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Do., 14. November 2013, 13:08 Uhr
10. Ortsbeiratssitzung: Anträge beschlossen, Magistrat prüft – es fehlt an Mitteln
Ehemaliger Ortsvorsteher Walter Schmitt offiziell verabschiedet
Walter Schmitt, langjähriger beliebter Ortsvorsteher von Hüttenfeld wurde am Dienstagabend im Rahmen der 10. Ortsbeiratssitzung offiziell von seinem Nachfolger Ortsvorsteher Karl Heinz Berg (rechts) verabschiedet. Gattin Hilde bekam einen Blumenstrauß überreicht. Foto: Hannelore Nowacki
HÜTTENFELD – Die 10. Sitzung des Ortsbeirats am Dienstagabend im Bürgerhaus hatte sich fünf Tagesordnungspunkte vorgenommen – der fünfte und letzte war die offizielle Verabschiedung des ehemaligen langjährigen Ortsvorstehers Walter Schmitt, der nach schwerer Erkrankung zurückgetreten war. In seiner ebenso kurzen wie herzlichen Rede dankte Ortsvorsteher Karl Heinz Berg seinem Amtsvorgänger für sein langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik vom 22. Oktober 1972 bis zum 30. Juni dieses Jahres. „Es erfordert Leidenschaft und braucht Gestaltungswillen, um ein Gemeinwesen voranzubringen, Kommunalpolitik gestaltet das direkte Lebensumfeld, die Auswirkungen sind direkt spürbar“. Eine herzliche Umarmung von Rita (Tiny) Moos, der stellvertretenden Ortsvorsteherin, folgte. Walter Schmitt erhielt ein Buchpräsent, Ehefrau Hilde einen Blumenstrauß. „Ich fühle mich sehr geehrt“, sagte Schmitt und dankte für die vielen Genesungswünsche, die ihn erreicht hatten. „Ich wünsche dem Ortsbeirat alles Gute, arbeiten Sie gut mit der Stadt Lampertheim zusammen“. Aus dem Publikum kamen viele Menschen auf Schmitt zu, um ihm im persönlichen Gespräch ihre Wertschätzung zu bekunden.
Unter Vorsitz von Ortsvorsteher Karl Heinz Berg, der aus Gründen der Geschäftsordnung seinen Platz für kurze Zeit mit seiner Stellvertreterin Rita (Tiny) Moos tauschte, ging es im Wesentlichen ums Geld der Stadt Lampertheim für Projekte im Stadtteil Hüttenfeld. Bürgermeister Erich Maier nahm als Vertreter des Magistrats der Stadt Lampertheim zu den Anträgen Stellung. Wie Ortsvorsteher Berg anerkennend anmerkte – sehr gut vorbereitet und fundiert. Wenngleich nicht alles, was der Bürgermeister zu sagen hatte, den Antragstellern gefallen mochte. Denn es fehlt schon jetzt am nötigen Geld, viel Wünschenswertes kann nicht mehr bezahlt werden. Fraglich ist daher, ob es einen Rasenplatz statt des Hartplatzes geben wird oder Mittel für einen Neujahrsempfang mit Neubürgerbegrüßung in Hüttenfeld zur Verfügung stehen. Auch die Beschattung der Oberlichter im Bürgerhaus muss wohl eine kostengünstige Lösung mit Handbetrieb werden. Maiers Ausführungen über die zukünftige, aber auch schon gegenwärtige Finanzlage der Kommunen in Deutschland und Hessen im Allgemeinen sowie der Stadt Lampertheim im Besonderen kamen einer bemerkenswerten Lehrstunde gleich und beschrieben ein „Gesamtdilemma“, wie Maier es nannte: „Wenn wir nicht agieren, sehe ich für Lampertheim und die Kommunen insgesamt schwarz“. Seine Anregung an die Ortsbeiräte: „Sie gehören alle einer Partei an, machen Sie bei Ihren Landtagsabgeordneten und in Berlin Druck“. Die Kommunen hätten die Kosten für die Kinderbetreuung zu schultern. Im Haushaltsplan zeige sich ein Defizit von 5,9 Millionen Euro. Die Vorlage der Haushaltssatzung des Haushaltsplans für das Jahr 2014 einschließlich der Finanzplanung für die Jahre 2014 bis 2017 war den Ortsbeiräten als Drucksache bereits zugegangen. Ein Prüfantrag an den Magistrat wegen der Verlängerung der Lärmschutzwand an der L 3111 wurde von den Ortsbeiräten aller Parteien einstimmig beschlossen.