JUBILÄUM: MGV Sängerlust feierte 130-jähriges Bestehen mit Konzert in der Pfarrkirche St. Peter
Drei Sängerlust-Chöre nahmen das Publikum mit in höhere Sphären
Die drei Chöre des MGV Sängerlust bei der Zugabe mit dem irischen Segenslied. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – 130 Jahre besteht der MGV Sängerlust Bürstadt, gegründet 1894, und ist doch gänzlich auf der Höhe der Zeit. Das Programm zum Jubiläumskonzert am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Peter war mit 22 Liedern ein Ausflug in die höheren Sphären der Musik verschiedener Epochen und Genres und des vollendeten Gesangs. Abwechslungsreich in der Auswahl der Titel und im gesanglichen Vortrag – eine Lust und Freude zuzuhören und sich vom besinnlichen Eindruck vereinnahmen zu lassen.
Besinnlich und beschwingt zugleich, von emotionaler Wärme durchdrungen, füllten die Gesangsstimmen das Kirchenschiff und wärmten von innen her. Viel Applaus, auch Jubel war der verdiente Lohn. Peter Schnur hatte die musikalische Gesamtleitung. Er dirigierte den Männerchor und den gemischten Chor „Emotion“ und sorgte für die Begleitung am Piano. Heiko Gündling dirigierte den Frauenchor. Mehrfach wechselten die drei Chöre auf die Bühne vor dem Altar.
Der Männerchor mit Dirigent Peter Schnur. Foto: Hannelore Nowacki
Der Männerchor setzte mit der Lobpreisung „Singt dem Herrn der Herrlichkeit“ zu Beginn dynamisch den ersten geistlichen Akzent, gefolgt vom leisen und besinnlichen „Still ruht der See“. Im Text des dritten Liedes „Tebe Poem“ (O Herr, gib Frieden), einem altrussischen Kirchengesang, geht es um Frieden wie auch im Lied „Herr, schenke den Frieden“ aus der Oper „Die Macht des Schicksals“, das der Männerchor in seinem dritten Liederblock vortrug.
Der Chor „Emotion“ mit Dirigent Peter Schnur. Foto: Hannelore Nowacki
Der Chor „Emotion“ hatte sich vorwiegend auf englischsprachige Lieder verlegt wie den Gospel-Song „Carriers of the Light“ und „Were you there?“ In ihrem zweiten Teil stand die weltliche Liebe mit „The Book of Love“ von Peter Gabriel auf dem Programm, gefolgt von „Pie Jesu“, begeistert gefeiert nach „Gloria“ aus der lateinischen Messe. Der Musik von Beethoven widmete sich der Männerchor dreimal mit „Herr, hab Dank“, dem Chor der Gefangenen „O welche Lust“ aus der Oper „Fidelio“ und „Die Ehre Gottes aus der Natur“.
Der Frauenchor mit Dirigent Heiko Gündling. Foto: Hannelore Nowacki
Ebenfalls zwei Auftritte hatte der Frauenchor, der mit dem Lied „Hebe deine Augen auf“ aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelsohn-Bartholdy ebenso beeindruckte wie mit dem modernen Song „Könntest du doch wieder bei mir sein“ aus dem Musical „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber. Beim mitreißenden „Halleluja“ von Kobi Ashrat klatschte das Publikum im Takt mit. Jubelnden Applaus spendete das Publikum dem Männerchor, der mit eindrucksvollen Solostimmen glänzte.
Begeistert spendete das Publikum Applaus. Foto: Hannelore Nowacki
Die Programmfolge mit allen wissenswerten Informationen lag als Faltblatt vor. Auf eine Moderation hatte der MGV Sängerlust verzichtet, was keineswegs nachteilig war. Zum Abschluss kamen alle 90 Sängerinnen und Sänger der drei Chöre zum gemeinsamen irischen Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“ auf die Bühne.