jungen Besuchern den Jubiläumsorden. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Beim Ordensfest des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (1. CC Rot-Weiß) am Sonntagnachmittag in der Zehntscheune waren Pracht und Glanz der närrischen fünften Jahreszeit zu bewundern. Der Hochadel der Fastnacht treibenden Vereine und Karnevalvereine aus dem Großraum Lampertheim von Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Eich bis nach bis Karlsruhe, Pforzheim und darüber hinaus war zum Teil mit größerem Gefolge angereist, um die Jahresorden zu tauschen und sich gegenseitig Wertschätzung mit kleinen Präsenten zu zeigen. Die Prinzessinnen liebten es, zusätzlich auch ihre eigenen Orden zu verleihen. Die Lampertheimer Stadtprinzessin Christiane II. vom 1. CC Rot-Weiß, an ihrer Seite Sitzungspräsident Markus Gutschalk, legte den gekrönten und nicht gekrönten Häuptern den Jubiläumsorden um den geneigten Hals. Eine große goldene 60 ziert den Orden mit dem Motto „1. C.C. Rot-Weiß 1956 e. V. Lampertheim – Rot-Weiß sind unsere Farben, davon können wir nicht genug haben“, der eine tolle und gehaltvolle Geburtstagstorte darstellt. 120 Delegationen oder mehr gaben sich im Laufe von rund drei Stunden die Ehre, brachten gute Laune und gute Wünsche mit, sorgten mit gereimten Begrüßungen und ihrem jeweiligen Motto für Applaus. Empfangen wurden sie von der fröhlichen Tanzgruppe „Fantasy“ mit schwingendem Kopfschmuck, die auch die ordentliche Registrierung vornahm.
Das Mannheimer Stadtprinzenpaar Kim I. von der Kurpfalz und Christopher I. von Soll und Haben war mit großem Hofstaat zur Ordensverleihung eingetroffen, begrüßt von Stadtprinzessin Christiane III. und Sitzungspräsident Markus Gutschalk. Foto: Hannelore Nowacki
In einer frühen Ordensrunde wurden Politik und Verwaltung geehrt – Bürgermeister Gottfried Störmer, Erster Stadtrat Jens Klingler mit Nachwuchs, die Stadtverordneten Fritz Götz, Marius Schmidt und Helmut Hummel sind nun Ordensträger, ebenso die Lampertheimer Spargelkönigin Stefanie II. und Heinz-Dieter Schäfer vom Seniorenbeirat. Aus der Nachbarschaft und der Narrenhochburg Lampertheim selbst bevölkerten zahlreiche Vereine den Saal, zogen häufig nach der Ordensverleihung weiter zur nächsten vergnüglichen Verpflichtung. Von der Vereins-AG und einer Abordnung ihres Vereins Bürstädter Fastnachtsclub (BFC) begleitet, war die Bürstädter Stadtprinzessin Ann-Cathrin I. gekommen, ihr Spendenpferd wartete auf der Bühne hungrig auf Futter. Den Tusch und Marsch an passender Stelle hatten die „Zwoa Spitzbuam“ parat. Prinzessin Christina III. vom Viernheimer Club der Gemütlichen (CdG) berichtete von ihrem Ausflug nach Köln am Vortag, wo sie ein ziemlich müdes „Alaaf“ zu hören bekam. Sie und ihr Verein von der Grenze zwischen „Helau“ und „Ahoi“ freuten sich daher umso mehr auf das feurige „dreifach donnernde Helau“ beim 1. CC Rot-Weiß. Mit Hofstaat rauschte das Mannheimer Stadtprinzenpaar Kim I. von der Kurpfalz und Christopher I. von Soll und Haben durch den Saal. Ihre Lieblichkeit betrat die Bühne zunächst solo, um dann dem Prinzen den großen Auftritt zu gönnen. „Stadtprinzessin zu sein ist ein großes Glück“ teilte die entzückende Lieblichkeit dem Publikum mit und empfahl „Lebt euer Leben“. Stadtprinz Christopher I. von Soll und Haben sah das Humorkapital gut angelegt und zeigte sich überzeugt: „Euer Gute-Laune-Konto, das ist immer voll“. Verweilen konnten die Mannheimer nicht, sie zogen bald weiter. So konnten sie auch nicht entdecken, welche Berge von Köstlichkeiten sich unter der weißen Hülle auf dem Riesentisch inmitten des Saals verbargen. Hannelore Nowacki