Mo., 27. Juni 2016, 11:28 Uhr
Bürgerkammer strebt Gespräche mit Anwohnern an / Hilfe wird angeboten
Ehemaliges Hotel in Rosengarten wird Flüchtlingsunterkunft
ROSENGARTEN – Die Stadt Lampertheim hat sich dazu entschieden die Option wahrzunehmen, dass ehemalige Garni Hotel im Rosengarten für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Auf Einladung des Sozialamtes Heppenheim, zuständig für die Flüchtlingsbetreuung im Kreis, konnte der erste Vorsitzende der Bürgerkammer, Horst Werner Schmitt, die Unterkunft begehen und Informationen einholen. Zunächst werden vier iranische Flüchtlinge einziehen, weitere werden folgen. Für den Standort sind derzeit insgesamt 19 Plätze vorgesehen, die ab diesem Mittwoch in kurzer Zeit besetzt werden.
Die Bürgerkammer Rosengarten sucht derzeit erste Gespräche mit den direkten Anwohnern um sich gemeinsam auf die neue Situation einzustellen. Die positiven Erfahrungen mit den sechs somalischen Flüchtlingen haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren im Rosengarten eine gute Basis des Zusammenlebens geschaffen. 19 weitere Asylsuchende sind für einen kleinen Stadtteil, wie den Rosengarten, noch einmal eine neue Herausforderung, darum wird hier Verständnis und Hilfe aus der ganzen Bevölkerung notwendig sein um an die bisherige gute Arbeit anzuschließen.
„Der Rosengarten ist schon immer eine bunte Gesellschaft, die sich aus zahlreichen Nationen zusammensetzt, daher ist eine offene Grundeinstellung im Stadtteil nicht ungewöhnlich, aber es ist bedauerlich, das solche Maßnahmen immer sehr kurzfristig durchgeführt werden und wenig Zeit bleibt darauf zu reagieren. Wir können schlecht ignorieren, wenn 19 Menschen, die sich in einer für sie schwierigen und besonderen Situation befinden, in einer unserer Straße einziehen. Wir hoffen auf gute Nachbarschaft und sind bereit Hilfe anzubieten wenn diese nötig ist”, so die Vertreter der Bürgerkammer. zg