Mo., 16. Januar 2017, 16:42 Uhr
Neujahrsempfang der CDU im Alten Rathaus im Zeichen der Bundestagswahl 2017
Ehrung langjähriger aktiver CDU-Mitglieder und Geselligkeit

Vier langjährige und politisch aktive Parteimitglieder wurden beim Neujahrsempfang geehrt: Seit 25 Jahren sind Margareta Hofmann (von links), Monika Korb und Elfriede Nobis in der CDU. Gerda Wittkopp ist seit 40 Jahren Parteimitglied. Drei weitere Mitglieder waren entschuldigt: Dr. Willi Billau (40 Jahre), Michael Koch und Andreas Fischer (25 Jahre). Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – Der Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Lampertheim im großen Sitzungssaal des Alten Rathauses stand ganz im Zeichen der Bundestagswahl 2017. Dr. Michael Meister, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, ließ in seiner Ansprache, die schon den Charakter einer Wahlkampfrede hatte, keinen Zweifel, dass er von den Wählern wieder als Direktkandidat in den Bundestag gewählt werden möchte. Der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Bauer und Parteivorsitzender in Bürstadt sprach aktuelle Themen aus der Kommunal-, Kreis- und Bundespolitik an. Unter den Gästen waren der Staatssekretär im hessischen Justizministerium Thomas Metz, Stadtverordnete und Mitglieder, Bürgermeister Gottfried Störmer und der Erste Stadtrat Jens Klingler, der auch Vorsitzender der SPD Lampertheim ist. CDU-Stadtverbandsvorsitzende Aidas Schugschdinis ging nach der Begrüßung auf Erfolge seiner Partei im vergangenen Jahr ein und benannte die nächsten Aktivitäten. In Hüttenfeld habe die CDU deutlich hinzugewonnen und in Hofheim stelle sie mit Alexander Scholl den Ortsvorsteher. Auch im Jahr 2017 gehe es um Mitgliederwerbung, Unternehmerabende sollen organisiert werden und um die Vereine will sich die Partei intensiv kümmern. CDU-Fraktionsvorsitzender Edwin Stöwesand wünschte den Zuhörern in seiner Ansprache Zufriedenheit im neuen Jahr, denn wer zufrieden sei habe alles im Griff. Trotz der guten Haushaltsentwicklung im vergangenen Jahr mit einer Million Euro Überschuss und einem ausgeglichenen Haushalt gebe es viele Aufgaben zu meistern wie bei den Anpassungen der Friedhofsgebühren, nachdem die Kita-Gebühren bereits angepasst worden seien. Einen Riesennachholbedarf gebe es beim sozialen Wohnungsbau. Neben der Flüchtlingspolitik müsse man auch an „die eigenen Leute denken“. An Berlin habe er die Frage, warum so viele Leute Sozialhilfeempfänger seien und nicht von ihrem Gehalt leben können. Auf diese Frage kam Staatssekretär Dr. Meister in seiner Rede zurück, teilte diese Meinung jedoch nicht. Vielmehr sei die Schere zwischen Arm und Reich kleiner geworden und die vollwertige Beschäftigung werde Ende des Jahres voraussichtlich einen weiteren Höchststand erreichen. Das „C“ im Parteinamen stehe dafür „selbst etwas für sich zu tun“. Bürgermeister Gottfried Störmer sieht in der Lokalpolitik im Jahr 2017 etliches „vor der Brust“ wie den Stadtumbau aus Fördermitteln des Landes Hessen und den sozialen Wohnungsbau zu bezahlbaren Preisen. Obwohl es gar nicht die Aufgabe der Kommune sei, habe sie eine intensive Unterstützungsfunktion beim sozialen Wohnungsbau übernommen. Insgesamt „sieht alles sehr gut aus“ beschrieb Störmer die Lage in Lampertheim. Ein Dankeschön sagte Störmer der Fraktion und allen Menschen in der politischen Arbeit für die geleistete und die bevorstehende Arbeit, die sie in ihrer Freizeit erbringen. „Lampertheim ist in Bewegung“, meinte Landtagsabgeordneter Bauer in seiner Ansprache anerkennend, obwohl es ein Bürstädter Slogan sei. Eine Wohltat sei es in Lampertheim zu sprechen, „seit Herr Klingler einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hat“. Dies sei bereits bei 90 Prozent der Kommunen der Fall. In Fragen der inneren Sicherheit spricht sich Bauer für mehr Videoüberwachung, Fußfesseln und Abschiebehaft für Gefährder aus, dennoch werde es absolute Sicherheit nicht geben. Der Schutz von Werten und Personen dürfe nicht auf Kosten der Freiheit gehen. Zu bedenken gab Bauer, dass die meisten Überstunden der Polizei durch Einsätze bei der wünschenswerten Fußballbegleitung zusammenkämen. Um anerkannte Flüchtlinge müsse man sich kümmern, bei Flüchtlingen ohne Bleiberecht sollte die Ausreise durchgesetzt werden. Eine Einigung im Streit um eine Obergrenze sieht Meister nicht, doch müsse auf die Verteilung der Flüchtlinge eine gemeinsame europäische Antwort gefunden werden. Dr. Meister spannte in seiner Rede den Bogen vom Reformationsjahr und zusätzlichen Feiertag am 31. Oktober über die Römischen Verträge vor 60 Jahren bis hin zur beruflichen Ausbildung und Schuldentilgung mit den erzielten sechs Milliarden Euro Überschuss im Bund. Den Solidarpakt zum Aufbau Ost sieht Meister mit dem Auslaufen am 1. Januar 2020 „abgearbeitet“. Im Anschluss, bevor der gemütliche Teil des Neujahrsempfangs mit Köstlichkeiten vom kalten Büffet beginnen konnte, ehrte der CDU-Stadtverband langjährige und politisch aktive Parteimitglieder mit Urkunde, Präsent und Anstecknadel. Hannelore Nowacki