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Di., 28. März 2023, 10:04 Uhr
OSTERVORFREUDE: Internationaler Lampertheimer Ostermarkt 2023 machte viele Besucher glücklich
Ei, Hase, Huhn und mehr künstlerisch verwandelt
Der Osterhase schaute sich überall beim Internationalen Lampertheimer Ostermarkt des Lions Clubs um, hier am Stand mit Elke Mayer, Lehrerin am Lessing-Gymnasium. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Bis Ostern muss man sich noch etwas gedulden, aber der Osterhase war schon fleißig. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher des Internationalen Lampertheimer Ostermarkts in der weitläufigen Hans-Pfeiffer-Halle mit 48 Ausstellern am Samstag und Sonntag überzeugen. In vielen Nestern lagen bereits künstlerisch gestaltete Eier, doch nicht zum Verstecken - sie sind begehrt als Zierde und ganzjährige Kunstobjekte. Der Osterhase im Großformat hielt sich bereit fürs Fotoshooting und Spiele mit den kleinen Gästen, huschte aber schon vorzeitig durch die Halle - im flauschigen Hasenkostüm steckte Tim Steinmetz. Liegestühle standen bereit mit Blick auf das große Blumen- und Kräuterbeet im Hallenzentrum – ganz im Zeichen der blühenden Lampertheimer Frühlingsboten als Vorbild für die insektenfreundliche Gartenbepflanzung und als Einladung zur Bundesgartenschau (BUGA) in Mannheim mit der Stadt Lampertheim als Kooperationspartner. Bürgermeister und Schirmherr des Ostermarktes Gottfried Störmer dankte dem Lions Club für diese Ausstellung herzlich, die nach drei Jahren Corona-Pause wieder stattfinden konnte. Lions-Präsidentin Caroline Wahl dankte den Mitarbeitern der Stadt Lampertheim und der BUGA für die tatkräftige Unterstützung. Für die BUGA warb auch Gerhard Mandel, 1. Vorsitzender des BUGA-Freundeskreises. Zur Eröffnung spielte die Bläserklasse 6 des Lessing-Gymnasiums „Welcome to The World“ und den „BUGA-Boogie“. Als künstlerischer Leiter des Ostermarktes ist Helmut Meister glücklich, dass er 15 neue Aussteller gewinnen konnte, keine leichte Aufgabe nach drei Jahren Pause. Als Künstler arbeitet er mit winzigen Glasperlen, die er mit viel Geduld einzeln aufklebt – so entstehen die Afrika-Serie und neuerdings die Spiralmuster auf dem Ei. In der Minute bei konzentrierter Arbeit schafft er 500 Perlen. Mit Tiermalerei in Öl auf Eiern der winzigen Wachtel bis zum Straußenei beeindruckte Daniela Pulwey aus Rodgau die Besucher. Ihr Mal-Hobby hat sie vor zehn Jahren zur nebenberuflichen Beschäftigung erweitert. Aufs Ei kam sie, als ein Geflügelzüchter ihr Gänseeier gegeben hatte. Die Tiere Afrikas malt sie gerne, alle habe sie selbst bei ihren Reisen gesehen. Ragnhild Scheck aus Alzey hat über die Jahre schon einige Eier gekauft, zum Beispiel einen Elch und einen Eisvogel. Zur Osterausstellung sagt sie begeistert: „Es ist schön“. Am Stand von Elke Mayer animieren Hasen, Gänse und andere Motive auf Holz mit Ölmalerei zum Kauf. Ihre eigenen Entwürfe verkaufen sich wie von selbst, ein großes Willkommensschild hatte ein Ehepaar schon kurz nach der Eröffnung erstanden. Hühner aus nostalgischen Stoffen, die gerne in Schüsseln und Saucieren sitzen, näht Brigitte Heinecke aus Neulussheim - einfach zur Zierde oder auch nützlich als Eierwärmer und Nadelkissen. So ein Hühnchen hat sich Irene Dittememer aus Bürstadt gekauft, überrascht war sie vom günstigen Preis für diese schöne Arbeit. Aus Berlin ist Ei-Künstlerin Agnes Martin mit ihrem Mann angereist, sie arbeitet mit heißem Bienenwachs und Farben in Batik-Technik, am Ende sind die Eier von Huhn, Pute, Gans und Strauß einzigartige Kunstwerke mit feinsten Linien und Mustern. Sechs Stunden braucht sie für ein Gänseei: „Mein meditatives Hobby und Ausgleich zur Büroarbeit als Praxismanagerin“. Mit Rahmenprogramm und Tagescafé bot die Osterausstellung viel Abwechslung. Hannelore Nowacki