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Mo., 23. November 2015, 23:23 Uhr
Diakoniestiftung spendete 3.500 Euro für VHS-Flüchtlingssprachkurs
Durchstarten in die Integration mit einem ersten Zertifikat
„Es gibt nichts wichtigeres als die deutsche Sprache zu erlernen“, sagte Martina Seelinger. Aus ihren Zinserträgen hat die Diakoniestiftung für den Mehrbedarf der Diakoniestation im Bereich Tagesbetreuung ein neues Auto beschafft, im nächsten Jahr soll ein Teil des Geldes jugendlichen Behinderten zugutekommen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Sie kommen aus Eritrea, Syrien und Somalia und sie sind sehr motiviert. Deutschlehrerin Ursula Knigge hatte schon am ersten Unterrichtsabend vor zwei Wochen gemerkt, dass es den Flüchtlingen Ernst mit der deutschen Sprache ist. Die beiden A1-Unterrichtsbücher mit CD für den VHS-Kurs teilte sie dann beim zweiten Termin aus. Der Raum in der Alten Schule füllte sich zusehends, fünfzehn junge Männer im Alter von etwa 22 bis 35 Jahre nahmen Platz zum Deutschlernen. In vier Unterrichtsstunden an 25 Abenden werden sie nun gemeinsam lernen, wie man im deutschsprachigen Alltag zurechtkommt. Deshalb stehen zu Beginn des Kurses Fragen nach dem Namen, dem Weg und der Uhrzeit auf dem Plan. Früher hauptberuflich an der Abendakademie in Mannheim tätig, hat sich Ursula Knigge nun nebenberuflich für den Kurs zur Verfügung gestellt. „Ich wollte helfen“, erklärte sie im Gespräch. Hauptberuflich ist die für Deutsch als Fremdsprache ausgebildete Lehrerin im Sozialdienst beim Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung angestellt. Dass dieser Kurs überhaupt stattfinden kann, verdanken die Flüchtlinge der Diakoniestiftung Lampertheim, die dafür 3.500 Euro spendete. Zu Beginn des zweiten Unterrichtsabends war Martina Seelinger, die Stiftungsvorsitzende, mit einer Abordnung des Diakoniestiftungsvorstands gekommen, um den Flüchtlingen die Stiftung vorzustellen und zu erklären, warum dieser Deutschkurs so wichtig ist: „Um ein Teil unserer Gemeinschaft zu werden, um Arbeit zu finden und um unsere Kultur zu verstehen“. In ihrer Ansprache spielte noch die englische Sprache die Hauptrolle. „Das nächste Mal spreche ich nur Deutsch“, kündigte Stiftungsvorsitzende Seelinger an, die den Flüchtlingen „viel Spaß und Freude beim Lernen“ wünschte. „Wir sehen uns in einem halben Jahr wieder“. Gottlieb Ohl hatte ein Paket mitgebracht, eine Spende von Energieried mit Schreibblöcken und Kugelschreibern. Kurt Stass, Vorsitzender des Koordinierungskreises für die Lampertheimer Flüchtlingshilfe, kündigte weitere Aktivitäten an. Hannelore Nowacki