Gesundheitsamt bestätigt: Lampertheimer Badesee hat Spitzenqualität
Drei Sterne für ungetrübten Badespaß
Der Badesee in den Biedensand Bädern ist ein Naturidyll, das die Badegäste mit ausgezeichneter Wasserqualität verwöhnt. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Badesee in den Biedensand Bädern ist ein Natursee, in dem sich Fische wohlfühlen und auch Vögel gehören zum beliebten Naturidyll. Unzählige Badegäste genießen in dieser Saison das Schwimmen im See, der bis zu 14 Meter tief ist. Nach der Badegewässerverordnung kann sich der Badesee mit drei Sternen schmücken, die ihm eine ausgezeichnete Qualität bestätigen. Dennoch ging beim Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße vergangene Woche eine anonyme Anzeige ein, wie Erster Stadtrat und Geschäftsführer der städtischen Biedensand Bäder Jens Klingler beim Magistratsgespräch am Mittwoch mitteilte. „Einer solchen Anzeige bedarf es nicht“, sagte Klingler, „der See hat sogar eine bessere Qualität als vorgeschrieben“. Im Laufe der Saison vom 1. Mai bis zum 30. September entnehme das Kreisgesundheitsamt an acht Tagen Proben. Vor wenigen Tagen erst, am 1. August, gab das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt: „Im Hinblick auf die Wasserqualität können sich die Besucher auf ein erfrischendes Badevergnügen freuen, denn diese ist in unserem Kreis ausgezeichnet“.
Nach europaweit einheitlichen Untersuchungsverfahren der EU-Badegewässer-Richtlinie werde die hygienische Wasserqualität in Badeseen erfasst und ausgewertet. Die Laborwerte werden außerdem an das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie übermittelt. Doch dieser sehr gute Zustand ist nicht naturgegeben, betonte Klingler. Seit dem Jahr 2000 betreibe und warte der Angelsportverein 1920, der sein Domizil am Seeufer hat, auf eigene Kosten eine Belüftungsanlage. Der Sauerstoffgehalt werde dadurch verbessert, was den Fischen und der Stadt Lampertheim zugutekommt, die keine eigenen Mittel aufwenden müsse. Auch werde der Angelsportverein Karpfen einsetzen, die sich an den Knospen von unerwünschten Wasserpflanzen sattfressen sollen. Eine weitere Aktion hob Klingler anerkennend hervor: Beim Freiwilligentag im September hat sich der Schwimmverein mit einem Projekt angemeldet, bei dem ein seitliches Seeufer von Wasserpflanzen befreit wird.