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Mo., 19. April 2021, 09:09 Uhr
REIT- UND FAHRVEREIN LAMPERTHEIM: Wegen Corona-Verordnung Turnier ohne Zuschauer
Drei Tage Springturnier mit 420 Anmeldungen
Der Lampertheimer Denis Kühn ging am Samstagmittag bei der Springprüfung der Klasse A** mit zwei Pferden an den Start (im Bild mit Drago D). Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Sonnenschein, strahlend blauer Himmel und gute Stimmung bestimmten am Samstag das Turniergeschehen auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins 1932 Lampertheim (RuF) am Weidweg. Warm anziehen war angesagt, ein frischer Wind wehte. Dieser Auftrieb gefiel dem Weißstorch, der über dem Springplatz seine Runden flog und neugierig das Geschehen in den Blick nahm. Auf dem Springplatz herrscht eine besondere Etikette: „Die Winterjacken ausziehen“ – mit dieser Durchsage erinnerte Turniersprecher Volker Wurzbacher die Reiter an den passenden Auftritt. Weniger sonnig war es am Freitag und Sonntag, aber kein Regen. Dabei hätte es diesmal durchaus ein wenig Nässe von oben geben dürfen, am liebsten natürlich nachts. Dieser Wunsch der Vorsitzenden Christa Mrotzek ging nicht in Erfüllung. Stattdessen half die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug zur Bewässerung der Springplätze aus, die wegen der früher regenreichen Aprilturniere erneuert und mit einer Drainage ausgestattet wurden. Große Freude im Verein über den einzigen Lampertheimer Reiter Denis Kühn, der im A- und im L-Springen siegte und in der Zeitspringprüfung Klasse M den 5. Platz erreichte. Der 29-Jährige ging in der Springprüfung der Klasse A** mit Queenie Quirina und dem kleineren Drago D an den Start. Erfolgreich war auch die Bibliserin Celine Frieß, die für den RFV Viernheim am Springturnier teilnahm und bei der Springprüfung Klasse S* mit Siegerrunde als Schnellste ohne Fehlerpunkte siegte. Die Sieger durften sich über die Geldpreise freuen, die vor allem Lampertheimer und Bibliser Firmen ausgelobt hatten. Mit 420 Nennungen waren weniger Anmeldungen eingegangen als bei den April-Turnieren in der Vergangenheit, wegen der Corona-Beschränkungen war dies jedoch erwünscht. Zugelassen waren nur Profisportler und maximal zwei Begleitpersonen, zum Beispiel als Helfer, Pferdepfleger oder Besitzer. Amateur- und Freizeitsportler mussten zuhause bleiben. Ein Turnierteilnehmer hatte eine prominente Begleitperson mitgebracht: Hugo Simon, der für Österreich startete und 30 Jahre zur Springreiter-Weltspitze gehörte. Wegen der Corona-Beschränkungen richtete der Reit- und Fahrverein Lampertheim diesmal nur das Springturnier aus, keine Dressurprüfungen. Was die 2. Vorsitzende, Cora Wunder, besonders freute: Fast alle Angemeldeten waren tatsächlich gekommen, normalerweise erscheint etwa ein Drittel nicht. Das traditionelle April-Turnier des Reit- und Fahrvereins musste sich mit vielen Einschränkungen durch die Corona-Verordnung arrangieren: Keine Zuschauer, keine Siegerehrung mit Reiter und Pferd und weitere Beschränkungen im Gastronomiebereich. Weniger Gäste zu bewirten bedeutete weniger Einnahmen für den Verein. Zur positiven Bilanz zählt Cora Wunder den reibungslosen Turnierablauf ohne besondere Vorkommnisse und Verletzungen. Der Verein dankt den freiwilligen Helfern und den Sponsoren. Hannelore Nowacki