Do., 21. August 2014, 12:17 Uhr
Jusos wollen W-Lan-Hotspots für Lampertheim prüfen / Gesamtkonzept soll Bedenken ausräumen
E-Mails von unterwegs aus schreiben
LAMPERTHEIM – „Das Internet ist aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Es ist mittlerweile sozialer Treffpunkt und quasi die moderne Bibliothek, die Teilhabe an gesellschaftlichem Wissen erst möglich macht. Daher wird es immer mehr zur politischen Aufgabe, möglichst vielen Menschen kostengünstig einen Zugang hierzu zu liefern”, stellen die Jusos Ried in einer Pressemitteilung fest. Nachdem die SPD Viernheim und die SPD Bürstadt für ihre Städte offene WLAN-Hotspots forderten, bringen die Jusos Ried das Thema auch in Lampertheim auf die Tagesordnung. „Solche W-Lan-Hotspots könnten unabhängig vom Standort der Person einen schnellen Internetzugang für mobile Endgeräte und Tablet-PCs sowie Laptops ermöglichen. Im Straßencafé eine Mail schreiben oder einen Livestream im Internet bei der Vereinsveranstaltung abrufen- das wäre dann möglich.“
Die Jusos fordern die Lampertheimer Rathausspitze auf, diese Entwicklung nicht zu verschlafen: „Die rund 2.000 Euro, die für eine Webcam am Europaplatz mit fragwürdigem Nutzen und pixeligen Standbildern ausgegeben wurden, hätten wir gerne in eine anständige Prüfung der Idee der W-Lan-Hotspots investiert. Wir teilen hier ausdrücklich die durch die Vorsitzende der Jungen Union, Lisa Galvagno, geäußerte Kritik im Rahmen der vorletzten Stadtverordnetenversammlung und hoffen, dass dennoch im Sinne derer, die das Internet auch unterwegs nutzen, gehandelt werden kann.“
Die Jusos könnten sich solche Hotpsots in städtischen Liegeschaften, die öffentlich genutzt werden, wie dem Alten Rathaus oder auch an öffentlichen Plätzen in der Lampertheimer Innenstadt sehr gut vorstellen. Entscheidend sei hier, „das ein Gesamtkonzept bestehende Bedenken über eine Haftung der Stadt bei widerrechtlicher Nutzung ausgeräumt werden können. Ebenso kostet die technische Ausstattung natürlich Geld. Die Stadt Mannheim oder auch die Städte Frankfurt und Wiesbaden streben die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen an, das die Hotspots betreibt und das Surfen im Internet zumindest für ein oder zwei Stunde sogar kostenlos ermöglicht. Idealer Partner wäre hier beispielsweise die Telekom, deren Telefonzellen sich recht einfach zu W-Lan-Hotspots aufrüsten lassen. Hier muss die Stadt intensiv auf Partnersuche gehen“, meinen die Jusos. zg