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  • Do., 13. Oktober 2016, 22:54 Uhr
    Geselliges Landfrauenfrühstück und Vortrag „Leben, lieben, lachen“

    Durchatmen bei zu viel Stress und die Stopp-Taste drücken

    Am ersten Landfrauenfrühstück auf Ortsebene in Lampertheim nahmen 35 Landfrauen teil. Im Bild: Sandra Steinmetz, Spargelkönigin Stefanie I., Sigrid Diekow sowie Marita Billau und Christa Wetzel vom Landfrauen-Teamvorstand. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Ländlicher Charme, Kerzenlicht und ein reichhaltiges Frühstücksbüffet erwartete die 35 Frauen des Lampertheimer Landfrauenvereins bei ihrem ersten gemeinsamen Frühstück auf Ortsebene. Auf der Galerie im Bauernladen Steinmetz ging es am Mittwochvormittag lebhaft zu, dazu war das gesellige Frühstücken auch gedacht. Spargelkönigin Stefanie I. als Tochter des Hauses nahm an diesem Ereignis ebenfalls teil. Anders als ihre Mutter Sandra Steinmetz ist sie noch nicht Vereinsmitglied, aber herzlich von Marita Billau, der Sprecherin des Vorstandsteams, nach ihrer Amtszeit dazu eingeladen. Beim anschließenden Vortrag von Sigrid Diekow aus Bensheim ging es um Stress, das große aktuelle Thema in den Medien und im Alltag. Der Titel „Leben, lieben, lachen“ ließ ahnen, dass es der Referentin bei der Stressbewältigung um mehr geht als Gesundheit. Im Dialog mit den Landfrauen wurde deutlich: Vom beschaulichen Landleben kann keine Rede sein, als Frau hat man fast natürlicherweise Stress. Wichtig zu wissen sei, was im Körper bei Stress vorgehe, erläuterte Diekow. Dabei gebe es persönliche Stressverstärker und die Anforderungen von außen, die auch mal mit einem „Nein“ beschieden werden sollten. Die  Volkskrankheit Stress lasse sich nicht mit noch besseren Aufgabenlisten bewältigen, es gelte die „goldene Mitte zu finden“ und die „Stopp-Taste zu drücken“. Wie gut das empfohlene Durchatmen hilft, zeigte eine gemeinsame Übung. Fehlende Wertschätzung könne ein bedeutender Stressfaktor sein, Lob und Anerkennung dagegen die beste Medizin. Mitmenschen freundlich auf die Schulter zu klopfen übten die Frauen gemeinsam in einer Schulterklopfschlange vorwärts und rückwärts. Nicht nur an dieser Stelle des Dialogs zwischen Referentin und Landfrauen wurde das Stichwort „lachen“ lebendig. Als Gastgeberin erhielt Sandra Steinmetz Applaus für die schöne Dekoration. Das ernste Thema Stress kam in heiterer Stimmung zum Abschluss. Fragen wie „was zehrt mich aus“ oder „was nährt mich“ wiesen den Weg zum stressfreieren Leben und Lieben. Klar war auch: Wenn der Mann gestresst ist, wird es zu Hause ziemlich stressig. Doch die Landfrauen hatten viele eigene Rezepte gegen den Stress parat, zum Beispiel den Tag beim Frühstück mit dem Mann gemeinsam beginnen. Sicher werde das Landfrauenfrühstück im nächsten Jahr wieder stattfinden, meinte Marita Billau nach der positiven Resonanz der Landfrauen. Auf Bezirksebene treffe man sich jährlich zum Frühstück. Ein Stück praktischer Stressbewältigung erlebten die Landfrauen, als zu Beginn die Technik mit Beamer und Mikrofon streikte. Schließlich klappte die Verständigung auch ohne elektrische Stimmverstärkung. Hannelore Nowacki

    „Leben, lieben, lachen“ war der Titel des Vortrags von Sigrid Diekow, verbunden mit praktischen Anti-Stressübungen. Foto: Hannelore Nowacki

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