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  • Mo., 28. Januar 2019, 12:52 Uhr
    Eine neue Kultur des Helfens/ Interssierte können sich für weiteren Einführungskurs vormerken lassen

    Ehrenamtlich „sorgende/r Begleiter/in“ werden

    BÜRSTADT - Seit mehr als 20 Jahren sorgt sich PaHoRi e.V. (Palliativ- und Hospiz- Initiative im Ried e.V.), der ambulante Palliativ- und Hospizdienst für Lampertheim, Bürstadt, Biblis und Groß- Rohrheim um Menschen, die sich auf Grund einer schweren Erkrankung oder auf Grund ihres hohen Alters am Lebensende befinden. Bei ihrem Einsatz in den Altenheimen wurde den Ehrenamtlichen immer bewusster, dass es nicht nur die Menschen am Lebensende sind, die einer Begleitung bedürfen, sondern durchaus auch weitere Altenheimbewohner. Denn die Deutschen werden immer älter, und damit wächst auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Immer deutlicher wird dabei der viel zitierte Fachkräftemangel, der auch in den Altenheimen unserer Region angekommen ist. Die Zahlen der Bundesregierung besagen, dass in der Branche mindestens 36.000 Fachkräfte fehlen. In der Altenpflege werden 15.000 ausgebildete Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie weitere 8.500 Helferinnen und Helfer gesucht. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt auf, dass auf 100 offene Stellen nur 21 Bewerber kommen. Insgesamt sind zwar mehr als eine Million Menschen in der Altenpflege tätig. Auch wenn das viel klingt: Es müssten eigentlich viel mehr sein. Denn einerseits arbeiten drei Viertel aller Beschäftigten in der Altenpflege lediglich in Teilzeit, andererseits gibt es immer weniger Angehörige, die die Pflege ihrer Verwandten übernehmen können. Oft leben die Kinder weit weg und sind beruflich stark eingebunden, sodass es ohne professionelle Hilfe nicht geht. Selbst wenn die Zahl der Pflegebedürftigen gleichbliebe, würde mit der sinkenden Zahl pflegender Angehöriger automatisch der Bedarf an ambulanter und stationärer Pflege wachsen. Da im hospizlichen Gedanken die Würde, Wertschätzung und Selbstbestimmung oberste Priorität hat, möchte PaHoRi e.V. diesem Zustand begegnen und integriert in seinen Hospizdienst das Projekt der „sorgenden Begleiter/innen“. Als Projektpartner hat sich das Alten- und Pflegeheim Best Care, Am großen Weichweg 8-10 , in Biblis angeboten. Denn hier hat man erkannt, dass der Einsatz von Ehrenamtlichen eine immer größere Rolle spielt. Gute Pflege ist ohne ehrenamtliche Unterstützer immer weniger denkbar. Der Beitrag, der „sorgenden Begleiter/innen“ zielt nicht auf körperbezogene Pflegehandlungen, sondern vielmehr auf Unterstützung der sozialen Teilhabe und der Alltagsgestaltung. Am 2. Februar werden von 9 bis 12.30 Uhr die ersten ehrenamtlichen „sorgenden Begleiter/innen“ eingeführt und mit den Räumlichkeiten und dem Wirkungskreis und-möglichkeiten im Best Care-Alten- und Pflegeheim, vertraut gemacht. Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen. Wer an diesem Tag keine Zeit hat, sich dennoch für eine Tätigkeit als „sorgender Begleiter/in interessiert, kann sich für die immer wieder stattfindenden Einführungskurse vormerken lassen. Ansprechpartnerin ist Gaby Weiß-Szpera, Koordinatorin von PaHoRi e.V., Schubertstr.31 68642 Bürstadt. zg

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