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  • Mi., 07. August 2019, 10:01 Uhr
    Erlös aus dem Café-Betrieb am Kunst- und Hof-Flohmarkt in Höhe von 700 Euro übergeben

    Ehepaar Hummel spendet an Kinderhospiz Sterntaler

    Ulrike (l.) und Helmut Hummel (r.) übergaben Beate Däuwel die als Vertreterin des Kinderhospiz Sterntaler e.V. eine Spende in Höhe von 700 Euro. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Gesundheit ist das höchste Gut. Doch was, wenn es nicht so ist? Was, wenn die Krankheit die Basis zu leben nimmt? Und was, wenn dieses Leben noch am Anfang steht?

    „Man kann nicht dem Leben Tage geben, aber man kann den Tagen Leben geben“, sagte Beate Däuwel die als Vertreterin des Kinderhospiz Sterntaler e.V. am Mittwoch zu einem besonderen Termin bei Ulrike und Helmut Hummel eingeladen war. Denn diese übergaben eine Spende in der stolzen Höhe von 700 Euro. Diesen Betrag hatten Sie im Zuge der Kunst- und Hof-Flohmärkte der Jahre 2018 und 2019 eingenommen. Seit Anbeginn stellt das Ehepaar Hummel Ihren Hof und die Scheune mit dem Garten für Flohmarkt-Aussteller zur Verfügung. Und seit der Zeit werden die Einnahmen aus dem Café-Betrieb der Hummels, für das jeder Aussteller einen Kuchen spendet, an das Kinderhospiz Sterntaler e.V weitergegeben. In diesem Jahr waren es sogar zwei Kuchen pro Aussteller, sodass in diesem Jahr nochmal eine beachtliche Summe dazukam.

    „Wir sind froh, im Kinderhospiz Sterntaler eine Organisation gefunden zu haben, bei der das Geld gut angelegt ist“, sagte Helmut Hummel. Es gebe keine gesetzliche Regelung über die finanzielle Zuwendung, weiß er. Däuwel betonte, dass es noch nicht mal einen Träger gebe, wie bei den Hospizen für Erwachsene. Da aber eine ausgezeichnete Versorgung und Betreuung durch Palliativmediziner und Kinderkrankenschwestern, Pfleger und Pädagogen Voraussetzung für die Betreuung vor Ort ist, ist die Organisation immer wieder auf Spenden angewiesen. „Der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Vordergrund“, sagte Däuwel. Und damit ist nicht nur das erkrankte Kind gemeint, sondern auch die Eltern und vor allem die Geschwister. „Schattenkinder“ würden diese genannt, so Däuwel, da sie im Schatten des erkrankten Kindes stünden und immer wieder zurückstecken müssten. So findet die ganze Familie beim Aufenthalt auf dem anheimelnden Grundstück in Dudenhofen einen Ort des Durchatmens. Es sei ein Kommen und Gehen, denn nicht das Sterben stehte im Vordergrund, erklärte Däuwel. „Wir sind ein Ort des Lebens“, sagte sie und berichtet von Kindern, die die Einrichtung als zweitschönsten Ort nach zu Haus erleben. „Man kriegt ganz, ganz viel zurück“, weiß Däuwel zu erzählen, die nach zwölf Jahren Arbeit im Kinderhospiz bereits einiges an Erfahrung aufweisen kann. Es werde gelacht und auch Spaß gemacht. Aber auch die professionelle Unterstützung stehe im Vordergrund: Klinik-Clowns, Kindertrauergruppe, Musik-Therapie, Trauerbegleitung – all das und viele weitere unterstützende Therapieformen können die Familien dort in Anspruch nehmen. Solche Auszeiten sind wichtig für den Zusammenhalt und geben neue Kraft für den Alltag. 

    Ulrike Hummel ist seit vielen Jahren Mitglied im Kinderhospiz Sterntaler e.V. und somit überzeugter Förderer. Mit Recht überzeugt, denn nur etwa die Hälfte der Kosten für den Aufenthalt im stationären Hospiz in Dudenhofen übernimmt die Pflegekasse. „Da ist jede Aktion, die man privat machen kann wichtig!“ betont Helmut Hummel. Beide hoffen, in Ihrer Aktion noch viele Nachahmer zu finden. Nadine Schütz

     

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